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04.05.2022 16:54

Wolf und Wissen an Bord

Christoph Herbort-von Loeper M.A. Kommunikation
Leibniz-Gemeinschaft

    Leibniz-Institute mit fünf Exponaten auf dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“

    Auch im Wissenschaftsjahr 2022 - Nachgefragt! geht das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft wieder als schwimmendes Science Center auf Tour durch Deutschland.

    Dabei bringen die Leibniz-Forschungsmuseen den Wolf an Bord. Beim Exponat „Wer hat Angst vorm „bösen“ Wolf? Realitäts-Check aus der Forschung“ stehen die Rückkehr des Wolfs nach Deutschland und die Debatte darüber im Zentrum, ob sie eher ein positives Zeichen für die Erholung von Natur und biologischer Vielfalt oder eine wirtschaftliche Bedrohung für Landwirte und Schäfer durch ein viehfressendes Raubtier ist. Im Kontext des Aktionsplans Leibniz-Forschungsmuseen haben das Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum aus Frankfurt am Main, das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz und das Germanische Nationalmuseum – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte aus Nürnberg den Beitrag gemeinsam mit dem Team Aktionsplan in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft entwickelt.

    Es zeigt, wie naturwissenschaftliche und kulturhistorische Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft das Phänomen Wolf erforschen. Im Mittelpunkt steht eine eigens für die MS Wissenschaft präparierte Dermoplastik einer Wölfin, die in Sachsen Opfer eines Verkehrsunfalls wurde. Der Beitrag zeigt unter anderem, wie biologische Methoden aus Kotproben Rückschlüsse auf die Verbreitung und das Fressverhalten von Wölfen erlauben. Kulturhistorische Exponate Bilder, ein Kinderteller und eine Tierfalle aus den vergangenen 500 Jahren zeugen von einer Jahrhunderte alten Faszination der Menschen vom Wolf, die nicht zuletzt durch die Märchenfigur des „bösen Wolfs“ oder den Glauben an Werwölfe gespeist wurde. Zudem können sich die Besucherinnen und Besucher an einer Umfrage und einem Quiz zum Thema beteiligen und ihr Wissen über den Wolf testen. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Forschung des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums ein.

    Neben dem Wolfsexponat befinden sich noch vier weitere Exponate unter Beteiligung von Leibniz-Instituten an Bord:
    • Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung aus Müncheberg präsentiert mit dem Friedrich-Loeffler-Institut das gemeinsame Citizen Science-Projekt „Mückenatlas“.
    • Das Berliner Museum für Naturkunde Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung informiert über seine Sammlungsentwicklung und -erschließung.
    • Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache aus Mannheim widmet sich dem Thema „Im Sprachlabor – Wie kann man Sprache messen?“.
    • Die gemeinsame Plattform „Bürger schaffen Wissen“ von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin stellt die Frage „Welcher Citizen-Science-Typ bist du?“.

    Die Tour der MS Wissenschaft startet am 3. Mai 2022 in Berlin und führt anschließend bis Mitte September in rund 30 Städte in Deutschland. An Bord hat das 100 Meter lange Frachtschiff eine interaktive Ausstellung mit mehr als 20 Exponaten, die sich den Prozessen und Methoden von Wissenschaft anhand verschiedener Forschungsthemen nähert.

    Die MS Wissenschaft wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durch die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) realisiert. Die Ausstellung an Bord entsteht mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen mit Exponaten direkt aus der Forschung von Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft sowie aus DFG-geförderten Projekten, Hochschulen sowie weiteren Partnern. Die Ausstellung wird für Besucherinnen und Besucher ab zwölf Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei.
    Informationen zur Tour der MS Wissenschaft gibt es online unter https://ms-wissenschaft.de.

    Pressebilder sind online verfügbar unter
    http://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/presse/pressefotos

    Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft
    Christoph Herbort-von Loeper
    Tel.: 030 / 20 60 49 – 471
    Mobil: 0174 / 310 81 74
    herbort@leibniz-gemeinschaft.de

    Die Leibniz-Gemeinschaft
    Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 97 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 21.000 Personen, darunter fast 12.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei zwei Milliarden Euro.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Exponat „Wer hat Angst vorm „bösen“ Wolf? Realitäts-Check aus der Forschung“ des aktionsplans Lebniz-Forschungsmuseen auf der MS Wissenschaft 2022


    Zum Download

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    Exponat „Wer hat Angst vorm „bösen“ Wolf? Realitäts-Check aus der Forschung“ des aktionsplans Lebniz-Forschungsmuseen auf der MS Wissenschaft 2022


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