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29.06.2022 13:02

GWZO-Jahrestagung beleuchtet globale Vernetzung des östlichen Europas vom Frühmittelalter bis heute

Prof. Dr. Maren Röger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

    Seit jeher verbinden Stoffe, Güter und Waren die Welt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben anhand von einzelnen Stoffen und Gütern transnationale und trans-regionale Verflechtungen eingehend beleuchtet. Das östliche Europa steht in diesen Studien bislang eher am Rande. Dies will das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) mit seiner Jahrestagung 2022 ändern. Vom 6. bis 8.Juli diskutieren in Leipzig Expert*innen des Hauses mit internationalen Wissenschaftler*innen über die wirtschaftliche Verflechtungsgeschichte des östlichen Europa.

    Stoffe prägen Gesellschaften. Ihre Förderung, Produktion, Zirkulation und Nutzung bestimmen die Verteilung von Ressourcen; als Güter und Waren werden sie weltweit gehandelt. Das beeinflusst bis heute die Ansiedlung und Vernetzung von Dörfern und Städten. Verarbeitung und Ge-brauch schufen Infrastrukturen und Institutionen. Rohstoffe wie Baumwolle, Silber oder Zink, fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas sowie Lebensmittel wie Getreide, Kaffee und Zucker eröffnen daher wichtige Perspektiven auf den Wandel von Arbeits- und Lebenswelten sowie auf zugrundeliegende Machtverhältnisse.

    „Verfolgt man die ganze Kette an Aktionen, die mit einzelnen Stoffen verbunden sind - von An-bau/Gewinnung, Verarbeitung in verschiedenen Stufen, Handel, Konsum und nicht zuletzt die Erforschung und Wissensproduktion - ergibt sich ein umfassendes Bild davon, wie scheinbar weit auseinander liegende Räume und Akteur*innen miteinander in Interaktion treten. Dieses Werkzeug - in der Globalgeschichte schon erprobt - wollen wir mit der Jahrestagung für die Ge-schichte des östlichen Europas nutzbar machen und die globalen wirtschaftlichen und infra-strukturellen Verflechtungen der Region herausarbeiten“, erklärt Dr. Jan Zofka (GWZO), Mitorganisator der Jahrestagung. Die mehrtägige Veranstaltung wird zweisprachig, in Deutsch und Englisch, ausgerichtet – vor Ort in Leipzig und digital. | https://kurzelinks.de/q81v

    „Mit dieser Tagung“, so Direktorin Prof. Dr. Maren Röger, „führen wir zentrale Forschungs-schwerpunkte des GWZO zusammen: In den unterschiedlichen Abteilungen forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu Ressourcennutzung und der Umgestaltung von Umwelt, zudem haben wir einen starken Schwerpunkt auf verflechtungs- und globalhistorisches Arbeiten. Die Tagung bildet zudem einen ersten sichtbaren Auftakt unserer neuen Forschungsperspektive auf "Praktiken des Wirtschaftens". Entsprechend werde ein sehr fruchtbarer Austausch erwartet.

    Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) erforscht in vergleichender Perspektive die historischen und kulturellen Phänomene und Prozesse in dem Raum zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Die am Institut tätigen Wissenschaftler*innen repräsentieren verschiedene Disziplinen der Geisteswissenschaften, darunter Archäologie, Geschichte, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In seiner Forschungsarbeit stützt sich das GWZO auf ein dichtes Netz an Kooperationsbeziehungen mit Wissenschaftseinrichtungen in Europa und Übersee. http://www.leibniz-gwzo.de

    Jahrestagung des GWZO
    Stoffe, Güter, Waren. Zur Verflechtungsgeschichte des östlichen Europa | Commodities and the History of their Entanglements in East Central and Eastern Europe
    6. – 8. Juli 2022
    Ort: GWZO/Online | Anmeldung: https://kurzelinks.de/oevr

    Öffentliche Keynote
    Alexander Etkind (EUI, Florenz): Which Resources are Evil, and Why? Towards a Global History of Parasitic States
    7. Juli 2022, 18:00 Uhr
    Ort: GWZO/Online | Anmeldung: https://kurzelinks.de/oevr


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Jan Zofka
    Tel. +49 (0) 341 97 35 520
    jan.zofka@leibniz-gwzo.de

    +++

    Timm Schönfelder, M.A.
    +49 (0) 341 97 35 516
    timm.schoenfelder@leibniz-gwzo.de

    +++

    Lucie Dušková, PhD
    +49 (0) 341 97 35 534
    lucie.duskova@leibniz-gwzo.de


    Weitere Informationen:

    http://www.leibniz-gwzo.de


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung zur Jahrestagung 2022

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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