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02.03.2022 15:01

Forschung zum Dialog der Religionen: Neuer Nikolaus Cusanus-Lehrstuhl für Theologie der Religionen

Heike Bräuer Kommunikation, Marketing und Veranstaltungsmanagement
Humboldt-Universität zu Berlin

    Einrichtung und Besetzung des Lehrstuhls am Zentralinstitut für Katholische Theologie (IKT) mit Professor Felix Körner SJ

    Mit der Einrichtung des Nicolaus Cusanus-Lehrstuhls für Theologie der Religionen und dessen Besetzung mit Prof. Dr. Dr. Felix Körner SJ wächst das Zentralinstitut für Katholische Theologie (IKT) der Humboldt-Universität nicht nur personell. Mit Felix Körner SJ gewinnt das IKT einen international angesehenen Gesprächspartner und Experten im Bereich des interreligiösen Dialogs. Professor Felix Körner wird für fünf Jahre berufen.

    „Die Berufung von Professor Körner bietet für die Humboldt-Universität die Chance zur weiteren Profilierung der Theologien. Zugleich eröffnen sich neue Möglichkeiten, dass sich Diskurse der Religionen und Konfessionen gesellschaftlich und wissenschaftspolitisch hier in Berlin und darüber hinaus weiter vernetzen“, sagt Prof. Dr. Georg Essen, Institutsdirektor des IKT.

    Zur Person

    Felix Körner SJ ist Jesuitenpater, studierte Philosophie, Islamkunde, Turkologie und Katholische Theologie mit dem Schwerpunkt Systematische Theologie. Seiner Promotion zum Dr. phil. (2005), mit dem Titel Revisionist Koran Hermeneutics in Contemporary Turkish University Theology. Rethinking Islamfolgte die Promotion zum Dr. theol. im Jahr 2007, erschienen als Kirche im Angesicht des Islam. Theologie des Interreligiösen Zeugnisses. 2009 habilitiert er in Fundamentaltheologie und Theologie der Religionen. Von 2002 bis 2008 hat er in Ankara gelebt und von 2008 bis 2019 an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Dogmatik und Theologie des interreligiösen und ökumenischen Dialogs unterrichtet.

    Nikolaus Cusanus

    Nikolaus von Kues – Cusanus genannt – (1401–1464) zählt zu den ersten deutschen Humanisten und bedeutendsten Philosophen des 15. Jahrhunderts. Als Theologe setzte er sich Zeit seines Lebens für die Einheit und innere Erneuerung der Kirche ein. Zugleich wird er als Mystiker und origineller philosophischer Kopf gesehen. Ungewöhnlich für seine Zeit, beschäftigte sich auch mit dem Islam, erforschte den Koran und verschriftlichte seine Gedanken zu einem Frieden zwischen den Religionen.

    Interreligiöse Verständigung ist Programm am IKT

    Wie es am IKT bereits einen religionsphilosophischen Lehrstuhl gibt, der nach Romano Guardini, einem katholischen Vorreiter religionsphilosophischer Auseinandersetzungen, benannt ist, so trägt auch der zweite Stiftungslehrstuhl des IKT einen Namen, der Programm ist: Cusanus wollte vom „religious other“ lernen durch Forschung und Begegnung. Er wagte theologische Interaktion, um seine eigene Tradition neu zu erschließen, und ihn leitete eine Agenda der interreligiösen Verständigung. Denselben Herausforderungen stellt sich der neue Lehrstuhl an der Humboldt-Universität. Mit ihrer (Evangelisch-)Theologischen Fakultät sowie durch das Berliner Institut für Islamische Theologie (BIT) und IKT ist die Humboldt-Universität zu Berlin zum Pionier des wissenschaftlichen Religionsdialogs in gesellschaftlicher Verantwortung geworden.

    Kontakt

    Anne Blankenburg
    Zentralinstitut für Katholische Theologie
    Humboldt-Universität zu Berlin
    Tel.: 030 2093-99086
    anne.blankenburg@hu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Religion
    überregional
    Personalia, Studium und Lehre
    Deutsch


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