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14.09.2021 13:31

Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2021: Parteien unterstützen Forderungen der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin

Monika Funck Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.

    Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) hat Wahlprüfsteine für die Bundestagswahl 2021 an die Parteien adressiert. Acht zentrale Themen werden angesprochen, z. B. die problematische Versorgungslage chronisch schmerzkranker Patienten und die Forderung nach einem Facharzt für Schmerzmedizin. Die Positionen von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und SPD liegen bereits vor. Alle Parteien unterstützen eine bedarfsorientierte, sektorenübergreifende Versorgung von Schmerzpatienten.

    „Mit den Wahlprüfsteinen haben wir dafür gesorgt, dass der Diskussionsstand zur Schmerzmedizin nach der Wahl nicht wieder bei Null beginnt“, so DGS-Präsident Dr. Johannes Horlemann. „Die Resonanz zeigt, dass die Parteien die Herausforderungen einer modernen und interdisziplinären Schmerzmedizin durchaus anerkennen und auch Forderungen, beispielsweise nach der Einführung eines Facharztes für Schmerzmedizin keineswegs ablehnen.“ Letzteres hatte auch die Gesundheitsministerkonferenz der Länder (GMK) vor wenigen Wochen befürwortet.

    Wie will die Politik eine bessere Versorgung chronisch Schmerzkranker erreichen?
    Die GRÜNEN wollen Missstände insbesondere durch entsprechende Disease-Management-Programme (DMPs) für ambulante und teilstationäre multimodale Schmerztherapien sowie durch die Stärkung entsprechender Behandlungsstrukturen beheben. Sie streben zukünftig eine sektorenübergreifende Versorgungsplanung an.
    Auch der SPD ist eine patienten- und bedarfsorientierte, sektorenübergreifende Versorgung wichtig. Dafür will sie notwendige Anreize schaffen, z. B. ein einheitliches, sektorenübergreifendes Vergütungssystem und eine gemeinsame Bedarfsplanung. Notwendig sei eine stärkere Öffnung von Krankenhäusern für ambulante, teambasierte und interdisziplinäre Formen der Versorgung.
    DIE LINKE möchte u.a. die Aufwertung der Schmerzmedizin in der Ausbildung, die Berücksichtigung in der Bedarfsplanung, die Förderung der Spezialisierung auf Schmerzmedizin und die Förderung der Kompetenz in der Schmerzbehandlung in allen Disziplinen, insbesondere der Allgemeinmedizin, unterstützen.

    Die acht Wahlprüfsteine und alle Fragen der DGS sowie die Antworten der Parteien sind online nachzulesen: https://www.dgschmerzmedizin.de/versorgung/dgs-wahlpruefsteine-zur-bundestagswah...
    Die Antworten von CDU und FDP stehen noch aus.

    Bereits in der abgelaufenen Legislaturperiode hatte sich die DGS unter Führung ihres Präsidenten Dr. Johannes Horlemann intensiv mit den Parteien im Bundestag vernetzt. Über zahlreiche Gespräche, Strategiepapiere und Impulsveranstaltungen mit Abgeordneten der verschiedenen Parteien wurden die Weichen für eine Neuorientierung der Politik in der Versorgung von Schmerzpatienten gestellt.

    ***
    Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit rund 4.000 Mitgliedern und 120 Schmerzzentren die führende Fachgesellschaft zur Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Schmerzliga e. V. ist es ihr vorrangiges Ziel, die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern – durch eine bessere Diagnostik und eine am Lebensalltag des Patienten orientierte Therapie. Dafür arbeiten die Mitglieder der DGS tagtäglich in ärztlichen Praxen, Kliniken, Schmerzzentren, Apotheken, physiotherapeutischen und psychotherapeutischen Einrichtungen interdisziplinär zusammen. Der von der DGS gestaltete jährlich stattfindende Deutsche Schmerz- und Palliativtag zählt seit 1989 auch international zu den wichtigen Fachveranstaltungen und Dialogforen. Aktuell versorgen etwa 1.321 ambulant tätige Schmerzmediziner die zunehmende Zahl an Patienten. Für eine flächendeckende Versorgung der rund 3,9 Millionen schwerstgradig Schmerzkranken wären mindestens 10.000 ausgebildete Schmerzmediziner nötig. Um eine bessere Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen zu erreichen, fordert die DGS ganzheitliche und bedürfnisorientierte Strukturen – ambulant wie stationär – sowie eine grundlegende Neuorientierung der Bedarfsplanung.

    Kontakt
    Geschäftsstelle
    Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V.
    Lennéstraße 9
    10785 Berlin
    Tel. 030 – 85 62 188 – 0
    Fax 030 – 221 85 342
    info@dgschmerzmedizin.de
    www.dgschmerzmedizin.de

    Pressekontakt
    eickhoff kommunikation GmbH
    Monika Funck
    Tel. 0221 – 99 59 51 40
    funck@eickhoff-kommunikation.de


    Weitere Informationen:

    https://www.dgschmerzmedizin.de/versorgung/dgs-wahlpruefsteine-zur-bundestagswah...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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