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05.08.2022 10:00

Sonderausstellung „Abbild und Verwandlung“ - Faszinierende Wunderwerke einer mineralischen Bildwelt

Sabine Heine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels

    Die verborgene Kunst der Gesteine: Ab dem 9. August zeigt die Ausstellung „Abbild und Ver-wandlung“ 30 Petrografiken von Prof. Dr. Michael Raith. Der emeritierte Geowissenschaftler eröffnet faszinierende Einblicke in den einzigartigen Mikrokosmos der Gesteine und Minerale. Die unter dem Mikroskop entstandenen und künstlerisch bearbeiteten Fotos offenbaren eine inspirierende mineralische Bildwelt vielfältigster Farben und Formen. Die Sonderausstellung ist bis zum 25. September im Museum Koenig Bonn zu sehen.

    Geologie und Kunst zu verbinden, das schafft Michael Raith mit seinen Petrografiken. Was wie abstrakte Kunst erscheint, sind natürliche Strukturen unterschiedlicher Geomaterialien im Mikrometerbereich. Leuchtend bunt oder schwarz-weiß, gerade Linien oder fließende Übergänge – ein unglaublicher Reichtum an Farben und Strukturen eröffnet sich den Betrachtenden. Genauso vielfältig sind die Stimmungen der Bilder und die Emotionen, die sie hervorrufen: mal heiter und traumhaft, mal ernst und tiefsinnig. „Die Bilder schaffen über die Kunst den Zugang zu Wissenschaft und Forschungsmethoden und ermöglichen neue Perspektiven auf die Natur“, freut sich Prof. Dr. Bernhard Misof, Generaldirektor des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB), die Sonderausstellung ein zweites Mal im Museum Koenig Bonn zu präsentieren.

    Die künstlerischen Mikrofotos basieren auf der polarisationsmikroskopischen Untersuchung von Materialien (Minerale, Gesteine, Erze, Werkstoffe, Syntheseprodukte) – einer der klassischen und bis heute unverzichtbaren mineralogischen Analysemethoden. Dazu werden hauchdünne und feingeschliffene Probenscheibchen, sogenannte Dünnschliffe, angefertigt. Diese sind lichtdurchlässig, sodass im Durchlichtmikroskop feine Strukturen und Farberscheinungen sichtbar werden. Bei der Verwendung von Polarisationsfiltern kann es zu Überlagerung von Lichtwellen kommen (Interferenzeffekte), sodass die Materialien in ganz unterschiedlichen Farben erscheinen.

    Mit Hilfe dieser Forschungsmethode eröffnet sich dem Auge des Künstlers eine verborgene Vielfalt an Motiven. „Die enormen Möglichkeiten digitaler Mikrofotografie und Bildbearbeitung haben entscheidend dazu beigetragen, dass aus meiner künstlerischen Neigung eine Passion wurde. Dabei können mich selbst zufällig gefundene Motive inspirieren. Vor allem aber sind es innere Stimmungen und Vorstellungen, die mein Auge bei der Motivsuche leiten“, erklärt Michael Raith, zur Entstehung seiner Petrografiken. Die Bilder wecken aus den eigenen Erfahrungen der Betrachtenden heraus ganz unterschiedliche Assoziationen.

    Die Sonderausstellung ist vom 9 August bis zum 25. September in der Cafeteria im Museum Koenig Bonn zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen. Es wird kein gesonderter Eintritt erhoben.

    Hintergrundinformationen zum Künstler:
    Michael Martin Raith (*1940 in Madrid) ist seit 2005 emeritierter Professor am Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn. Der Schwerpunkt seiner Forschung galt dem inneren Aufbau und der Evolution präkambrischer kontinentaler Erdkruste, insbesondere den in großer Tiefe ablaufenden gesteinsbildenden Prozessen. Die intensive mikroskopische Bearbeitung zahlreicher Geomaterialien im Laufe seines langen Berufslebens weckte schon früh seine Begeisterung für die faszinierende Bildwelt des verborgenen Mikrokosmos.

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    Über das LIB
    Das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) widmet sich der Erforschung der biologischen Vielfalt und ihrer Veränderung. Seit dem 1. Juli 2021 arbeiten unsere Forschenden an zwei Standorten: dem Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn sowie dem ehemaligen Centrum für Naturkunde in Hamburg. Generaldirektor ist Prof. Dr. Bernhard Misof, der das LIB standortübergreifend leitet.

    Über die Leibniz-Gemeinschaft
    Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 96 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Michael Raith
    Tel. +49 2226-5168
    m.raith@uni-bonn.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Geowissenschaften, Kunst / Design
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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