idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Teilen: 
02.08.2022 17:31

KuLO: Agiles Weiterbildungsangebot für Kunst- und Kultureinrichtungen macht Lust auf Lernen

Regina Thelen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pädagogische Hochschule Karlsruhe

    Seit Februar dieses Jahres begleitet „KuLO – Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen“ rund 80 Mitarbeitende baden-württembergischer Kultureinrichtungen auf dem wichtigen Weg, ihre Einrichtungen zukunftsfest zu machen. Dabei setzt das hochschulübergreifende Weiterbildungsangebot aus Karlsruhe und Heidelberg auf Methoden des agilen Denkens und Handelns. Die kommen bei den Teilnehmenden gut an.

    Kunst- und Kultureinrichtungen zukunftsfest machen, das ist Ziel des hybriden, berufsintegrierenden Weiterbildungsangebots KuLO, das Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Pädagogische Hochschule Heidelberg und die dortige Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung dieses Jahr gemeinsam anbieten. Rund 80 Mitarbeitende von Theatern, Museen oder soziokulturellen Zentren aus ganz Baden-Württemberg profitieren seit Februar von dem Angebot mit Online-Seminaren, Vor-Ort-Exkursionen und einer digitalen Lernplattform. Im Mittelpunkt stehen Agile Transformation als Pflichtmodul sowie Audience Development, Barrierefreiheit, Digitalität und Nachhaltigkeit als Wahlschwerpunkte.

    Zukunftsweisende Initiativen

    „Unsere Teilnehmenden lernen, eigene Strukturen und Prozesse zu hinterfragen, zukunftsweisende Initiativen in ihren Arbeitsalltag zu implementieren und die Entwicklung ihrer Einrichtungen voranzutreiben“, sagt Gesamtprojektleiter Prof. Dr. Lutz Schäfer. Die Zufriedenheit in den insgesamt 38 Teams sei groß, fasst der Leiter des Instituts für Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe die Ergebnisse der Zwischenevaluation zusammen.

    Auch wenn das Selbstlernen neben dem Arbeitsalltag manchmal eine Herausforderung darstelle, werde KuLO von der großen Mehrheit der Teilnehmenden als „sehr bereichernd“ empfunden und mache „Lust auf Lernen“. Besonders gut gefallen hat der Austausch mit anderen Kulturschaffenden. Der Input sei gut gewesen, sowohl bei der Vermittlung der theoretischen Hintergründe als auch bei den praktischen Methoden.

    „Unfassbar professionell“

    „Im Laufe des Projekts hat sich gezeigt, dass es richtig war, das Pflichtmodul Agile Transformation mit den vier Wahlschwerpunkten Audience Development, Barrierefreiheit, Digitalität und Nachhaltigkeit zu verbinden. Dass die agilen Methoden oft unmittelbar in den Institutionen umgesetzt werden können, hat die Teilnehmenden stark motiviert“, erläutert Prof. Dr. Schäfer. Agiles Arbeiten als neue Form nichthierarchischer Zusammenarbeit zeichne sich durch hohe Flexibilität und schnelle Handlungsfähigkeit aus. Besonders in Erinnerung bleibe ihm die Einschätzung einer Teilnehmerin, dass KuLO „unfassbar professionell“ sei.

    „12 Uhr Kultur – agil durch die Mittagspause“

    Die letzten KuLO-Workshops fanden letzte Woche statt, im September und Oktober arbeiten die Teilnehmenden dann – im Rahmen der Weiterbildung – an selbst gestellten Aufgaben und Projekten, mit denen sie ihre jeweiligen Einrichtungen besser aufzustellen wollen. Parallel dazu werden Sprechstunden sowie Fallberatungen angeboten und im Oktober kommen alle Teilnehmenden wieder zusammen, um Bilanz zu ziehen. Außerdem findet am 14. und 28. September nochmals das öffentliche Online-Format „12 Uhr Kultur – agil durch die Mittagspause“ statt. Hier können KuLO-Teilnehmende in kleinen Gruppen mit externen Experten und Expertinnen ins Gespräch kommen, sich austauschen und netzwerken.

    Die Abschlussveranstaltung von KuLO mit Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK), ist für den 14. November geplant. KuLO geht auf eine Initiative des MWK zurück und wird mit rund 2,4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm REACT-EU gefördert.

    Über die beteiligten Einrichtungen

    Als bildungswissenschaftliche Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht forscht und lehrt die Pädagogische Hochschule Karlsruhe (PHKA) zu schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen. Ihr unverwechselbares Profil prägen der Fokus auf Bildung in der demokratischen Gesellschaft, Bildungsprozesse in der digitalen Welt sowie MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit. Rund 220 in der Wissenschaft Tätige betreuen rund 3.600 Studierende. Das Studienangebot umfasst Lehramtsstudiengänge für die Primarstufe und die Sekundarstufe I sowie Bachelor- und Masterstudiengänge für andere Bildungsfelder. Die berufsbegleitenden Weiterbildungsangebote zeichnen sich durch ihre besondere Nähe zu Forschung und Praxis aus.

    Die Pädagogische Hochschule Heidelberg (PHHD) ist eine bildungswissenschaftliche Hochschule mit universitärem Profil. Ihre Mitglieder lehren und forschen primär in den Bildungswissenschaften, den Fachdidaktiken bzw. der Sonderpädagogik. Sie sind zudem auf den Transfer ihrer Expertise beispielsweise in Unternehmen, (non-profit) Organisationen und die Öffentlichkeit spezialisiert. Das Studienprofil der Hochschule umfasst insbesondere Bildungsberufe (Schwerpunkt: Lehrerbildung) und deckt die Lebensspannen bis hin zur wissenschaftlichen Weiterbildung ab. In Heidelberg werden rund 4.800 angehende Bildungsexpert:innen von über 300 Professor:innen bzw. Lehrenden und zahlreichen Lehrbeauftragten in (sonder-)pädagogischem Wissen, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken ausgebildet sowie in weiteren bildungswissenschaftlichen Kompetenzen geschult. Sämtliche Studiengänge zeichnen sich durch einen engen Bezug zur Praxis sowie durch forschungsbasierte Lehre aus.

    Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat sich die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung zu einer führenden Spezialistin für selbstgesteuertes und eigenverantwortliches Lernen entwickelt. Durch ihre Anbindung an die Pädagogische Hochschule Heidelberg greift sie dabei auf aktuelles Hochschulwissen zurück. Ihr Schwerpunkt liegt heute auf den Schlüsselkompetenzen für eine zunehmend dynamische Arbeitswelt, die Kompetenzen zum Lehren des Lernens, zur Kollaboration in heterogenen Kontexten, zur Innovation, Change Management, zu Gesundheit und nachhaltige Entwicklung umfassen.

    Medienkontakt

    Pädagogische Hochschule Karlsruhe
    Regina Thelen
    Pressesprecherin
    Bismarckstraße 10
    76133 Karlsruhe
    T +49 721 925-4115
    regina.thelen@ph-karlsruhe.de
    https://www.ph-karlsruhe.de


    Weitere Informationen:

    https://kulo.info


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


    Teilnehmende des Bausteins „Nachhaltigkeit“ beim KuLO-Exkursionstag am 6. Mai in Karlsruhe.


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).