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01.12.1998 11:06

Wissenschaftler hinterfragen Methoden der Transplantation

Michael Seifert Hochschulkommunikation
Eberhard Karls Universität Tübingen

    Wissenschaftler hinterfragen Methoden der Transplantation

    Neue Perspektiven der Transplantationsmedizin: Interdisziplinäre Tagung des Lehrstuhls für Ethik in den Biowissenschaften

    Fortschritte der Medizin, ein wachsender Bedarf an Organspenden, Handel mit Organen - mit der Transplantation sind gewichtige medizinische und ethische Probleme verbunden. An jede neue Methode knüpfen weitreichende ethische Fragestellungen. Eine Tagung des Lehrstuhls für Ethik in den Biowissenschaften will am kommenden Wochenende, 4. bis 6. Dezember, einen Beitrag zum interdisziplinären Dialog leisten. Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, die an Fragen der Transplantationsmedizin beteiligt sind, bietet die Veranstaltung die Möglichkeit zum konstruktiven Erfahrungsaustausch.

    Die Transplantationsmedizin ist ein erfolgreiches Forschungsfeld, steht allerdings durch Organmangel und ethische Fragen großen Problemen gegenüber. Zusatz- und Alternativmethoden werden gesucht. Die Forschung konzentriert sich dabei unter anderem auf die Xenotransplantation, das heißt die Transplantation tierischer Organe, und die Herstellung von Zellen und Geweben aus embryonalen Stammzellen. Die neuen Ansätze zeichnen sich in besonderer Weise durch eine Vernetzung verschiedener Forschungs- und Praxisfelder aus, die die Wissenschaftler vor neue ethische Probleme stellt.

    Im interdisziplinären Dialog will die Tagung in Tübingen neue Perspektiven der Transplantationsmedizin aufzeigen. Professor Eve-Marie Engels vom Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften hat die dreitägige Veranstaltung in Verbindung mit Professor Urban Wiesing, Lehrstuhl für Ethik in der Medizin, organisiert. Drei große Themenblöcke werden behandelt: Allgemeine Probleme der Transplantationsmedizin, embryonale Stammzellen und Herstellung von Gewebe sowie medizinische und ethische Aspekte der Xenotransplantation. Es referieren unter anderem Professor Hans-Georg Rammensee vom Tübinger Institut für Zellbiologie, Professor Claus Hammer vom Münchner Klinikum Großhadern und Professor Beat Sitter-Liver von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften.

    Veranstaltungsort ist der große Hörsaal des Botanischen Instituts auf der Morgenstelle, die Tagung beginnt am Freitag um 14.15 Uhr und endet am Sonntag gegen 14 Uhr.

    Programm: http://www.uni-tuebingen.de/zew/index_med.html

    Nähere Informationen:

    Prof. Dr. Eve-Marie Engels
    Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften
    Sigwartstraße 20, 72076 Tübingen
    Tel. 07071/ 29-77191; Fax. 07071/ 92 2873

    Ansprechpartnerinnen per e-mail:
    gisela.lotter@uni-tuebingen.de
    silke.schicktanz@student.uni-tuebingen.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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