idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
19.11.2021 13:40

Mathematik trifft Halbleitertechnologie: Entwicklung neuer und kompakter UV-C-Laser für Medizin und Biotechnologie

Torsten Köhler Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Weierstraß-Institut

    Die Leibniz-Gemeinschaft fördert das Verbundprojekt „UV-Laser - Von der Modellierung und Simulation zur Technologie (UVSimTech)“ über drei Jahre mit knapp 1 Mio. € im Rahmen des Leibniz-Wettbewerbes.

    Laser im hochfrequenten UV-Bereich („UV-C“) verfügen über ein breites Anwendungspotential bspw. in der medizinischen Diagnostik oder der Krebsforschung. Aktuelle UV-C-Laser-Systeme sind jedoch sehr voluminös, kurzlebig und erfordern einen hohen Wartungsaufwand. Ein neuartiges Konzept für die Entwicklung robuster UV-C Laserdioden in kompakter Bauart soll nun einen Paradigmenwechsel bewirken. Davon profitieren wichtige Gebiete der Lebenswissenschaften und Medizin, wie hochauflösende Mikroskopie oder schnelle optische Analyse.

    Durch die Kombination aus mathematischer Modellierung, Simulation und Experimenten werden Probleme solcher UV-C Laserdioden identifiziert und ihre technologische Reife vorangetrieben. Ziel ist die Entwicklung einer elektrisch gepumpten Halbleiterlaserdiode auf Basis von Aluminiumgalliumnitrid (AlGaN) für kohärente Emission im UV-C-Spektralbereich.

    Das UVSimTech-Konsortium verbindet die multidisziplinäre Expertise des Berliner Weierstraß-Instituts (WIAS) zur mathematischen Modellierung und Simulation komplexer Halbleiterlaser sowie des Instituts für Elektromagnetische Felder der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit materialwissenschaftlichem Know How. Dieses kommt vom Berliner Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) und vom Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH, ebenfalls in Berlin) sowie den Expertinnen und Experten für UV-Photonik der TU Berlin. Die Gutachter würdigten, neben der Bedeutung der Projektziele, insbesondere die hervorragende Zusammensetzung des Konsortiums sowie die wissenschaftliche Stärke der beteiligten Partner in ihren jeweiligen Gebieten. Projektkoordinator Dr. Thomas Koprucki (WIAS) unterstreicht: „Mit UVSimTec wollen wir ein kollaboratives interdisziplinäres Netzwerk schaffen, um durch Bündelung der komplementären Expertise die Herausforderungen von UV-C Laserdioden zu meistern.“


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Thomas Koprucki
    Weierstraß-Institut für Angewandte Anlysis und Stochastik, Leibniz-Institut im Forschungsverbund Berlin e.V.
    Tel.: 030 20372-508
    E-Mail: koprucki@wias-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Elektrotechnik, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


    Aufbau einer kantenemittierenden UV-C-Laserdiode


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).