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24.03.2004 15:12

Dr. Ellenberg aus Heidelberg erhält Walther-Flemming-Medaille

Barbara Bachtler Kommunikation
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch

    S p e r r f r i s t: Mittwoch, 24. März 2004, 18.00 Uhr
    Für seine bahnbrechenden Arbeiten über den Mechanismus des Beginns der Zellteilung ist Dr. Jan Ellenberg vom Europäischen Labor für Molekularbiologie (EMBL) in Heidelberg mit der Walther-Flemming Medaille der Deutschen Gesellschaft für Zellbiologie ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung, die zum ersten Mal vergeben worden ist, besteht aus einer Medaille und einem Geldpreis in Höhe von 2 000 Euro. Sie wurde Dr. Ellenberg auf der Jahrestagung der Gesellschaft am 24. März 2004 in Berlin überreicht. Die DGZ würdigt damit seine Forschungen zum Ablauf der Mitose. In diesem Stadium des Zellzyklus teilt sich der Zellkern. Anschließend schnürt sich die Zelle ein und es entstehen zwei Tochterzellen, die jede über einen vollständigen Zellkern mit Erbmaterial verfügt. Dr. Ellenberg erforschte insbesondere den Mechnanismus der Auflösung der Kernhülle zu Beginn der Mitose und die Dynamik des Chromatins, des Fadengerüsts im Zellkern. Es besteht aus DNA und Kernproteinen. Das Chromatin wandelt sich bei der Mitose um in eine kompaktere Form, die Chromosomen. Für seine Forschungen setzte Dr. Ellenberg Grün Fluoreszierendes Protein ein, mit dessen Hilfe sich das dynamische Verhalten von Proteinen im Lichtmikroskop sichtbar machen lässt.

    Dr. Ellenberg promovierte 1998 an den Gesundheitsinstituten der USA (NIH) in Bethesda und ging ein Jahr später an das EMBL in Heidelberg. Der Forschungspreis ist benannt nach einem Pionier der zellbiologischen Forschung, Walther Flemming (1843 Sachsenberg bei Schwerin - 1905 in Kiel). Flemming beschrieb um 1875 genau den Ablauf der Zellteilung, den er als Mitose (griech. Mitos = der Faden) bezeichnete. Flemming ist damit einer der prominenten Gründerväter der zellbiologischen Forschung. Der Preis wird für herausragende wissenschaftliche Leistungen aus allen Gebieten zellbiologischer Forschung an junge Wissenschaftler/innen bis 38 Jahre vergeben.

    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch
    Robert-Rössle-Str. 10
    13125 Berlin
    Barbara Bachtler
    Tel.: 030/94 06 - 38 96
    Fax: 030/94 06 - 38 33
    e-mail: bachtler@mdc-berlin.de
    http://www.mdc-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Dr. Jan Ellenberg erster Träger der Walther-Flemming-Medaille


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