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24.05.2022 16:26

„Aufbrechen“ - Lesung und Gespräch mit der Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga

Lea von der Mosel Pressestelle
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

    Mittwoch, 22. Juni 2022, 19.30 Uhr
    Lichtburg Essen, Kettwiger Str. 36, 45127 Essen

    Tsitsi Dangarembga ist die bekannteste Autorin Simbabwes, Filmemacherin und Drehbuchautorin. Sie ist politische Aktivistin und gilt als eine der radikalsten Stimmen des afrikanischen Kontinents.

    Ende der 1980er Jahre wurde sie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin ausgebildet und kehrte anschließend in ihre Heimat Simbabwe zurück. Sie ist Direktorin des „Creative Arts of Progress in Africa Trust“, Gründerin und Direktorin des „International Images Film Festival for Women“ in Harare und Mitglied der Organisation „Women Filmmakers of Zimbabwe“. Tsitsi Dangarembga ist Mitglied der Internationalen Jury 2022 der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

    Ihr Debütroman „Aufbrechen“ wurde von der BBC in die Liste der 100 Bücher aufgenommen, die die Welt verändert haben. Sie wurde 2021 mit dem PEN International Award für Meinungsfreiheit und dem PEN Pinter Prize ausgezeichnet. Ebenfalls im letzten Jahr erhielt sie den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

    Der erste Teil der Trilogie „Nervous Conditions“ aus dem Jahr 1988 wurde kürzlich unter dem Titel „Aufbrechen“ (Orlanda Verlag, 2019) neu übersetzt. Darin kämpft die junge und starke Tambudzai um höhere Bildung und eine Chance, sich aus den patriarchalischen Strukturen ihres Dorfes zu befreien. Der Roman zählt für die BBC zu den 100 Büchern, „die die Welt geprägt haben“ und erhielt den Commonwealth Writers Prize.

    In „Überleben“ (Orlanda Verlag, 2021), dem dritten Teil der Trilogie, ist Tambudzai nun jenseits der Dreißig und arbeitslos. Mit wenig Geld und geringem Selbstrespekt schlägt sie sich in Harare durch. Es gelingt ihr, bei einer Witwe unterzukommen, wo sie jedoch die Übergriffe eines Mitbewohners fürchten muss. Nicht nur in ihrem Leben scheint einiges schiefgegangen zu sein. Nach der Unabhängigkeit haben Korruption, Rassenkonflikte und Willkür die Unterdrückungsmechanismen des Kolonialismus in Simbabwe fortgesetzt. Obwohl sie noch einen Job als Biologielehrerin annehmen kann, scheitert ihr Überlebenskampf; der schmerzhafte Kontrast zwischen der Zukunft, die sie sich vorgestellt hatte und ihrer Alltagsrealität treibt sie in die Verzweiflung und an einen Wendepunkt. Der Roman stand 2020 auf der Longlist zum Booker Prize.

    Der zweite Teil der Trilogie „Verleugnen“ erscheint – ebenfalls im Orlanda Verlag – im September 2022.

    REFERENTIN
    Tsitsi Dangarembga, Autorin

    MODERATION
    Antje Deistler, Journalistin und Leiterin des Literaturbüro Ruhr

    LESUNG AUS DER DEUTSCHEN ÜBERSETZUNG
    Davina Donaldson, Schauspielerin

    TEILNAHME
    Karten ausschließlich bei der Lichtburg. Entweder täglich an der Lichtburg-Kasse, oder auf der Lichtburg-Homepage.
    Eintritt: € 15,- | Schüler/Studenten/Arbeitslose (gg. Bescheinigung) € 8,-

    VERANSTALTER
    Eine gemeinsame Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft Ruhr e.V. / Literaturzeitschrift Schreibheft / Essener Filmkunsttheater / EXILE e.V. / stimmen afrikas / Literaturbüro Ruhr / FLIP – Frauenliebe im Pott (Partnerschaft mit Simbabwe) / Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) / Orlanda Verlag / und der Buchhandlung Proust.

    Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
    Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden. Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt: Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation sowie ein „Lehr-Labor“. Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im Forschungsbereich Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte. www.kulturwissenschaften.de


    Weitere Informationen:

    https://www.kulturwissenschaften.de/veranstaltung/aufbrechen-lesung-und-gespraec...- Event auf der KWI-Webseite
    https://filmspiegel-essen.de/veranstaltungen/2022-06-22_19-30_lesung-und-gesprae... - Ticket-Link


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Foto Tsitsi Dangarembga


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