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21.09.2021 16:52

Das Soziale in Medizin und Gesellschaft – Aktuelle Megatrends fordern uns heraus

Mariya Ahner Geschäftsstelle
Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention e.V.

    Wissenschaftliche Jahrestagung der DGSMP vom 22. bis 24. September 2021, digital

    München, 21. September 2021 – Seit eineinhalb Jahren bestimmt die Corona-Pandemie das Leben auf der ganzen Welt. COVID-19 steht neben zahlreichen weiteren Themen auf der Agenda der 56. Wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP e.V.). Sie findet vom 22. bis 24. September 2021 als digitaler Kongress statt. Kongresspräsidentin ist Frau Prof. Steffi Riedel-Heller, MPH, Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

    Programm und Anmeldungen sind verfügbar unter: https://www.dgsmp2021-leipzig.de/

    Engagement für das Soziale in Medizin und Gesellschaft

    Beim diesjährigen Kongress wird diskutiert, wie unser soziales Miteinander, unsere Gesundheit und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung durch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen beeinflusst werden und welche Herausforderungen damit verbunden sind.

    Die Tagungspräsidentin, Prof. Dr. med. Steffi Riedel-Heller von der Universität Leipzig, betont: „Gerade jetzt ist es wichtig, sich zu vernetzen, zu diskutieren und so Engagement für das Soziale in Medizin und Gesellschaft zu zeigen. Es ist eine alte Weisheit: Krisen sind auch Chancen. Das trifft auch für die Corona-Krise zu. Tradiertes kommt auf den Prüfstand, Versäumnisse werden deutlich, Neues bricht sich Bahn. Es ist nun an uns, die Krise zu nutzen, um längerfristig zu einer sozialeren und resilienteren Gesellschaft beizutragen.“

    Karl Lauterbach eröffnet den Kongress

    Der Hauptredner bei der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch, 22.09. ist Professor Karl Lauterbach. „Das Zusammenspiel von Wissenschaft und Politik in der Corona-Krise“ ist das Thema seines Eröffnungsvortrages. Im Jahr 2020 wurde der Gesundheitspolitiker und Epidemiologe mit der Salomon-Neumann-Medaille für seine besonderen Verdienste um die Präventiv- und Sozialmedizin ausgezeichnet. Die DGSMP verleiht diese Medaille seit 1986. Salomon Neumann (1819-1908) war einer der bedeutendsten Vertreter der Sozialmedizin. Er hat den Satz „Medicin ist eine Sociale Wissenschaft“ geprägt.

    Prof. Matthias Angermeyer ist der Preisträger der Salomon-Neumann-Medaille im Jahr 2021. Angermeyer ist ein weltweit führender Forscher auf dem Gebiet der Sozialpsychiatrie und psychiatrischen Epidemiologie. Er forschte nicht nur über die Stigmatisierung von psychisch Kranken, sondern engagierte sich auch praktisch und gründete im Jahr 2000 den Verein „Irrsinnig Menschlich“, der Anti-Stigma-Arbeit leistet und Präventionsprogramme zur Förderung der psychischen Gesundheit für Kinder und Jugendliche anbietet.

    Wissenschaftliches Programm

    Das dreitägige Programm bietet Keynotes, wissenschaftliche Symposien, Workshops und Fortbildungsveranstaltungen. Es geht um Themen wie Öffentliche Gesundheit, Public Health, Sozialmedizin und Rehabilitation, psychische Gesundheit, Versorgungsforschung, Gesundheit am Arbeitsplatz, Digitalisierung und Gesundheit, Gesundheit von Geflüchteten und vieles mehr.

