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21.10.2021 11:59

Europäisch-chinesische Beziehungen: Kooperation oder Konfrontation?

Claudia Staat Kommunikation und Veranstaltungsmanagement
Frankfurt University of Applied Sciences

Grünen-Europapolitiker Reinhard Hans Bütikofer und Chinaexperte Prof. Dr. Thomas Heberer von der Universität Duisburg-Essen zu Gast am Frankfurter Center for Applied European Studies / Diskussionsrunde in Präsenz und im Livestream

Die Entwicklungen im europäisch-chinesischen Verhältnis deuten keineswegs auf eine Entspannung hin und kennzeichnen sich beispielsweise durch den globalen Infrastruktur-Plan der G7-Staaten als Alternative zur chinesischen „Neuen Seidenstraße“. Im Zuge der chinesischen Sanktionen u. a. gegen EU-Abgeordnete und europäische Institutionen lehnt das Europäische Parlament derzeit sogar die Weiterführung des EU-China-Investitionsabkommens ab. Unter dem Titel „Europäisch-chinesische Beziehungen: Kooperation oder Konfrontation?" lädt das Center for Applied European Studies (CAES) für den 19. November 2021 zur Diskussion im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Think Europe – Europe thinks" ein. Referenten sind der Europaabgeordnete Reinhard Hans Bütikofer, außenpolitischer Sprecher und Koordinator der Grünen/EFA, und Prof. Dr. Thomas Heberer, Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas an der Universität Duisburg-Essen.

Innerhalb der EU bestehen Differenzen zur Vereinbarkeit von wirtschaftlichen Beziehungen mit Fragen des politischen Systems und der Menschrechtslage in China. Muss die EU in dieser Atmosphäre einen erneuten „Kalten Krieg“ befürchten? Versucht China seine Wirtschaftskraft zu nutzen, um eine neue Weltordnung durchzusetzen? Bedroht die chinesische Wirtschaftspolitik Europa? Sind Zugeständnisse hinsichtlich der Menschenrechte in China vereinbar mit Vorteilen europäischer Firmen? Über diese Fragen debattiert Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Geschäftsführender Direktor des CAES, mit seinen Gästen. Die Frage- und Antwortrunde moderiert Hanna Immich von hr-iNFO.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird parallel über YouTube gestreamt. Vor Ort zugelassen sind 80 Personen, es gilt die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet: Angemeldete Teilnehmende müssen am Einlass ihren Impf- oder Genesenennachweis bzw. ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
Der Link zur Anmeldung lautet: https://www.frankfurt-university.de/ThinkEurope

Zu den Personen:
Reinhard Hans Bütikofer, Jahrgang 1953, war von Ende 2002 bis Ende 2008 Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Seit Juni 2009 ist er Mitglied des Europaparlaments. Er ist Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten (AFET) und dort Sprecher der Grünen/EFA Fraktion sowie stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA). Außerdem ist er Vorsitzender der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China und Mitglied der Delegation für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten sowie stellvertretendes Mitglied in der ASEAN-Delegation. Von 2012 bis 2019 war Bütikofer Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei. Er ist Mitglied im Europa/Transatlantik-Beirat und in der Mitgliederversammlung der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS).

Prof. Dr. Thomas Heberer, Jahrgang 1947, beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit China. Er studierte Ethnologie, Politologie, Philosophie und Sinologie und arbeitete nach seiner Promotion 1977 vier Jahre lang als Übersetzer und Lektor bei einem chinesischen Verlag in Peking. 1989 habilitierte er sich an der Universität Bremen in Politikwissenschaft. 1998 übernahm er den Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Ostasien an der Universität Duisburg-Essen. Seit seiner Emeritierung 2013 widmet er sich als Seniorprofessor der Grundlagenforschung. Bereits seit 1981 betreibt er auf nahezu jährlicher Basis Feldforschung in China; Schwerpunkte sind die Prozesse, Strukturen und Akteure des politischen, sozialen und institutionellen Wandels in China. Heberer ist als führender Chinaexperte Deutschlands Autor und Co-Autor zahlreicher Publikationen.

