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01.02.2022 17:16

Lösungen für eine ethische Digitalisierung: Expert*innen diskutieren Forschungsergebnisse mit Bundespräsident Steinmeier

Frederik Efferenn Wissenschaftskommunikation
Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

    Am 07. Februar 2022 nimmt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue den Ergebnisbericht des Forschungsprojekts „Ethik der Digitalisierung – von Prinzipien zu Praktiken” entgegen. Der Bericht zeigt, warum die Digitalisierung aller Lebensbereiche im globalen Kontext fairer gestaltet werden muss und wie Menschen ermächtigt werden können, ihre Rechte auch online durchzusetzen. Verfolgen sie die Veranstaltung mit Panel-Diskussion und Fragerunde im Livestream.

    Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Steinmeier und Förderung der Stiftung Mercator hat ein globales Netzwerk aus Forschungsinstituten im Verlauf von zwei Jahren nachgewiesen, wie der digitale Wandel unter ethischen Maßstäben bewältigt werden kann. Internationale Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben unter unter anderem wegweisende Antworten auf folgende Fragen entwickelt: wie kann Diskriminierung durch Algorithmen vermieden, Online-Bildung für alle zugänglich gemacht und digitale Souveränität in Zeiten mächtiger Plattform-Unternehmen erreicht werden? Die einzelnen Wissenschaftsformate wurden vom Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) koordiniert und mit weiteren Partnerinstitutionen des Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) durchgeführt.

    “Um tatsächlich von Prinzipien zu konkreten Praktiken zu kommen, braucht es spezielle Formate, in denen interdisziplinär und interkulturell zusammengearbeitet werden kann”, sagt Wolfgang Schulz, Forschungsdirektor des HIIG. Ihm zufolge ist internationale Zusammenarbeit der Schlüssel, nicht nationale Alleingänge. Auch Matthias C. Kettemann, wissenschaftlicher Co-Leiter des Projekts am HIIG, betont: “Die Vielfalt der Herausforderungen macht es der Politik schwer, kohärente Antworten zu finden und diese umzusetzen.” Daher seien die Forschungsergebnisse des Projekts wichtige Impulse, um die wechselbezüglichen Rollen von Regierungen und Technologiedienstleistenden als neue Gesetzgeber zu verstehen. Nur so könnten die Grundlagen der Demokratie erhalten bleiben, individuelle sowie kollektive Freiheitsrechte bewahrt werden und die Hoheit über die eigenen Daten als Beitrag zur souveränen Internetnutzung anerkannt werden.

    Am 07. Februar 2022 können Interessierte über www.bundespraesident.de den Livestream ab 10:30 Uhr auf Deutsch oder in der englischsprachigen Simultanübersetzung verfolgen. Fragen für das Diskussionspanel können am Veranstaltungstag unter dem Livestream gestellt werden.

    Veranstaltungsablauf:

    10:30 – Begrüßung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

    10:45 – Präsentation des Ergebnisberichts

    11:00 – Reaktion durch die Stiftung Mercator

    11:05 – Diskussions-Panel & Fragen aus dem Publikum

    11:50 – Abschlussworte

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    Über das Forschungsprojekt:

    Unter dem Dach des Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) wird das Forschungsprojekt „Ethik der Digitalisierung – Von Prinzipien zu Praktiken” von der Stiftung Mercator gefördert. Neben dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft arbeiten das Berkman Klein Center an der Harvard University (BKC), der Digital Asia Hub (DAH) und das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) als Projektpartner mit. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist Schirmherr des Projekts.

    Den Kern des Projekts bilden interdisziplinäre und internationale Research Sprints und Clinics, in deren Rahmen internationale Expert*innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft fächerübergreifend gemeinsame Antworten auf ethische Fragen der Digitalisierung erarbeiten. Darüber hinaus bieten die Sprints und Clinics den Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, sich untereinander sowie mit hochrangigen Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu vernetzen.

    Über das HIIG:

    Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) erforscht die Entwicklung des Internets aus einer gesellschaftlichen Perspektive, um die damit einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche besser zu verstehen. Als erstes Forschungsinstitut in Deutschland mit einem Fokus auf Internet und Gesellschaft hat das HIIG ein Verständnis erarbeitet, das die Einbettung digitaler Innovationen in gesellschaftliche Prozesse betont. Basierend auf dieser transdisziplinären Expertise und als Teil des Global Network of Interdisciplinary Internet & Society Research Centers will das HIIG eine europäische Antwort auf den digitalen Strukturwandel entwickeln.

    Über das NoC:

    Das Global Network of Internet and Society Research Centers (NoC) ist eine weltweite Initiative akademischer Institutionen mit Schwerpunkt auf interdisziplinärer Forschung zu Internet und Gesellschaft. Ziel der Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Zentren zu stärken, um den länder- und fächerübergreifender Austausch zu den drängendsten Fragen im Zusammenhang mit den neuen Technologien zu fördern.

    Über die Stiftung Mercator:

    Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige Stiftung, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung handelt. Sie strebt mit ihrer Arbeit eine Gesellschaft an, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet. Um diese Ziele zu erreichen, fördert und entwickelt sie Projekte, die Chancen auf Teilhabe und den Zusammenhalt in einer diverser werdenden Gesellschaft verbessern. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa will die Stiftung Mercator durch ihre Arbeit stärken, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Demokratie und Gesellschaft thematisieren und den Klimaschutz vorantreiben. Die Stiftung Mercator engagiert sich in Deutschland, Europa und weltweit. Dem Ruhrgebiet, Heimat der Stifterfamilie und Stiftungssitz, fühlt sie sich besonders verbunden.

    Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Ansprechpartner bei Fragen zum Forschungsprojekt
    Frederik Efferenn | Tel. +49 30 200 760 82 | presse@hiig.de

    Akkreditierungen für die Veranstaltung sind möglich über die Pressestelle des Bundespräsidialamts.


    Weitere Informationen:

    https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Termine/DE/Frank-Walter-Steinmeier/20... – Livestream und Akkreditierung
    https://www.hiig.de/events/abschluss-ethik-der-digitalisierung/ – Eventübersicht
    https://www.hiig.de/project/ethik-der-digitalisierung/ – Forschungsprojekt
    https://www.hiig.de/wp-content/uploads/2022/02/Ethik-der-Digitalisierung-Forschu... – Broschüre mit Forschungsübersicht


    Bilder

    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung: Ethik der Digitalisierung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Politik
    überregional
    Forschungsprojekte, Pressetermine
    Deutsch


     

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