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08.04.2004 10:54

Drei Institute der Universität präsentieren ihre Forschung auf der Hannover Messe

Dr. Stefanie Beier Referat für Kommunikation und Marketing
Leibniz Universität Hannover

    Ein neues Seilsäge-System, ein neues Verfahren für pneumatischen Transport von Nanopartikeln und ein 3D-Laserscanner - drei Entwicklungen von Instituten der Universität Hannover sind auf Hannover Messe (19. bis 24. April 2004) zu sehen. Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen, das Institut für Verfahrenstechnik und das Institut für Systems Engineering präsentieren ihre Forschungsergebnisse auf dem Gemeinschaftsstand "Innovationsland Niedersachsen" in Halle 18, 1. Obergeschoss.

    Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW)
    Seilsäge-System für den Einsatz in der Gesteinsbearbeitung

    Seilsäge-Systeme kommen vor allem dort zum Einsatz, wo der Faktor Zugänglichkeit eine wesentlich größere Rolle spielt als die Genauigkeit, etwa bei der Gewinnung von Steinblöcken im Steinbruch oder bei punktuellen Abbrucharbeiten. Dem Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen ist es in Zusammenarbeit mit zwei mittelständischen Unternehmen gelungen, eine modularisierte Seilsäge zu entwickeln, die nicht nur von einer Person transportiert, aufgebaut und bedient werden kann, sondern auch durch einen neuartigen Elektro-Antrieb und ein deutlich dünneres Diamant-Sägeseil einen flexibleren, präziseren und günstigeren Einsatz möglich macht. Das IFW und die beteiligten Firmen CEDIMA und F. Koller & Sohn haben für diese Entwicklung den renommierten Innovationspreis des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V.) erhalten.

    Kontakt: Dipl.-Ing. Martin Lünemann, Tel. 0511/762-4910
    E-Mail: luenemann@ifw.uni-hannover.de

    Institut für Verfahrenstechnik (IFV)
    Transportverluste von Nanopartikeln minimieren: Ein neues Verfahren zur industriellen Anwendung

    Nanopartikel sind Teilchen mit einem Durchmesser von weniger als einem Mikrometer - aber sehr vielseitig. Anwendung finden sie unter anderem in der Kosmetikindustrie oder in der Tumortherapie, vor allem aber in der Oberflächenbeschichtung. Erzeugt werden sie in der Regel durch Desublimation, d.h. durch sehr schnelles Abkühlen aus der Gasphase. Anschließend werden die Partikel in Rohrleitungen gekühlt, wobei so genannte thermophoretische Kräfte dafür sorgen, dass Partikel an der Rohrwand abgeschieden werden. Um diesen Verlust zu minimieren hat das IFV ein Verfahren entwickelt, bei dem die Partikel zuerst elektrisch aufgeladen werden. Ein, längs der Transportstrecke gespannter, elektrisch leitender Draht und eine zwischen Rohrwand und Draht angelegte Spannung sorgen dafür, dass auf die Partikel eine elektrische Kraft in Richtung Rohrmitte wirkt. Die Partikelabscheidung wird somit deutlich vermindert, die Qualität des Produkts verbessert sich und Produktionskosten sinken.

    Kontakt: Dipl.-Ing. Lars Reime, Tel. 0511/762-3820
    E-Mail: reime@ifv.uni-hannover.de

    3D-Laserscanner - Umgebungserfassung in der Automatisierungstechnik
    Institut für Systems Engineering (ISE)

    Die visuelle Erfassung von Umgebungsinformationen ist ein zentraler Bestandteil der Automatisierungstechnik. Die dabei häufig eingesetzte Kameratechnik setzt Anpassung des Arbeitsfeldes an die "Sehgewohnheiten" einer Kamera voraus. Der vom Institut für Systems Engineering entwickelte Laserscanner bietet den Vorteil ein robusten Umgebungserfassung. Die verwendete Messtechnik basiert auf einem 2D-Lasersensor, der bereits in der Automatisierungstechnik eingesetzt wird. Der vom ISE entwickelte ScanDrive versetzt den Laser in eine kontinuierliche Drehbewegung und ermöglicht so dreidimensionale Aufnahmen. Die Auswertung über einen
    integrierten PC mit einem Echtzeitbetriebssystem ist die Voraussetzung für eine korrekte Auswertung, da die zeitliche Zuordnung der unterschiedlichen Sensorinformationen eine fehlerfreie Abbildung der realen Szene möglich macht. Zeitgleich wird eine Interpretation und Klassifizierung des Messdaten vorgenommen. Dies macht den 3D-Laserscanner zu einem intelligenten Sensor.

    Kontakt: Dr.-Ing. Christian Brenneke, Tel.0511/762-5515
    E-Mail:brenneke@rts.uni-hannover.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Informationstechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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