idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
24.09.2021 11:35

Grundstein gelegt: Neues Forschungsgebäude für Schwerpunkte Inflammation, Infektion und Immunität

Saskia Lemm Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Im Beisein von Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank wurde heute im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) der Grundstein für zwei innovative Forschungszentren unter einem Dach gelegt: Für den Campus Forschung II und das Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI). Die Zentren sind mit rund 150 Laboreinheiten optimal geeignet für die grundlagenwissenschaftliche und klinisch orientierte Immunitäts-, Infektions- und Entzündungsforschung im UKE. Die Fertigstellung ist für Ende 2023 vorgesehen.

    „Heute ist ein wichtiger Tag für Hamburgs Wissenschaftsstandort – aber auch für die medizinische Versorgung künftiger Patient:innen. Die Grundsteinlegung macht erneut deutlich: Dies ist ein Ort, an dem die Zukunft der Medizin mitbestimmt wird. Mit unseren Investitionen in den Zukunftsplan 2050 des UKE unterstützen wir die Entwicklung der Spitzenforschung für bessere Therapiemöglichkeiten bei autoimmunen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Dass wir dabei mit dem Bund an einem Strang ziehen können, macht die große Anerkennung deutlich, die die Forscher:innen des UKE bundesweit genießen. Ich wünsche dem gesamten UKE und dem Team rund um den Neubau gutes Gelingen und alles erdenklich Gute“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke.

    Rund 480 Labor- und Büroarbeitsplätze für 20 Arbeitsgruppen sind im Campus Forschung II vorgesehen, etwa 200 Plätze für 13 wissenschaftliche Gruppen werden im Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) neu geschaffen. „Das neue Forschungsgebäude ist für das UKE nicht nur ein weiterer Baustein unseres Zukunftsplans 2050. Es unterstreicht vielmehr eindrucksvoll unsere dynamische Entwicklung in Wissenschaft und Forschung. Ebenso bietet der Neubau räumlich beste Bedingungen für die interdisziplinär forschenden und translational orientierten Wissenschaftler:innen. Wir danken der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Bund für die großzügige Unterstützung“, sagt Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE.

    Forschung für Patient:innen mit Infektionen, Entzündungen und immunologischen Erkrankungen

    Das Gebäude auf dem Platz der alten Kinderklinik beinhaltet zwei Teile: Der nördliche Flügel ist dem Campus Forschung II vorbehalten, der südliche dem HCTI. „Mit diesen neuen Möglichkeiten für unsere Wissenschaftler:innen unterstreichen wir unser Bestreben, neben der weiteren Förderung der exzellenten Immunitäts- und Entzündungsforschung auch die eng verknüpfte Infektionsforschung zu einem Leuchtturm im UKE auszubauen“, betont Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der medizinischen Fakultät und Mitglied im Vorstand des UKE.

    Am Campus Forschung II arbeiten die Wissenschaftler:innen, um ein verbessertes Verständnis für die Entstehung und die Entwicklung von Entzündungs- und Infektionsprozessen zu erhalten. Diese Forschungen tragen dazu bei, neue Optionen für die Diagnostik und Therapie von entzündlichen und infektiösen Krankheitsbildern zu entwickeln.

    Am Center for Translational Immunology (HCTI) wird der translationale Ansatz verfolgt. Das heißt, die Forscher:innen bearbeiten konkrete wissenschaftliche Fragestellungen, die sich aus dem klinischen Alltag ergeben. Die Ergebnisse aus ihrer immunologischen Grundlagenforschung werden wiederum auf die Anwendung in Prävention, Diagnostik und Therapie von entzündlichen Erkrankungen überprüft und fließen zurück in die Gesundheitsversorgung. „Mit dem neuen Gebäude und der passgenauen Ausstattung der Forschungslabore verbessern sich die Rahmenbedingungen für die Forschung am UKE deutlich“, erläutert Prof. Dr. Martin Aepfelbacher, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene, der gemeinsam mit Prof. Dr. Ulf Panzer, III. Medizinische Klinik und Sprecher des HCTI, die inhaltliche Ausgestaltung der neuen Forschungszentren plant.

    Ein Bau für die Medizin der Zukunft

    Die Arbeiten zum Neubau liegen im Zeitplan. Bis Ende dieses Jahres wird das Untergeschoss fertig sein, bis zum 3. Quartal 2022 folgen die Rohbauarbeiten der weiteren Geschosse und ab Mitte 2022 soll mit den Ausbauarbeiten begonnen werden. Die Bruttogeschossfläche des sechsstöckigen Gebäudes beläuft sich auf rund 18.000 Quadratmeter und verteilt sich auf zwei Untergeschosse, fünf Obergeschosse und ein Staffelgeschoss. Eine Besonderheit mussten die Planer der Klinik Facility Management Eppendorf GmbH (KFE) des UKE bei der Konzeption berücksichtigen: Die geplante U-Bahnlinie 5, die auf dem UKE-Campus eine eigene Haltestelle bekommen soll, fährt dann genau unter dem Forschungsgebäude durch. Um dadurch auftretende Erschütterungen und elektromagnetische Differenzen zu vermeiden, muss ein Teil der hochempfindlichen Forschungsgeräte auf Federn gelagert und auf 25 Tonnen schwere Betonklötze gestellt werden. Nur so kann eine erschütterungsfreie Forschungsinfrastruktur sichergestellt werden.

    Die Baukosten werden mit etwa 91 Millionen Euro veranschlagt, von denen der Bund rund 22,7 Millionen Euro für das HCTI übernimmt. Die weitere Finanzierung erfolgt über das Mieter-Vermieter-Modell.

    Ansicht des Neubaus und Fotos zum Download unter: www.uke.de/pressebilder. Weitere Informationen zum UKE Zukunftsplan 2050 unter: www.uke.de/2050


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Ansicht des geplanten Neubaus Campus Forschung II | Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI)


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).