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25.11.2021 14:05

Sonderforschungsbereich „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“ wird weiter gefördert

Philipp Jarke Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
SFB 1342 "Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik"

    Die Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert die Förderung des Forschungsverbundes um weitere vier Jahre bis Ende 2025. Die Fördersumme beträgt insgesamt knapp 15 Millionen Euro

    Der Sonderforschungsbereich 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“, bei dem die Universität Bremen federführend ist, kann seine Arbeit fortsetzen. Der Bewilligungsausschuss für Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat am 24. November entschieden, den SFB 1342 für vier weitere Jahre mit insgesamt knapp 15 Millionen Euro zu fördern. Die zweite Förderphase beginnt am 1. Januar 2022.

    „Ich freue mich sehr über den großen Erfolg unserer Universität und ihrer Partnerinstitutionen“, sagt der Rektor der Universität Bremen, Professor Bernd Scholz-Reiter. „Sonderforschungsbereiche gehören zu den größten und bedeutendsten Forschungsverbünden, welche die DFG fördert. Der SFB in den Sozialwissenschaften leistet wichtige Grundlagenforschung, deren Erkenntnisse elementar sind für die Weiterentwicklung in den Bereichen Politik und Gesellschaft – und zwar auf globaler Ebene.“

    Am Sonderforschungsbereich 1342, der seine Arbeit Anfang 2018 aufgenommen hat, sind neben dem SOCIUM als Ankerinstitut weitere Forschungsinstitute und -einrichtungen der Universität Bremen, der Jacobs University Bremen, der Universität Bielefeld und der Universität Duisburg-Essen beteiligt. In 15 Teilprojekten erforschen rund 70 Wissenschaftler*innen aus den Disziplinen Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Geographie, Jura und Informatik die weltweiten Entwicklungen staatlich verantworteter Sozialpolitik. Dabei werden die Länder des Globalen Südens systematisch mit einbezogen.

    Kernfrage: Wer profitiert von sozialer Sicherung und in welchem Umfang?

    Bislang hat sich der SFB 1342 auf die Analyse der nationalen, internationalen und transnationalen Wirkungsmechanismen konzentriert, die die Einführung sozialer Sicherungssysteme und deren Ausgestaltung weltweit entscheidend beeinflusst haben. „Die Kernaufgabe in den kommenden vier Jahren wird nun die Untersuchung der Inklusivität und des Leistungsumfangs staatlicher Sozialpolitik sein. Kurz gesagt geht es um die Frage: Wer profitiert von sozialer Sicherung und in welchem Umfang?“, erläutert der Sprecher des SFBs, Professor Herbert Obinger.

    Der SFB 1342 wird in der zweiten Förderphase aus zwei Projektbereichen bestehen: Die sechs Teilprojekte des Bereichs A untersuchen die Dynamiken verschiedener Sozialpolitikfelder in globaler und historischer Perspektive; makro-quantitative Analysen werden dabei um einzelne Länderstudien ergänzt. Die acht Teilprojekte des Bereichs B führen für ausgewählte Länder/Regionen und bestimmte Sozialschutzprogramme Fallstudien und Ländervergleiche durch; der Schwerpunkt liegt auf qualitativen Untersuchungen, die durch quantitative Analysen ergänzt werden.

    In einem Informationsinfrastruktur-Projekt wird das Global Welfare State Information System (WeSIS) weiterentwickelt. Wie in Förderphase eins werden alle erhobenen Forschungsdaten in das webbasierte, interaktive Informationssystem eingespeist. WeSIS wird voraussichtlich 2024 für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Dann können Forschungseinrichtungen und die allgemeine Öffentlichkeit weltweit alle in WeSIS gespeicherten Daten kostenlos für nicht-kommerzielle Zwecke nutzen.

    Die beteiligten Forschungsinstitute und -einrichtungen im Überblick

    SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, Universität Bremen
    Institut für Interkulturelle und Internationale Studien, Universität Bremen
    Arbeitsgruppe Informationsmanagement, Universität Bremen
    Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
    Institut für Arbeit und Wirtschaft, Universität Bremen
    Institut für Geographie, Universität Bremen
    Institut für Geschichtswissenschaft, Universität Bremen
    Zentrum für Europäische Rechtspolitik, Universität Bremen
    China Global. Center for the Study of China and Globalization, Jacobs University Bremen
    Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik, Universität Duisburg-Essen
    Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld


    Weitere Informationen:

    http://www.socialpolicydynamics.de Webseite des SFB 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Politik
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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