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11.08.2022 15:34

Ausstellung „Power2Change: Mission Energiewende“ wird in Hattingen von Bundesforschungsministerin eröffnet

Dorothee Menhart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wissenschaft im Dialog gGmbH

    Welche Wege gibt es in ein klimaneutrales Deutschland? Blick in die Forschungslabore der Energiewende

    Können wir aus CO₂ künftig klimaneutral Rohstoffe für Medikamente herstellen? Tanken LKWs, Schiffe oder Flugzeuge bald Wasserstoff oder E-Fuels? Und wie kann grüner Strom flexibel hergestellt und transportiert werden? Das sind nur einige der Fragen, der die Wanderausstellung „Power2Change: Mission Energiewende“ nachgeht. Die Ausstellung wird vom Bundesforschungsministerium gefördert und ist vom 14. August 2022 bis 11. Dezember 2022 im Hattinger Industriemuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zu sehen. Ab Januar 2023 zieht sie von der Henrichshütte Hattingen ins Klimahaus Bremerhaven weiter.

    „Im Jahr 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Dafür brauchen wir innovative Technologien, die unsere Industrie und Gesellschaft in Zukunft umweltverträglich und verlässlich mit Energie versorgen. Grüner Wasserstoff wird hierbei eine Schlüsselrolle einnehmen. Die Kopernikus-Projekte für die Energiewende, Carbon2Chem® und viele weitere Projekte, die wir als Bundesforschungsministerium fördern, bereiten genau diese Innovationen vor. Die Ausstellung Power2Change macht die Forschung in diesem Bereich erlebbar“, sagt Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die die Ausstellung eröffnet.

    Die Ausstellung zeigt über interaktive Medienstationen verschiedene Wege für die Energiewende in Industrie, Wirtschaft und Verkehr auf. Besuchende gehen mit Forscherinnen und Forschern auf „Mission Energiewende“ und lernen Herausforderungen, Lösungswege und Forschungsprojekte kennen. Vier zentrale Themenbereiche zeigen, wie eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Versorgung mit Energie und Rohstoffen ohne Öl und Gas funktionieren kann.

    Vier Themeninseln
    In der Themeninsel „Vernetzen“ dreht sich alles darum, wie erneuerbare Energien dahin gelangen, wo sie gebraucht werden – und wie die notwendige Infrastruktur dazu aussieht. Wie auch die Industrie flexibel auf Energieangebot und -nachfrage reagieren kann, wie Energie gespeichert und Prozesse effizienter werden können, steht im Fokus der Themeninsel „Verteilen“. Dass Industrieabgase auch sinnvoll genutzt und als Rohstoffe weiterverwendet werden können, zeigt die Themeninsel „Verwerten“. In der Themeninsel „Verwandeln“ geht es um klimaneutralen Transport, für Waren und Personen. Zudem werden in der Ausstellung Stimmen aus dem Ruhrgebiet zur Energiewende vorgestellt, die das „Power2Change: Energiemobil“ im Vorfeld in verschiedenen Städten und Gemeinden gesammelt hat.

    Die Power2Change-Ausstellung wurde im Rahmen des Verbundprojekts „Wissenschaftskommunikation Energiewende“ von Partnern aus der Forschung, dem Museumsbereich und der Wissenschaftskommunikation gemeinsam umgesetzt. Entwickelt wurde sie vom LWL-Industriemuseum und dem Klimahaus Bremerhaven. Nach den Stationen in Hattingen und Bremerhaven wird die Ausstellung weiter durch die Bundesrepublik reisen und an fünf weiteren Stationen zu sehen sein.

    Weitere Statements:

    Dr. Georg Lunemann, der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe: „Wir freuen uns, dass der LWL als Partner diese wichtige Ausstellung zum Thema Energiewende mitentwickeln durfte. Der Ort für den Auftakt könnte passender kaum sein: In der Henrichshütte wurden 150 Jahre lang Eisen und Stahl produziert. An dieser Stätte des fossilen Zeitalters blicken wir jetzt in die Zukunft der Energieerzeugung. Als Träger des heutigen Industriemuseums, aber auch als kommunaler Spitzenverband mit 200 Einrichtungen wollen wir die Energiewende vorantreiben. Unser großes Ziel ist es, bis 2030 klimaneutral zu werden.“

    Prof. Dr. Görge Deerberg, Fraunhofer UMSICHT und Teil der Projektleitung von Wissenschaftskommunikation Energiewende: „Die Energiewende ist machbar – das möchten wir mit der Ausstellung für alle sichtbar machen. Bei unserem Forschungsprojekt Carbon2Chem® zeigen wir, wie wir aus prozessbedingtem CO2 notwendige Rohstoffe in sehr großen Mengen für die chemische Industrie gewinnen können. Das ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz, die Energiewende und den Erhalt des Wirtschaftsstandortes.“

    Prof. Dr. Kurt Wagemann, DECHEMA e. V. und Teil der Projektleitung von Wissenschaftskommunikation Energiewende: „In den Kopernikus-Projekten beschäftigen wir uns zum Beispiel mit der Herstellung und Nutzung von Wasserstoff, nachhaltigen E-Fuels oder neuen Konzepten für Stromnetze. Dies in der Ausstellung präsentieren zu können, ist wirklich großartig.“

    Markus Weißkopf, Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog. „Die Herausforderungen, die die Energiewende an unsere Gesellschaft stellt, können wir nur bewältigen, wenn wir einen breiten Diskurs anstoßen. Daher freuen wir uns, mit Hilfe von innovativen Formaten mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen: beim Energiemobil, in der Ausstellung und bei den Veranstaltungen – und das in sieben Regionen bundesweit.“

