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29.11.2021 18:11

„Sind Städte Klimapioniere?“ - Neue Ausgabe des Magazins IRS aktuell beleuchtet Rolle von Städten in der Klimapolitik

Dr. Felix Müller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS)

    Wer treibt Klimapolitik voran? Nach dem Gipfel von Glasgow und nach dem Abschluss des Ampel-Koalitionsvertrages stellt sich diese Frage erneut dringlich. Oft werden Städte und Stadtstaaten als Klimapioniere gehandelt, die dort neue Standards setzen, wo nationale Regierungen sich schwertun, etwa im Verkehrsbereich. Das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) forscht seit Jahren zur räumlichen Organisation der Energiewende und zu klimapolitischer Steuerung. In Ausgabe 97 seines Magazins „IRS aktuell“ berichtet das Institut nun über Ergebnisse seiner Forschung zur Rolle von Städten in der Klimapolitik. Das Magazin erscheint online und als Print und ist kostenlos beziehbar.

    Das Magazin für raumbezogene Sozialforschung „IRS aktuell“ erscheint zwei- bis dreimal im Jahr. Es richtet sich an Interessierte in Medien, Planung, Politik und Öffentlichkeit und informiert über Forschungsergebnisse zur Raumentwicklung, etwa zur Digitalisierung in ländlichen Räumen oder zu sozial-räumlicher Polarisierung. Die aktuelle Ausgabe fasst neue Erkenntnisse zu klimapolitischer Aktivität in Städten zusammen. Dabei nimmt sie auch die Fragen in den Blick, welche Rolle die Zivilgesellschaft und Bewegungen wie Fridays4Future spielen, wie unterschiedliche Ebenen - von europäisch bis lokal - in der Klimapolitik zusammenwirken, und wie sich Klimaschutz- und Klimaanpassungsaktivitäten in Städten zu denen in suburbanen und ländlichen Räumen verhalten. Die Beiträge enthalten Kontaktangaben zu Forschenden und zahlreiche Verweise auf Publikationen und weitere Online-Angebote. Die Titelbeiträge im Überblick:

    Städtische Klimapolitik zwischen alten Industrien und neuen Allianzen

    Städte gelten als Pioniere der Klimapolitik. Doch entspricht dieses Image der Realität, oder trifft es in Wahrheit nur auf wenige, wohlhabende Metropolen zu? Zwei Forschungsprojekte am IRS haben die klimapolitischen Aktivitäten von Städten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Es gibt viele unterschiedliche Positionierungen, und alte Ungleichgewichte bestehen fort. Doch gesellschaftlicher Druck hat gerade in den letzten Jahren fast überall etwas bewegt.

    Klimapolitische Steuerung: (Nicht nur) auf die Bundesländer kommt es an

    Auf welcher Ebene findet Klimapolitik statt? Sind Städte die Treiber oder setzen sie nur Vorgaben um, die auf höherer Ebene beschlossen werden? Tatsächlich wirkt eine Kombination beider Mechanismen – und vieler weiterer, die zwischen diesen Extrempolen liegen. Neben der EU- und der Bundesebene sind in Deutschland besonders die Bundesländer einflussreiche Akteure, die vielfältige – und unterschiedlich ambitionierte – Antworten auf den Klimawandel finden. Städte stehen klimapolitisch wiederum mit allen Ebenen, von regional bis europäisch, in Kontakt.

    Verkehrswende in Suburbia?

    Der Verkehrs- und Logistikbereich ist ein Sorgenkind des Klimaschutzes. Für eine spürbare Verringerung seiner Treibhausgasemissionen werden neue, nachhaltige Konzepte benötigt, die über individuelle E-Mobilität hinausgehen und wirksam Verkehrsströme reduzieren. Solche Konzepte werden aber bislang hauptsächlich im Kontext städtischer Zentren diskutiert; suburbane und ländliche Räume werden zu wenig beachtet. Ein Projektverbund unter Beteiligung des IRS hat deshalb in einem urbanen und einem suburbanen Quartier vergleichend untersucht, unter welchen Bedingungen Menschen neuartige Lösungen in Stadtlogistik und Verkehr akzeptieren und nutzen.

    „Es geht um Machtkonflikte, nicht um Stadt-Land-Konflikte“

    Die postfossile Transformation erfordert massive Investitionen in Infrastrukturen und neue Produk­tions­kapazitäten. Oft treffen solche Investitionsprojekte auf Widerstände. Die so entstehenden Konflikte müssen im Rahmen von Planungsverfahren bearbeitet werden. Die Soziologin Eva Eichenauer und der Stadtplaner Manfred Kühn erforschen am IRS – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Planungskonflikte rund um transformative Projekte. Im Gespräch mit IRS aktuell diskutieren sie, wie mit Konflikten produktiv umgegangen werden kann, und welche räumlichen Dimensionen Planungs­konflikte haben.

    Die Online-Ausgabe erscheint am 30. November 2021. Die Printausgabe wird im Dezember an Abonnenten versandt. Sie kann unter der Mailadresse kontakt[at]leibniz-irs.de kostenlos bezogen und abonniert werden.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Wolfgang Haupt
    Tel. 03362 793 187
    wolfgang.haupt[at]leibniz-irs.de


    Originalpublikation:

    IRS aktuell, Magazin für raumbezogene Sozialforschung, Ausgabe 97 (Dezember 2021): „Sind Städte Klimapioniere?“ Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung. Erkner
    https://leibniz-irs.de/fileadmin/user_upload/IRS_Aktuell/97/irs-aktuell-97-web.p...


    Weitere Informationen:

    https://leibniz-irs.de/medien/irs-aktuell/sind-staedte-klimapioniere


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Bauwesen / Architektur, Gesellschaft, Politik, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Titelblatt IRS aktuell 97


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