idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
20.05.2022 10:00

Weltbienentag - Sicheres Futter für Honigbienen

Harald Händel Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)

    Bundesamt weist zum Weltbienentag auf den Umgang mit Bienenfutter hin

    Honigbienen erhalten für den Aufbau ihrer Wintervorräte spezielles Bienenfutter (Sirupe oder Teige). Damit soll der durch die Imker entnommene Honig ersetzt werden. Dieses sogenannte „Einfüttern“ beginnt bereits im Sommer. Wird Bienenfutter jedoch sommerlich hohen Umgebungstemperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt, kann im Futter bienenschädliches Hydroxymethylfurfural entstehen, darauf weist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hin.

    Futtermittel für Honigbienen bestehen zu einem großen Anteil aus Einfachzuckern, die von der Biene besonders effizient verwertet werden können. Diese Einfachzucker zersetzen sich jedoch unter Wärmeeinwirkung. Ein Abbauprodukt, insbesondere von Fruchtzucker, ist Hydroxymethylfurfural (HMF). Aus aktuellen Studien geht hervor, dass hohe HMF-Gehalte im Futter für Bienen schädlich sind. Schlimmstenfalls kann dies im Winter zum Tod eines ganzen Volkes führen, wenn die Insekten mehrere Monate lang HMF aus dem in den Waben eingelagerten Futtermittel aufnehmen.

    Die Bildung von HMF in Bienenfutter lässt sich jedoch beeinflussen. Um die Gefahr zu verringern, ist es wichtig, die Produktions-, Transport- und Lagerbedingungen für Bienenfutter zu optimieren. In Zusammenarbeit von Bund und Ländern mit der Wissenschaft und Wirtschaftsverbänden wurde darauf bereits 2018 im „Merkblatt zur Vermeidung des Vorkommens von HMF in Futtermitteln für Honigbienen“ hingewiesen. Abgeleitet aus den Ergebnissen aktueller Studien wird ein Orientierungswert von maximal 60 mg HMF/kg Futtersirup zum Zeitpunkt der Auslieferung des Futters empfohlen.

    Dass dieser Orientierungswert aktuell eingehalten wird, zeigen die Ergebnisse der Futtermitteljahresstatistiken 2018 bis 2020, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aus den von den Bundesländern gemeldeten Daten erstellt. Insgesamt 116 Futtermittelproben haben die Futtermittelüberwachungsbehörden der Bundesländer risikoorientiert auf den Gehalt von HMF untersucht. Dabei wurde keine Beanstandung festgestellt.

    Allerdings kann der HMF-Gehalt auch erst wenige Wochen vor der Fütterung so stark ansteigen, dass er zu einer Gefahr für die Honigbienen wird. Händler und Imker sollten Futterzucker daher vor Temperaturen über 25 °C und direkter Sonneneinstrahlung schützen sowie eine lange Lagerdauer bei höheren Temperaturen vermeiden.


    Anhang
    attachment icon 2022 05 20 PM Bienenfuttermittel

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier / Land / Forst
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).