idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
24.09.2021 16:49

CAMPFIRE-Symposium in Stralsund: Grünes Ammoniak für eine emissionsfreie Zukunft

Dr. Hans Sawade Stab - Wissenschaftsmanagement
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

    Am 30. September 2021 treffen sich zum rund 100 nationale und internationale Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Forschung zum CAMPFIRE Symposium 2021 „Wind and Water to Ammonia - Maritime Fuel and Energy Storage for a Zero-Emission Future" im Ozeaneum Stralsund.
    Deutschlands Ziel ist es, bis zum Jahr 2045 weitgehend treibhausgasneutral zu werden. Mindestens 80 Prozent der Stromversorgung und 60 Prozent der gesamten Energieversorgung sollen dann aus Erneuerbaren Energien stammen. Das gegenwärtige Energiesystem soll dabei in ein emissionsfreies, auf erneuerbaren Energien basierendes Energiesystem transformiert werden.

    Das CAMPFIRE-Symposium lädt ein zum Diskurs rund um die Themen der zukünftigen kohlenstofffreien Energieversorgung auf Basis von grünem Ammoniak ein.
    Eröffnet wird das Symposium durch Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern.

    „Ziel der CAMPFIRE-Partner ist es, neue Energieumwandlungs- und Speichertechnologien auf der Basis von grünem Ammoniak zu entwickeln. Dabei wird Wind- oder Solarstrom im Energieträger Ammoniak (NH3) gespeichert und als innovative Energie- und Antriebsenergie zum Beispiel in der Schifffahrt eingesetzt. Die Endprodukte sind Wasser und Stickstoff und können ungefährlich an die Umwelt wieder abgegeben werden“, so Angela Kruth, Koordinatorin und Sprecherin des CAMPFIRE-Bündnisses.
    Ammoniak ist kohlenstofffrei und eine echte Perspektive als wirtschaftlich speicherbarer Energieträger. Die deutsche Industrie verfügt über mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Produktion, Speicherung und im Transport dieses Gases. Im Chemiehafen Rostock-Peez steht Deutschlands größtes Ammoniak-Terminal in dem 600.000 Tonnen Ammoniak für die Düngemittelproduktion der YARA GmbH & Co KG umgeschlagen werden.

    Am 30. September versprechen Impulsvorträge zu Themen der EU-Wasserstoffstrategie im maritimen Sektor, zu Ammoniak als maritimer Kraftstoff, zu Grünen Wasserstoff- und Ammoniak-Projekten in Skandinavien oder zum CAMPFIRE Open Innovation Lab einen interessanten Überblick zu weltweiten Aktivitäten im Themenbereich Grüner Ammoniak und der perspektivischen Ausrichtung des CAMPFIRE-Bündnisses. „Mit dem internationalen Symposium in Stralsund verfolgen wir eine noch engere Vernetzung der Green Ammonia-Konsortien aus der Europäischen Union und Skandinavien zur Entwicklung und Marktetablierung innovativer Technologien für das zukünftige globale Grüne Ammoniak-Ecosystem“, erklärt Kruth.

    Ein Höhepunkt der Tagung ist die Möglichkeit zur Besichtigung der Sicherheitsanlagen des 150 Tonnen Ammoniak-Bunkerschiffes „Odin“ der Reederei Spetrans im Hafen von Stralsund, das über viele Jahre für die Versorgung von Kraftwerken eingesetzt wurde.
    In diesem Zusammenhang präsentiert sich im Hafen auch die Region Rügen-Stralsund, kürzlich als „HyExpert“-Region durch den Bund zum 2. Mal als Wasserstoffregion ausgewählt auf der Ausstellung. Rügen-Stralsund stellt sich der Herausforderung zur Realisierung einer regionalen Wasserstoffwirtschaft in Vorpommern. Dabei will die Region die Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur vor Ort vorantreiben und Modellprojekte zur Realisierung der Wasserstoffwirtschaft umsetzen. Ein Wasserstoffbus des Unternehmens „Busses 4 Future“ incl. das Modell einer Wasserstoffbetankungsanlage wird nicht nur für die Teilnehmer des Symposiums auch für die Öffentlichkeit zu besichtigen sein.

    Durch CAMPFIRE-Technologien, produziert in der Region Nord-Ost, wird im Ostseeraum und darüber hinaus zukünftig eine Energiewirtschaft auf der Basis von grünem Ammoniak und eine kohlenstofffreie sichere Energieversorgung möglich. Es entstehen langfristig effektive und wirtschaftliche Wege zur Verminderung des globalen Kohlendioxidgehaltes in der Erdatmosphäre.

    Infokasten:
    Das durch den Bund finanzierte CAMPFIRE-Bündnis wurde 2018 im Rahmen des BMBF WIR! „Wandel durch Innovation“-Programmes gegründet. Es leistet eine Initialzündung für einen nachhaltigen Strukturwandel in der Region Nord-Ost durch den Aufbau innovativer Pfade und Erschließung von wirtschaftlichen Vorteilen für hier ansässigen kleinen und mittelständigen Unternehmen. Die mittlerweile über 60 Partner mit einem Unternehmensanteil von ca. 80%, hauptsächlich in der Region Nord-Ost, verfolgen gemeinsam das Ziel, exportfähige Technologien für ein zukünftiges globales kohlenstofffreies Ammoniak-Wasserstoff-Energiesystem zu realisieren.

    Kontakt:

    Dr. Gesine Selig
    Kommunikation/ Presse
    Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP)
    Tel.: +49 3834 554 3942, Fax: +49 3834 554 301
    mailto: gesine.selig@inp-greifswald.de
    https://www.leibniz-inp.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Angela Kruth
    Koordinatorin & Sprecherin CAMPFIRE
    Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP)
    Tel.: +49 3834 554 38460, Fax: +49 3834 554 301
    mailto: angela.kruth@inp-greifswald.de
    www.wir-campfire.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Chemie, Elektrotechnik, Energie, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).