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16.03.2022 00:31

Stärkung der IGF entspricht Empfehlungen der EFI – und macht fit für die Zukunft

Frauke Frodl Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

    Expertenkommission Forschung und Innovation fordert ausreichende und verlässliche finanzielle Mittel für Förderung von Forschung und Innovation
    Evaluationstudie des Bundwirtschaftsministeriums: Industrielle Gemeinschaftsforschung ist ein effektives Programm der Innovationsförderung

    Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) überreichte ihr aktuelles Jahresgutachten am 9. März 2022 an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger. Das Gutachten nimmt insbesondere zu forschungs- und innovationspolitischen Vorhaben der Ampel-Koalition Stellung.

    Darin empfiehlt die Expertenkommission unter anderem, das Projektträger-Modell weiter zu optimieren. Die Gründung einer Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) sieht die EFI dagegen mit Skepsis. „Agenturen sind kein Allheilmittel“, erklärte der Vorsitzende der EFI, Professor Uwe Cantner. Die der DATI zugedachten Aufgaben deckten sich in weiten Teilen mit denen, für die die Projektträger zuständig sind. Vorrangig müsse der Transfer in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendung verstärkt in den Fokus gerückt werden.

    BMWK-Evaluationstudie: IGF effektives Programm der Innovationsförderung

    Genau diesen Transfer gewährleiste die weltweit einmalige Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) in besonders effizienter Weise, so der Hauptgeschäftsführer der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., Dr.-Ing. Thomas Kathöfer. Er begrüßte die Empfehlung der EFI und erklärte: „Angesichts der stark gesunkenen Innovatorenquote im deutschen Mittelstand und der enormen Herausforderungen, vor denen Wirtschaft und Gesellschaft in den Bereichen Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung, KI usw. stehen, ist gerade der Transfer weiter zu stärken. Eine jüngst abgeschlossene Evaluation der IGF hat zum wiederholten Mal bestätigt, dass mit der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten vorwettbewerblichen und themenoffenen IGF ein äußerst wirkungsvolles Programm zur Erschließung von Innovationspotenzialen bei der Technologie- und Produktentwicklung vorhanden ist. Technologische Trends werden dabei nicht nur von AiF-Mitgliedern, die die IGF umsetzen, initiiert, sondern auch wirkungsvoll über das einzigartige Netzwerk der AiF im Mittelstand verbreitet. Die prioritäre Handlungsempfehlung in der Evaluationsstudie, die Anfang Januar 2022 vom BMWK veröffentlicht wurde, lautet deswegen, dieses effektive Förderprogramm mit seinen klar erkennbaren Alleinstellungsmerkmalen in der deutschen (und europäischen) Förderlandschaft fortzuführen.“ Gemäß dieser Evaluationsstudie würdigten nahezu alle befragten Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Unterstützung durch den erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer und den erleichterten Zugang zu praxisorientierten Forschungsergebnissen durch die IGF.

    „Zudem“, so Kathöfer, „leisten die IGF-Vorhaben auch einen signifikanten Beitrag zur Fachkräftesicherung und tragen somit dazu bei, eines der bedeutendsten Innovationshemmnisse im Mittelstand abzubauen“. Über 80 Prozent der Forschungsvereinigungen und -einrichtungen betonten die Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern innerhalb des Förderprogramms als positiven Effekt.

    EFI: „Ausreichende und verlässliche finanzielle Mittel für Förderung von Forschung und Innovation“

    Vor dem Hintergrund der dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise auch auf den deutschen Mittelstand und der durch die aktuelle politische Lage bevorstehenden wirtschaftlichen Folgen befürwortet die AiF die von der EFI in ihrem Gutachten geforderte Bereitstellung „ausreichender und verlässlicher finanziellen Mittel für die Förderung von Forschung und Innovation“ durch die Bundesregierung. Die AiF unterstützt mit ihrem Netzwerk die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

    Im Jahr 2021 stellte das BMWK für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit. Der Bedarf an IGF-Mitteln ist jedoch wesentlich höher, wie aktuelle Antragszahlen bestätigen: Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegt der Antragseingang um 100 Prozent höher. „Dies zeigt“, so Kathöfer, „der Mittelstand stellt sich den Herausforderungen und will sich für die Zukunft fit machen. Darin sollte er unterstützt werden“.

    Über die AiF

    Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

    Pressekontakt
    AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215


    Weitere Informationen:

    https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Industrie/industrielle-gemeinscha...
    https://www.e-fi.de/fileadmin/Assets/Gutachten/2022/EFI_Gutachten_2022.pdf


    Bilder

    Prof. Dr. Till Requate, Prof. Dr. Irene Bertschek (zugeschaltet), Prof. Dr. Katharina Hölzle, Prof. Dr. Uwe Cantner, Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, Prof. Dr. Holger Bonin, Prof. Dr. Carolin Häussler (v.l.)
    Prof. Dr. Till Requate, Prof. Dr. Irene Bertschek (zugeschaltet), Prof. Dr. Katharina Hölzle, Prof. ...
    Hans-Joachim Rickel
    © BMBF


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Energie, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Till Requate, Prof. Dr. Irene Bertschek (zugeschaltet), Prof. Dr. Katharina Hölzle, Prof. Dr. Uwe Cantner, Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, Prof. Dr. Holger Bonin, Prof. Dr. Carolin Häussler (v.l.)


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