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12.04.2022 11:09

Stifterverband: Neue Transfer-Agentur ermöglicht Innovationen durch neue Formen der Zusammenarbeit

Peggy Groß Kommunikation
Stifterverband

    Statement des Generalsekretärs des Stifterverbandes, Volker Meyer-Guckel, zu den Eckpunkten der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation

    Berlin, 12.04.2022. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Eckpunkte zur bereits im Koalitionsvertrag angekündigten Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) vorgestellt. Demnach wird die neue bundesweite Agentur insbesondere regionale Akteure beim Aufbau von Kooperationen und der Entwicklung eines Innovationsökosystems unterstützen. Mit der DATI soll der Transfer von Wissen und Technologien aus den Hochschulen in die Anwendung gefördert werden. Der Stifterverband begrüßt grundsätzlich die Initiative der Bundesregierung. Noch sind zahlreiche Detailfragen offen, die im Dialog mit relevanten Akteuren geklärt werden sollen. Wichtig ist aber, dass die Bundesregierung sich auf den Weg gemacht hat und in den Regionen Räume schafft, in denen wissenschaftliche Expertise und Unternehmertum experimentell und unbürokratisch zusammenkommen.

    „Mit der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation gibt es die Chance, Regionen zu stärken und durch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittleren Hochschulen und Unternehmen Innovationen zu ermöglichen“, erklärt Volker Meyer-Guckel, Generalsekretär des Stifterverbandes, zur Vorstellung des DATI-Konzepts. „Das ist ein wichtiger Schritt, um Transformation angepasst an die jeweiligen regionalen Herausforderungen gestalten zu können und den Innovationsstandort Deutschland insgesamt zukunftsfähig zu machen.“

    Studien des Stifterverbandes zeigen: Die Dynamik in der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen lässt im Verhältnis zu anderen Drittmittelgebern wie Bund oder Deutscher Forschungsgemeinschaft seit Jahren nach. Die Drittmittel aus der Wirtschaft machten im Jahr 2020 nur noch 16,8 Prozent aller Drittmittel an Hochschulen aus. Im Jahr 2009 waren es noch 22,9 Prozent.

    „Die Wirtschaft muss wieder ein bedeutenderer Forschungspartner für Hochschulen werden. Die neue Agentur kann hier einen vielversprechenden Beitrag leisten“, so Meyer-Guckel. „Viele bestehende Förderprogramme sind zu aufwändig in der Antragsstellung, lassen weniger Spielräume für Anpassungen im laufenden Forschungsprozess und unterstützen nicht bei der Anbahnung von Kooperationen. Deshalb ist es so wichtig, dass die neue Transfer-Agentur genau hier ansetzt und selbst zu einem Experimentierraum wird. Sie kann schneller und flexibler agieren und den Unternehmen, aber auch zivilgesellschaftlichen Akteuren und kommunalen Partnern niederschwelligen Zugang zu Kooperationen eröffnen.“ Dabei sollten alle relevanten wissenschaftlichen Partner einbezogen werden.

    Um erfolgreich wirken zu können, sollte die DATI die angekündigten Freiräume konsequent nutzen und neuartige, agile Förderprogramme aufsetzen. Meyer-Guckel: „Das Thema Transfer kann durch die Einrichtung der bundesweiten Agentur eine neue Dynamik erhalten. Dieser Schwung sollte genutzt werden, um die DATI zu einem Ort ganz neuer Förderformate zu machen. Jetzt kommt es auf die konkrete Ausgestaltung der Agentur an. Dabei sollten insbesondere Defizite im bestehenden System der Förderlandschaft analysiert werden, um die Aufgaben der neuen Agentur weiter zu schärfen. Auch sollten Erkenntnisse zu Fehlern und Erfolgsfaktoren aus der Vergangenheit beim Aufbau neuer Förderstrukturen und Prozesse berücksichtigt werden, um die Erfolgschancen der DATI von Beginn an zu steigern. Aus unserer Sicht braucht es für das erfolgreiche Wirken insbesondere Brückenbauer im Innovationsbereich. Denn entscheidend wird sein, wie das Zusammenspiel aller starken Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch aus Politik und Zivilgesellschaft vor Ort funktionieren wird und wie sie das Neue der DATI herausarbeiten werden.“

    Medienkontakt:
    Peggy Groß
    Pressesprecherin des Stifterverbandes
    T 030 322982-530
    presse@stifterverband.de

    Über den Stifterverband
    Im Stifterverband haben sich rund 3.000 Unternehmen, Unternehmensverbände, Stiftungen und Privatpersonen zusammengeschlossen, um Bildung, Wissenschaft und Innovation gemeinsam voranzubringen. Mit Förderprogrammen, Analysen und Handlungsempfehlungen sichert der Stifterverband die Infrastruktur der Innovation: leistungsfähige Hochschulen, starke Forschungseinrichtungen und einen fruchtbaren Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. http://www.stifterverband.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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