    Prof. Dr. Jens Wolling, Technische Universität Ilmenau: „Ohne die Unterstützung der Öffentlichkeit wird die Energiewende nicht gelingen. Deswegen untersuchen wir, wie die Medien darüber berichten, wie die Menschen darüber denken, und wer in den jeweiligen Regionen diejenigen sind, die die Energiewende vorantreiben. Und natürlich evaluieren wir, wie die Ausstellung bei den Besucherinnen und Besuchern ankommt.“

    Arne Dunker, Klimahaus Bremerhaven: „Wenn wir dem Klimawandel begegnen wollen, müssen wir jetzt aktiv werden. Die Ausstellung vermittelt dies über vielfältige interaktive Exponate. Das Thema Energiewende passt sehr gut zum Konzept des Klimahaus Bremerhaven und wir freuen uns sehr, dass wir die Ausstellung mitentwickeln durften und ab Januar 2023 bei uns zeigen können.“

    Power2Change: Mission Energiewende
    14. August – 11. Dezember 2022
    LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen
    Geöffnet Di – So, 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

    Weitere Informationen zur Ausstellung:
    https://power2change-energiewende.de/orte/hattingen

    Ihr Kontakt bei Wissenschaft im Dialog (WiD):
    Kommunikation Wisskomm Energiewende
    Ariane Trautvetter
    Tel.: 030 2062295-54
    ariane.trautvetter@w-i-d.de

    Projektleiterin Wisskomm Energiewende
    Beate Langholf
    Tel.: 030 2062295-50
    beate.langholf@w-i-d.de

    Pressekontakt LWL-Industriemuseum
    Christiane Spänhoff
    LWL-Industriemuseum
    Stabsstelle Kommunikation
    Tel.: 0231 6961-127
    christiane.spaenhoff@lwl.org

    Verbundprojekt „Wissenschaftskommunikation Energiewende“
    In der Ausstellung „Power2Change: Mission Energiewende“ gehen Besucher*innen auf „Mission Energiewende” und erfahren mehr über den Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Die Ausstellung wurde im Rahmen des Verbundprojekts „Wissenschaftskommunikation Energiewende“ von Partnern aus der Forschung, dem Museumsbereich und der Wissenschaftskommunikation gemeinsam entwickelt. Die Koordination des Verbundprojekts liegt bei der DECHEMA e. V. und dem Fraunhofer UMSICHT. Die Ausstellung wurde vom LWL-Industriemuseum, Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur und dem Klimahaus® Bremerhaven entwickelt. Das Rahmenprogramm, die Tour der Wanderausstellung sowie die Projektkommunikation verantwortet Wissenschaft im Dialog. Die Inhalte aus der Energieforschung für Ausstellung und Rahmenprogramm bringen die Kopernikus-Projekte gemeinsam mit DECHEMA e.V., das Verbundprojekt Carbon2Chem® gemeinsam mit Fraunhofer UMSICHT, dem Fraunhofer-Cluster CINES und weiteren Partnern ein. Die Konzeption der Ausstellung und ihre Rezeption werden von der Technischen Universität Ilmenau kommunikationswissenschaftlich begleitet. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

    Wissenschaft im Dialog – die Organisation der Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation in Deutschland
    Wissenschaft im Dialog (WiD) ist die Organisation der Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation in Deutschland. Die gemeinnützige GmbH unterstützt Wissenschaft und Forschung mit Expertise zu wirkungsvoller Kommunikation mit der Gesell¬schaft, entwickelt neue Vermittlungsformate und bestärkt Wissenschaftler*innen im Austausch mit der Öffentlichkeit auch über kontroverse Themen der Forschung. Unter Bürger*innen schärft WiD das Bewusstsein für die gesellschaftliche Bedeutung der Wissenschaft und fördert das Verständnis von Prozessen und Erkenntnissen der Forschung. Dafür organisiert WiD deutsch-landweit Diskussionen, Schulprojekte, Ausstellungen, Wettbewerbe und betreibt Online-Portale rund um Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation. Wissenschaft im Dialog wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Stifterverbands von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet. Als Partner kamen wissenschaftsnahe Stiftungen hinzu. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird WiD durch Projektförderung unterstützt. www.wissenschaft-im-dialog.de

    Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
    Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 19.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.


    Bilder

    Die Themeninsel "Vernetzen" zeigt, wie die Netzinfrastruktur für den Stromtransport in Deutschland intelligent, effizient, leistungsstärker und dezentral gestaltet werden kann.
    Die Themeninsel "Vernetzen" zeigt, wie die Netzinfrastruktur für den Stromtransport in Deutschland i ...
    Foto: LWL / Harms
    Foto: LWL / Harms

    Im Bereich "Verwerten" der Energiewende-Ausstellung geht es u. a. um das Recycling von C02 aus Hüttenwerk-Abgasen. Besucher:innen erfahren, was gebraucht wird, um aus diesen Abgasen Rohstoffe für Medikamente, Kunstrasen oder auch Socken herzustellen.
    Im Bereich "Verwerten" der Energiewende-Ausstellung geht es u. a. um das Recycling von C02 aus Hütte ...
    Foto: LWL / Harms
    Foto: LWL / Harms


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie, Energie, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


     

    Die Themeninsel "Vernetzen" zeigt, wie die Netzinfrastruktur für den Stromtransport in Deutschland intelligent, effizient, leistungsstärker und dezentral gestaltet werden kann.


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    Im Bereich "Verwerten" der Energiewende-Ausstellung geht es u. a. um das Recycling von C02 aus Hüttenwerk-Abgasen. Besucher:innen erfahren, was gebraucht wird, um aus diesen Abgasen Rohstoffe für Medikamente, Kunstrasen oder auch Socken herzustellen.


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