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28.07.2022 12:20

Die Websuche der Zukunft gestalten: Weimarer Informatik ist Teil des Großprojekts »OpenWebSearch.EU«

Claudia Weinreich Universitätskommunikation
Bauhaus-Universität Weimar

    Für das Projekt »OpenWebSearch.EU« wird die Webis-Gruppe um Prof. Dr. Benno Stein, Bauhaus-Universität Weimar, Prof. Dr. Martin Potthast, Universität Leipzig, und Prof. Matthias Hagen, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, mit elf weiteren renommierten europäischen Forschungszentren zusammenarbeiten, um eine offene europäische Infrastruktur für die Websuche zu entwickeln. Das Projekt soll einen Beitrag zur digitalen Souveränität Europas leisten und einen offenen, menschenzentrierten Suchmaschinenmarkt fördern. Finanziert wird das Vorhaben durch »Horizon Europe«, dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, mit 8,5 Millionen Euro.

    Auf dem bestehenden Suchmaschinenmarkt herrscht aktuell ein großes Ungleichgewicht: Nur wenige Anbieter, wie Google, Microsoft, Baidu und Yandex dominieren diesen und beeinflussen so den Zugang zu Information. Diese Schräglage gefährdet die Demokratie und schränkt das innovative Potenzial der europäischen Forschungslandschaft sowie der europäischen Wirtschaft ein. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, werden über 75 Forscher*innen in den nächsten drei Jahren den Kern eines europäischen Open Web Index (OWI) als Grundlage für eine neue Websuche in Europa aufbauen.

    Unter dem Begriff OWI werden eine Reihe von Konzepten und Projekten zusammengefasst, die das Ziel haben, die Inhalte des World Wide Web nicht nur über die Infrastrukturen der globalen Suchmaschinen-Konzerne aufzufinden, sondern diesen Zugang der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. So soll »OpenWebSearch.EU« die Grundlage für eine offene und erweiterbare europäische Infrastruktur für die Websuche und -analyse schaffen, die auf den europäischen Werten, Grundsätzen, Rechtsvorschriften und Standards beruht. »Unser Projekt soll einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung der Indexerstellung für zukünftige Suchmaschinen leisten«, erläutert Prof. Dr. Benno Stein, der die Arbeitsgruppe für Web Technologie und Informationssysteme an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar innehat.

    Konkret arbeitet die Webis-Gruppe an der Entwicklung von intelligenten Such- und Indexing-Technologien. Neben algorithmischen Beiträgen liegt die besondere Expertise der Forscher*innen an der Bauhaus-Universität Weimar im Einsatz von Cluster-Computing zur Analyse von Web-Archiven im Petabyte-Umfang. Insgesamt trägt Webis eine technologische Kernkomponente zur zukünftigen europäischen Suchinfrastruktur bei.

    Über die Webis-Gruppe:

    Die Webis-Gruppe (www.webis.de) befasst sich mit wichtigen Herausforderungen der Informationsgesellschaft. Sie erforscht Grundlagen, entwickelt Technologien und implementiert und evaluiert Prototypen für zukünftige Informationssysteme. Schwerpunkte sind dabei Web Mining und Retrieval, maschinelles Lernen, Computerlinguistik und symbolische Künstliche Intelligenz.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Für Rückfragen steht Ihnen Juliane Seeber, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing an der Fakultät Medien, zur Verfügung (per E-Mail: juliane.seeber@uni-weimar.de oder telefonisch: + 49 (0) 36 43 / 58 37 06).


    Weitere Informationen:

    https://openwebsearch.eu/content/objectives.html


    Bilder

    Prof. Dr. Martin Potthast (Universität Leipzig), Prof. Dr. Benno Stein (Bauhaus-Universität Weimar) und Prof. Matthias Hagen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) (v.l.n.r.)
    Prof. Dr. Martin Potthast (Universität Leipzig), Prof. Dr. Benno Stein (Bauhaus-Universität Weimar) ...

    Universität Leipzig / Bauhaus-Universität Weimar / Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Martin Potthast (Universität Leipzig), Prof. Dr. Benno Stein (Bauhaus-Universität Weimar) und Prof. Matthias Hagen (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) (v.l.n.r.)


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