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25.05.2022 13:36

Deutschdidaktik: Fachtagung rückte Lesen und Schreiben im digitalen Raum in den Blick

Regina Thelen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Knapp 70 Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter anderer Bildungsinstitutionen nahmen am 20. und 21. Mai an der Tagung „Lesen und Schreiben im digitalen Raum“ an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe teil. Vorgestellt wurden aktuelle Forschungsergebnisse und Best Practice-Beispiele. Die Tagungsdokumentation steht ab sofort online zur Verfügung.

    Die Digitalisierung hat viele neue mediale Formen des Lesens und Schreibens hervorgebracht. Zum Beispiel InstaPoetry, Telescope oder WebQuests. Diese sind jedoch in den Lehr-Lern-Konzeptionen des Schulunterrichts noch nicht hinreichend gesichert. Vor diesem Hintergrund hat die 36. Tagung der AG Medien im Symposium Deutschdidaktik, die am 20. und 21. Mai an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) stattfand, das Thema „Lesen und Schreiben im digitalen Raum“ in den Blick gerückt. Knapp 70 Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter anderer Bildungsinstitutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren zusammengekommen, um Forschungsergebnisse aus dem Bereich Deutschdidaktik vorzustellen, zu diskutieren und Best Practice-Beispiele kennenzulernen.

    Bedarf an fachspezifischer Aus- und Weiterbildung

    Besonders im Fokus standen dabei unter anderem die Aspekte Automatisierung und Sozialität, denn sie tragen zu grundlegenden Veränderungen von Lese- und Schreibprozessen bei. „Zahlreiche Vorträge haben diese beiden Aspekte herausgearbeitet. Dabei reichte die Themenpalette von Fragen softwarebedingter Einflüsse beim Präsentieren bis hin zu digitalen Lesegemeinschaften“, sagt Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser, Literaturdidaktikerin an der PHKA und eine der beiden Organisatorinnen der Tagung. Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung waren die digitalen Kompetenzen von Deutschlehrkräften. Mit den Erfahrungen von Online-Unterricht während der Pandemie zeige die Forschung, so Prof. Brendel-Kepser, „leichte positive Effekte im digitalen Selbstkonzept von Lehrerinnen und Lehrern“, mache jedoch zugleich den „Bedarf an fachspezifischer Aus- und Weiterbildung deutlich“ und zwar „im Sinne eines Konzepts Digitaler Textsouveränität“.

    Zukunft der Kultur in der Digitalität

    Auf dem Programm der Tagung standen rund 20 Fachvorträge, drei Keynotes und eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft der Kultur in der Digitalität“. Hier ging es unter anderem darum, welche interaktiven Möglichkeiten digitale Medien bieten, wie wichtig eine Informatikgrundbildung für Schülerinnen und Schüler ist und dass eine Medienkulturdidaktik gebraucht wird. Podiumsdiskussion und Keynotes wurden zusätzlich gestreamt. Außerdem konnten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer per App in die Diskussion einbringen. „Wir freuen uns, dass wir die Präsenztagung durch diese digitalen Formate anreichern konnten“, sagt Jun.-Prof. Dr. Nadine Anskeit, Sprachdidaktikerin an der PHKA und Mitorganisatorin von „Lesen und Schreiben im digitalen Raum“. Einigen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern habe die Tagung auch die Möglichkeit geboten, in Jahr drei der Pandemie „ihren ersten Präsenzvortrag zu halten.“

    Tagungsdokumentation

    Die Tagungsdokumentation finden Interessierte auf https://deutsch-digital.eu/?page_id=1233. Außerdem erscheinen im Nachgang zur Tagung zwei Ausgaben der Fachzeitschrift MiDU, Medien im Deutschunterricht. Sie enthalten Beiträge der Vortragenden. Herausgeberinnen sind Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser und Jun.-Prof. Dr. Nadine Anskeit sowie deren Mitarbeitende Dominik Achtermeier, M.A., und Tina Neff, M.Ed.

    Über die Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Als bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht forscht und lehrt die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) zu schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen. Ihr unverwechselbares Profil prägen der Fokus auf Bildung in der demokratischen Gesellschaft, Bildungsprozesse in der digitalen Welt sowie MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Rund 220 in der Wissenschaft Tätige betreuen rund 3.600 Studierende. Das Studienangebot umfasst Lehramtsstudiengänge für die Primarstufe und die Sekundarstufe I sowie Bachelor- und Masterstudiengänge für andere Bildungsfelder. Die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote zeichnen sich durch ihre besondere Nähe zu Forschung und Praxis aus. https://www.ph-karlsruhe.de

    Medienkontakt

    Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    Regina Thelen
    Pressesprecherin
    Bismarckstraße 10
    76133 Karlsruhe
    T +49 721 925-4115
    regina.thelen@ph-karlsruhe.de
    https://www.ph-karlsruhe.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser und Jun.-Prof. Dr. Nadine Anskeit, Institut für deutsche Sprache und Literatur der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, ina.brendel-kepser@ph-karlsruhe.de und nadine.anskeit@ph-karlsruhe.de


    Weitere Informationen:

    https://deutsch-digital.eu/wp-content/uploads/2022/03/Tagung-AG-Medien_Flyer.pdf
    https://deutsch-digital.eu/?page_id=1233


    Anhang
    attachment icon Prgrammheft "Lesen und Schreiben im digitalen Raum"

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Pädagogik / Bildung, Sprache / Literatur
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    „Lesen und Schreiben im digitalen Raum“


    Zum Download

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    Prof. Dr. Brendel-Kepser (l.) und Jun.-Prof. Dr. Anskeit


    Zum Download

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