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24.09.2021 09:00

Studieren mit Behinderung als Tagungsthema

Erhard Jakobs Pressestelle
Technische Hochschule Mittelhessen

    Zur Online-Tagung „Digitale Barrierefreiheit weiter denken“ lädt am 30. September ein von der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Goethe-Universität Frankfurt gegründetes Netzwerk ein, das die Inklusionskultur an Hochschulen fördern will.

    Durch Inklusion sollen Bildungs- und Ausbildungsangebote für Menschen mit Behinderung und körperlichen Einschränkungen zugänglich gemacht werden. Der Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften hat dieses Anliegen verstärkt ins allgemeine Interesse gerückt. Viele Initiativen der Industrie und öffentlichen Verwaltung haben die berufliche Integration behinderter Talente zum Ziel.

    Ein Studium mit Behinderung wird jedoch immer durch Barrieren erschwert, selbst wenn es um digitale Inhalte und Lehrformate geht. Videokonferenzen, Lernplattformen und digitale Studienverwaltung sind seit dem Ausbruch der Pandemie zentraler Bestandteil des Hochschulalltags. Die digitalen Barrieren wurden dadurch vorerst umso vielfältiger.

    Das „Netzwerk digitale Barrierefreiheit an Hochschulen“ – eine gemeinsame Initiative der Goethe-Universität Frankfurt und der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) – will eine Inklusionskultur an hessischen Hochschulen schaffen und das Know-how bundesweit bündeln. Lehrkräfte und wissenschaftliches Personal sollen in die Lage versetzt werden, beeinträchtigten und behinderten Studierenden den Zugang zu komplexem Fachwissen zu ermöglichen.

    Mit der Online-Tagung „Digitale Barrierefreiheit weiter denken“ gibt das Netzwerk Interessierten Gelegenheit, sich am Donnerstag, 30. September, zwischen 9.30 und 17 Uhr über den Themenkomplex zu informieren und aktuelle Projekte kennenzulernen. Dr. Sarah Voß-Nakkour (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Monika Maria Möhring (Leiterin des Blindenzentrums BliZ der THM) haben ein Programm organisiert, zu dem Fachleute aus dem gesamten deutschsprachigen Raum Vorträge beisteuern.

    Dabei eröffnen sich zum Beispiel Einblicke in Projekte zur barrierefreien Hochschulorganisation und -kommunikation. Das Thema „rollstuhlgerechter Campus“ bildet einen Schwerpunkt, aber auch die „inklusive Lehre". So werden die Umsetzung mathematischer Formeln in Braille-Schrift und ein Chemie-Leistungskurs für Blinde der BliStA Marburg vorgestellt. Innovative Formate, die Inhalte für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen begreifbar machen und zugleich interessant für Nichtbehinderte sind, werden ebenso präsentiert wie barrierefreie Dokumente zur Vorbereitung auf Online-Vorlesungen oder tastbare Grafiken. Weitere Beiträge befassen sich mit inklusivem Design für Alltagsgegenstände oder mit dem gesellschaftlichen Dialog über Barrierefreiheit und Bildungsgerechtigkeit.

    Im Rahmen der Veranstaltung wird die hessische Behindertenbeauftragte Rika Esser einen Ausblick auf die Agenda der Landesregierung geben und eine Petition der Goethe-Universität und der THM zum Förderbedarf digitaler Barrierefreiheit an Hochschulen entgegennehmen.

    Das Programm der virtuellen Tagung und einen Link zur Anmeldung findet man unter folgender Adresse: https://go.thm.de/digll-tagung.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    monika.moehring@bliz.thm.de


    Originalpublikation:

    https://go.thm.de/digll-tagung


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Als technisches Hilfsmittel kann der 3D-Druck zum Beispiel zur Barrierefreiheit des Architekturstudiums beitragen.


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