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07.07.2022 11:19

THD bei der Automatica: Forschung zur „Intelligenten Robotik“ des Teams von THD und DLR begeistert

Dr. Jörg Kunz Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Hochschule Deggendorf

    Ende Juni präsentierte sich das gemeinsame Forschungsteam von Technischer Hochschule Deggendorf (THD) und Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bei der »Automatica«. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Berthold Bäuml wurden die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich „Intelligente Robotik“, genauer, zur geschickten, robotischen Manipulation gezeigt. Und die erstaunten nicht nur die Wissenschaft.

    Die Automatica ist die globale Leitmesse im Bereich Automatisierung und Robotik. Alle zwei Jahre kommen rund 30.000 Besucher nach München, mit einem hohen Anteil an Fachpublikum. „Wir durften einem breiten Publikum unsere bislang weltweit einmaligen Arbeiten zum Lernen geschickter In-Hand-Manipulation zeigen“, berichtet Prof. Bäuml begeistert. Dahinter steckt, dass ein Roboter in einer mehrfingerigen Hand ein Objekt bewegt, ohne dieses fallen zu lassen. Und zwar kopfüber und ohne hinzusehen – also nur mit Hilfe des Tastsinns. „Diese komplexe Übung“, erklärt Bäuml, „wurde durch sogenanntes »Reinforcement Learning« in einer Simulation in nur 36 Stunden völlig selbständig gelernt und dann mit der realen Hand des DLR-Humanoiden »Agile Justin« ausgeführt“. Was für Laien einfach klingen mag, ist es in Wirklichkeit nicht. Die Arbeiten des THD-DLR-Labors »Autonomous Learning Robots« fanden auf der Messe großes Interesse und Anerkennung. Und das nicht nur bei Wissenschaftsminister Dr. Markus Blume, sondern auch bei den zahlreich vertretenen, international höchstrenommierten Wissenschaftlern sowie bei einigen wichtigen CEOs der Robotikindustrie. Bäuml berichtet, dass es seinem Team tatsächlich gelungen sei, die ursprünglich von der Firma OpenAI gezeigten Ergebnisse zum Lernen robotischer In-Hand-Manipulation zu übertreffen. Und OpenAI sei nicht irgendwer. Schließlich werde das US-Unternehmen unter anderem von Elon Musk finanziert. OpenAI hatte das Thema kürzlich wegen zu großer Probleme aufgegeben. „Da erfolgreich drangeblieben zu sein“, so der THD-Professor, „macht uns schon ein wenig stolz.“

    Das THD-DLR Joint Research Lab ist eine gemeinsame Forschungsgruppe der TH Deggendorf und des Instituts für Robotik und Mechatronik des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt mit Laboren am BITZ in Oberschneiding und dem DLR Standort Oberpfaffenhofen. Seit Anfang 2022 wird im Rahmen des vom bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojektes »SmartHand« zusammen mit einem Unternehmen aus der Region Deggendorf bereits an der Kommerzialisierung der Roboterhand als auch der intelligenten Lernverfahren für Anwendungen in der industriellen Produktion gearbeitet. Dies wird als Schlüsseltechnologie gesehen, da nur durch einen massiven Ausbau der Automatisierung in Zukunft überhaupt Produktion in Deutschland noch möglich sein wird. Vor allem wegen des Mangels an Arbeitskräften.


    Bilder

    Der DLR-Humanoide »Agile Justin« zeigt seine selbständig erlernte, weltweit einmalige In-Hand-Manipulation.
    Der DLR-Humanoide »Agile Justin« zeigt seine selbständig erlernte, weltweit einmalige In-Hand-Manipu ...

    DLR (CC BY-NC-ND 3.0)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

    Der DLR-Humanoide »Agile Justin« zeigt seine selbständig erlernte, weltweit einmalige In-Hand-Manipulation.


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