idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
26.04.2022 12:19

KI-Textanalyse und nachhaltige Sicherheit: ERC fördert zwei Vorhaben der TU Darmstadt mit ERC Advanced Grants

Silke Paradowski Stabsstelle Kommunikation und Medien
Technische Universität Darmstadt

    Darmstadt, 26. April 2022. Doppelter Erfolg für die TU Darmstadt: Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat mit Professorin Iryna Gurevych und Professor Ahmad-Reza Sadeghi zwei Forschende vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt mit renommierten „ERC Advanced Grants“ ausgezeichnet. Ihre Forschungsprojekte werden mit insgesamt fünf Millionen Euro gefördert.

    Die ERC Advanced Grants werden vom Europäischen Forschungsrat an Forschende aus allen Disziplinen vergeben. Zielgruppe sind etablierte, aktive Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer herausragenden wissenschaftlichen Leistungsbilanz. In der aktuellen Runde wurden 253 Grants vergeben, 1.735 Anträge waren eingereicht worden.

    Projekt „InterText“
    In dem Forschungsvorhaben von Professorin Iryna Gurevych sollen über fünf Jahre KI-Methoden entwickelt werden, die die Analyse von Texten und ihren Beziehungen wie Widersprüchen, Übereinstimmungen oder Kommentaren ermöglichen. Dafür entwickelt das Projekt neuartige, auf dem Deep-Learning-Transformer basierende Methoden, die neben den eigentlichen Texten auch ihre Struktur mit Überschriften, Abschnitten, etc. berücksichtigen. Trotz allgegenwärtiger Informationsflut soll die neue Technologie den Nutzenden eine effiziente Auswertung komplexer Informationen zu einem bestimmten Thema verschaffen, um beispielsweise Falschnachrichten zu überprüfen.

    Weitere Informationen: https://tinyurl.com/m6rs4xzs

    Projekt „HYDRANOS“
    Durch einen neuen radikalen Ansatz soll mit Hilfe des Projekts HYDRANOS von Professor Ahmad-Reza Sadeghi nachhaltige Sicherheit für Computersysteme verwirklicht werden. Dazu sollen sicherheitskritische Komponenten in der Hardware, konkret im System-on-Chip (SoC), rekonfigurierbar werden, während die anderen Komponenten statisch bleiben wie üblich. Somit können die sicherheitsrelevanten Einheiten vor allem gegen zukünftige Angriffe adaptiv direkt in der Hardware angepasst und gepatcht werden.

    Weitere Informationen: https://tinyurl.com/38x3bzbc

    Die Ausgezeichneten

    Iryna Gurevych ist die erste LOEWE-Spitzenprofessorin des Landes Hessen, Vizepräsidentin der Association for Computational Linguistics (ACL), Gründungsmitglied des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) sowie W3-Professorin am Fachbereich Informatik und Gründerin und Leiterin des Ubiquitous Knowledge Processing Lab der TU Darmstadt. Sie promovierte 2001 an der Universität Duisburg-Essen in Computerlinguistik und war Postdoktorandin am European Media Lab in Heidelberg. 2006 wechselte sie an die TU Darmstadt, wo sie zunächst als Gruppenleiterin und Assistenzprofessorin und seit 2009 als W3-Professorin tätig war und ist. Im Rahmen ihrer Arbeit wurde sie mit einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe und einer Lichtenberg-Professur ausgezeichnet.

    Ahmad-Reza Sadeghi ist Professor für Informatik an der TU Darmstadt und Leiter des System Security Lab. Seit 2012 hat er eine langfristige Forschungskooperation mit Intel aufgebaut. Daraus sind bereits mehrere Sonderforschungsbereiche zu verschiedenen Themen wie Secure Computing in Mobile and Embedded Systems, Autonomous and Resilient Systems und Private AI entstanden. Zudem ist er Mitinitiator und Mitorganisator des weltweit größten Hardware-Sicherheitswettbewerbs HACK@Event. Professor Sadeghi wurde mehrfach für seine einflussreiche Forschung auf dem Gebiet der Informations- und Computersicherheit und insbesondere der hardwaregestützten Sicherheit ausgezeichnet: Karl Heinz Beckurts-Preis (2008), ACM SIGSAC Award (2018) und Intel Academic Leadership Award (2021). Er promovierte in Informatik mit dem Schwerpunkt Kryptographie an der Universität des Saarlandes.

    Über die TU Darmstadt
    Die TU Darmstadt zählt zu den führenden Technischen Universitäten in Deutschland und steht für exzellente und relevante Wissenschaft. Globale Transformationen – von der Energiewende über Industrie 4.0 bis zur Künstlichen Intelligenz – gestaltet die TU Darmstadt durch herausragende Erkenntnisse und zukunftsweisende Studienangebote entscheidend mit.
    Ihre Spitzenforschung bündelt die TU Darmstadt in drei Feldern: Energy and Environment, Information and Intelligence, Matter and Materials. Ihre problemzentrierte Interdisziplinarität und der produktive Austausch mit Gesellschaft, Wirtschaft und Politik erzeugen Fortschritte für eine weltweit nachhaltige Entwicklung.
    Seit ihrer Gründung 1877 zählt die TU Darmstadt zu den am stärksten international geprägten Universitäten in Deutschland; als Europäische Technische Universität baut sie in der Allianz Unite! einen transeuropäischen Campus auf. Mit ihren Partnern der Rhein-Main-Universitäten – der Goethe-Universität Frankfurt und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – entwickelt sie die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main als global attraktiven Wissenschaftsraum weiter.
    www.tu-darmstadt.de

    MI-Nr. 26/2022, cst


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Sprache / Literatur
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).