    Prof. Dr. med. Andreas Seidler, MPH, Präsident der DGSMP, lädt zum Dialog ein: „Die Polarisierung der Gesellschaft und der Arbeitswelt, gesundheitliche Ungleichheit, die Globalisierung mit den Herausforderungen des Klimawandels, Urbanisierung und Global Ageing – zu all diesen Themen wollen und müssen wir uns aus sozialmedizinischer und aus Public Health-Perspektive einbringen.“

    Im Symposium „E-Mental-Health – digitale Intervention für Betroffene und Angehörige“ wird Evidenz zur Wirksamkeit dieser Selbstmanagement-Interventionen präsentiert und der Frage nachgegangen, ob diese Interventionen tatsächlich nur für junge Menschen geeignet sind.

    Im Symposium „Schule als zentrales Setting zur Förderung der psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“ werden die Notwendigkeit der Prävention und Gesundheitsförderung in der Adoleszenz thematisiert sowie Evidenzen und Modelle guter Praxis vorgestellt.

    Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet am 22.09. einen Workshop zum Thema „Instrumente zur Erfassung psychosozialer/physischer Belastung und Beanspruchung im Kontext der Digitalisierung“ an und setzt sich mit der Frage nach den Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung in der Arbeitswelt auf die Gesundheit der Beschäftigten auseinander.

    Weitere Sessions sind zu finden im digitalen Programmheft unter: https://www.dgsmp2021-leipzig.de/programm.html

    Weitere Programm-Highlights der DGSMP 2021

    Am Donnerstag, 23.09. hält Bruce G. Link, Epidemiologe und Stigmaforscher, Professor für Public Policy und Soziologe an der University of California, Riverside den Vortrag zum Thema „Stigma as a Fundamental Cause of Health Inequality“.

    Am letzten Kongresstag, Freitag, 24.09. spricht Professor Sebastian Köhler, Public Health Experte und Demenzforscher von der Universität Maastricht zum Thema „Bevor wir’s vergessen: Aktuelle Möglichkeiten und Herausforderungen der Primärprävention von Demenz“.

    DGSMP fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs

    Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses steht im Vordergrund der Fachgesellschaft. Deshalb gibt es am Donnerstag, dem 23.09. eine Veranstaltung zusammen mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dabei werden Antragsmöglichkeiten vorgestellt und DFG-Kollegiaten stehen auf dem Podium Rede und Antwort.

    Die DGSMP schreibt jedes Jahr Preise für herausragende Masterarbeiten und Dissertationen auf dem Gebiet der Sozialmedizin, Public Health und Prävention aus. Die Übergabe der Urkunden findet am letzten Kongresstag, Freitag, dem 24.09., statt.

    Eckdaten zur DGSMP 2021

    • Datum: 22.09. bis 24.09.2021, digital
    • Programm und Anmeldung: https://www.dgsmp2021-leipzig.de/programm.html
    • Tagungspräsidentin: Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH, Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Universität Leipzig
    • Die Jahrestagung wird mit 18 CME-Punkten zertifiziert

    Pressekontakt DGSMP
    Prof. Dr. med. Steffi G. Riedel-Heller, MPH
    Direktorin Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP)
    Universität Leipzig, Medizinische Fakultät
    Philipp-Rosenthal-Straße 55, 04103 Leipzig
    Telefonkontakt über das Kongressbüro: +49 (0)341/9724560
    E-Mail: Steffi.Riedel-Heller@medizin.uni-leipzig.de
    http://isap.uniklinikum-leipzig.de

    Über die DGSMP: Die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP e.V.) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich insbesondere mit den sozialen Faktoren beschäftigt, welche die Gesundheit der Bevölkerung bestimmen. Die DGSMP wurde im Jahr 1963 als wissenschaftliche medizinische Fachgesellschaft für Sozialmedizin gegründet. 1987 erfolgte die Ergänzung um den Bereich „Prävention“. Die DGSMP fördert Forschung, Lehre und Praxis in Sozialmedizin und Prävention und führt Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen zusammen. Ihr gehören etwa 500 Mitglieder an, die u.a. aus Gesundheitswissenschaften, Medizin und Sozialwissenschaften stammen. Die DGSMP ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Weitere Informationen unter: http://www.dgsmp.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Politik, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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