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01.08.2022 10:01

Neue Erkenntnisse zu Studiensituation und Studienerfolg internationaler Studierender in Deutschland

Dr. Susanne Falk IHF
Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung

    Im Mittelpunkt der aktuellen Ausgabe der „Beiträge zur Hochschulforschung“ stehen Studiensituation und Studienerfolg internationaler Studierender. Internationale Studierende sind eine tragende Säule der Internationalisierung des deutschen Hochschulsystems. Ihre Zahl ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich auf aktuell elf Prozent an der gesamten Studierendenschaft gestiegen. Dennoch wurde das Themenfeld in der deutschsprachigen Bildungs- und Hochschulforschung bislang nur selten betrachtet. Das aktuelle Themenheft schließt daher eine wichtige Lücke. Die elf Beiträge thematisieren unterschiedliche Phasen des Studienzyklus, insbesondere auch während der Corona-Pandemie.

    Zu Beginn geben die Herausgeberinnen und Herausgeber des Themenhefts Susanne Falk, Jan Kercher und Julia Zimmermann einen Überblick über die Situation internationaler Studierender in Deutschland und zeigen auf, dass gerade bei den Determinanten des Studienabbruchs noch Forschungsdesiderate bestehen. Dem Themenfeld „Hochschulzugang und Studieneingangsphase“ widmet sich zum einen der Beitrag von Stefanie Schröder, Jana Berg und Carolin Otto, die die Zugangsbarrieren von internationalen Studierenden mit Fluchterfahrung beim Hochschulzugang herausarbeiten. Zum anderen finden Katrin Wisniewski und Wolfgang Lenhard heraus, wie bedeutsam die Sprachkompetenzen internationaler Studierender für ihre Leistungen im ersten Studienjahr sind.
    Das Thema „Determinanten des Studienerfolgs“ wird in drei Beiträgen aufgegriffen. Ein zentrales Ergebnis des Artikels von Hüseyin Hilmi Yildirim, Julia Zimmermann und Kathrin Jonkmann ist, dass Persönlichkeitseigenschaften im Zusammenhang mit der sozialen und akademischen Integration internationaler Studierender stehen. Fabian Koenings, Julia Peter und Silke Uebelmesser gelangen zu dem Ergebnis, dass die soziale Einbindung internationaler Studierender in viele nicht-akademische Bereiche den Studienfortschritt negativ beeinflusst. Zudem finden Lea Flacke und Hanna Beißert in ihrem Beitrag heraus, wie wichtig Sprachkenntnisse für die Inklusionsentscheidungen von deutschen Studierenden gegenüber internationalen Studierenden sind.
    Drei weitere Beiträge widmen sich der Situation internationaler Studierender während der Corona-Pandemie aus wissenschaftlicher und praxisbezogener Perspektive. Der Artikel von Susanne Falk kommt aus einer quantitativen Perspektive zu dem Ergebnis, dass der Grad der akademischen Integration die Auswirkungen der Pandemie auf die geplante Studiendauer internationaler Studierender verringern kann, während Carola Bauschke-Urban, Dorina Dedgjoni und Stephanie Michalczyk die Mobilitätserfahrungen von internationalen MINT-Studierenden mit einer qualitativen Studie in den Blick nehmen. Aus einer Praxisperspektive beleuchten Miriam Kucher, Solrun Graham-Parker und Angela Dörflinger die Studiensituation internationaler Studierender während der Pandemie an der Universität Mannheim.
    Der letzte Themenblock widmet sich den Bleibeintentionen und dem Übergang in den Beruf mit Beiträgen von Knut Petzold und einer Research Note von Matthias Huber und Özlem Konar. Abgerundet werden die wissenschaftlichen und praxisbezogenen Artikel dieses Themenhefts durch das Interview „Zu guter Letzt“ mit Christiane Schmeken, Direktorin der Strategieabteilung des DAAD. „Das Themenheft liefert ein facettenreiches Bild der Studiensituation internationaler Studierender an deutschen Hochschulen“, so Dr. Susanne Falk vom IHF.
    Diese Ausgabe der „Beiträge zur Hochschulforschung“ präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur Studiensituation und dem Studienerfolg internationaler Studierender. „Die elf Beiträge des Themenhefts thematisieren unterschiedliche Phasen des Studienzyklus wie den Hochschulzugang, die Studieneingangsphase und den weiteren Studienverlauf sowie die Bleibeintentionen internationaler Studierender und den Übergang in den Beruf“, erläutert Julia Zimmermann von der FernUniversität in Hagen. Dies geschehe insbesondere auch unter dem Blickwinkel aktueller Entwicklungen während der Corona-Pandemie. „Das Themenheft ist nicht nur für eine wissenschaftliche Leserschaft interessant, sondern gerade auch für Personen an Hochschulen, die internationale Studierende beraten und betreuen“, ist sich Dr. Jan Kercher vom DAAD sicher.
    Die „Beiträge zur Hochschulforschung“ sind eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften mit einem anonymen Peer-Review-Verfahren in der deutschsprachigen Hochschulforschung. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Hierzu nutzt die Zeitschrift vielfältige Formate wie quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien, Überblicksartikel, Einblicke in die Praxis und Standpunkte.
    Die Ausgabe 2-3/2022 kann auf der Homepage https://www.bzh.bayern.de/aktuelle-ausgabe als pdf-Datei heruntergeladen oder in gedruckter Form per E-Mail bestellt werden (sekretariat@ihf.bayern.de).


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Susanne Falk (falk@ihf.bayern.de)
    Dr. Julia Zimmermann (julia.zimmermann@fernuni-hagen.de)
    Dr. Jan Kercher (kercher@daad.de)


    Weitere Informationen:

    https://www.bzh.bayern.de/aktuelle-ausgabe


    Bilder

    Internationale Studierende an deutschen Hochschulen
    Internationale Studierende an deutschen Hochschulen
    www.iStock.com/Prostock-Studio


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Internationale Studierende an deutschen Hochschulen


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