Termin: Freitag, den 19. November 2021, 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt, Gebäude 4, Raum 111/112 und parallel Livestream auf YouTube

Programm „Think Europe – Europe thinks“
Impulse des Center for Applied European Studies (CAES)

Begrüßung
Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Präsident der Frankfurt UAS

Vortrag
„Europäisch-chinesische Beziehungen: Kooperation oder Konfrontation?“
Reinhard Hans Bütikofer, MdEP, außenpolitischer Sprecher und Koordinator der Grünen/EFA

Gegenrede
Prof. Dr. Thomas Heberer, Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas, Universität Duisburg-Essen

Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Dr. Michel Friedman, Geschäftsführender Direktor, CAES

Fragen und Antworten
Moderation: Hanna Immich, hr-iNFO

Zuletzt waren die Migrationsforscher Prof. Dr. Jochen Oltmer und Gerald Knaus mit dem Thema „Flucht und Migration: Scheitert Europa?“ Gäste der Reihe. Zuvor referierte der Politologe Prof. Dr. Peter Neumann über „Terrorismus – Wie groß ist die Gefahr für Europa?“. Des Weiteren diskutierten die ARD-Korrespondentin Annette Dittert und der Historiker Prof. Dr. Brendan Simms über den Brexit. Der Fraktionsvorsitzende der Europäischen Volkspartei (EVP) Manfred Weber und Martin Hoffmann, u.a. Geschäftsführer des Petersburger Dialogs e.V., debattierten über „Putins Russland und die Sicherheit Europas“. Weitere Referenten waren die Außenminister a.D. Sigmar Gabriel und Joschka Fischer.

Das Center for Applied European Studies (CAES):
Das interdisziplinär forschende Center for Applied European Studies begleitet das Thema Europa wissenschaftlich und entwickelt anwendungsorientierte Lösungsvorschläge für europäische Fragen und Herausforderungen. Neben Forschungsprojekten und der Errichtung von Think Tanks sollen anwendungsorientierte Bildungs-, Fort- und Weiterbildungsmodule entwickelt werden. Um die „Erfindung“ Europas und seiner Zukunft in einer öffentlichen Debatte zu ermöglichen, bietet das im Juni 2016 an der Frankfurt University of Applied Sciences eröffnete „Center for Applied European Studies“ Symposien, Vorträge und öffentliche Veranstaltungen an. Die Veröffentlichung relevanter Forschungs- und Diskussionsergebnisse ist ein weiteres wichtiges Ziel. Im Vordergrund der Arbeit steht die Interdisziplinarität der Projekte. Durch den Austausch der unterschiedlichen Fachbereiche der Frankfurt University of Applied Sciences und einem internationalen Austausch werden neue Konzepte entwickelt. Auch der Austausch von kulturellen, ökonomischen, politischen und wissenschaftlichen Perspektiven soll weitere Erkenntnisse hervorbringen und zur Diskussion stellen.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Frankfurt University of Applied Sciences, Center for Applied European Studies, Felizia Hoffmann, Telefon: +49 69 1533-3364, E-Mail: info@caes.fra-uas.de


Weitere Informationen:

http://www.frankfurt-university.de/caes


Bilder

Grünen-Europapolitiker Reinhard Hans Bütikofer
Grünen-Europapolitiker Reinhard Hans Bütikofer

©European Union 2021/EP/Alain Rolland

Chinaexperte Prof. Dr. Thomas Heberer von der Universität Duisburg-Essen
Chinaexperte Prof. Dr. Thomas Heberer von der Universität Duisburg-Essen

©Heberer


Ergänzung vom 11.11.2021

Es gilt die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet: Akzeptiert wird als Coronatest-Nachweis nur ein PCR-Test, ein Antigen-Schnelltest reicht nicht aus.


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Politik, Wirtschaft
überregional
Buntes aus der Wissenschaft
Deutsch


 

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