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29.09.2022 12:20

Was Wissenschaftskooperationen leisten – Einmalige Pflanzenbelege aus Zentralasien weltweit verfügbar

Jan Meßerschmidt Hochschulkommunikation
Universität Greifswald

    Seit einem Monat wurden die ersten digitalen Herbarbelege aus dem Nationalen Herbarium von Usbekistan (TASH) an die Global Biodiversity Information Facility (GBIF) übertragen. Die GBIF ist mit über 2 Milliarden Einträgen die weltweit umfassendste Biodiversitätsdatenbank, und steht Wissenschaftler*innen auf der ganzen Welt unter der creative commons Lizenz zur Verfügung.

    Das TASH am Institut für Botanik der Akademie der Wissenschaften Usbekistans in Taschkent beherbergt die größte Sammlung von Herbarbelegen in Zentralasien. Es gehört zu den 100 größten Herbarien der Welt. Die Sammlung enthält mehr als 1,5 Millionen Pflanzenbelege, die in den vergangenen 180 Jahren in allen Regionen Zentralasiens gesammelt wurden. Dazu gehören viele Typus-Belege von herausragendem Wert, da auf solchen Belegen die Beschreibung und Nomenklatur von Organismen basiert.

    Die Digitalisierung der Herbarbelege des TASH findet im Rahmen des Projektes „Virtual Flora of Central Asia – CAViF“ statt. Dabei haben Wissenschaftler*innen des Instituts für Botanik der Akademie der Wissenschaften Usbekistans, der Universität Greifswald und der Michael Succow Stiftung (Greifswald) eng zusammengearbeitet. Herbarien sind Archive getrockneter und akribisch dokumentierter Pflanzen. Sie bilden das Archiv der Flora einer Region oder eines Landes und bieten damit jeder interessierten oder fachlich befassten Person die Möglichkeit, sich über die aktuelle oder vergangene Verbreitung von Pflanzen bis in das kleinste morphologische Detail zu informieren. Sie sind damit etwa vergleichbar mit Eisbohrkernen aus der Arktis oder Spektralaufnahmen des Universums.

    Entscheidend ist, dass diese einzigartigen Archive in einem guten Erhaltungszustand sind und für die Zugänglichkeit in einer global vernetzten Wissenschaftscommunity auch digital und online verfügbar sind. Auf diese Weise können die Daten mit weiteren Biodiversitäts- und Umweltdaten verbunden werden und zu neuem Wissen beitragen.

    Die Online-Version des digitalen Herbariums TASH und der Virtual Guide to the Flora of Uzbekistan wurden seit 2018 über das Projekt „Virtual Flora of Central Asia – CAViF“ erstellt und im Rahmen des Förderprogramms „Pilotmaßnahmen für Partnerschaften in Wissenschaft, Forschung und Bildung mit den Ländern Zentralasiens und des Südkaukasus" umgesetzt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.

    Zur Typensammlung des Nationalen Herbariums von Usbekistan https://www.gbif.org/dataset/0c1237c3-be8c-498b-bb2d-d5cf3c930dec
    Zum Virtual Guide to the Flora of Uzbekistan https://floragridmap.uz/

    Fotos können von der Succow Stiftung angefordert werden.

    Ansprechpartner
    Michael Succow Stiftung
    Jens Wunderlich
    Leiter Schutzgebiete & Biosphäre
    Ellernholzstraße 1/3, 17489 Greifswald
    Telefon +49 3834 83542 24
    jens.wunderlich@succow-stiftung.de


    Bilder

    Schon bei der Erstellung guter Herbarbelege ist Sorgfalt gefragt. Die Pflanzen werden zum Pressen in Zeitungen gelegt und in Klemmmappen separiert. Gleichzeitig erfolgt die Dateneingabe am Computer.
    Schon bei der Erstellung guter Herbarbelege ist Sorgfalt gefragt. Die Pflanzen werden zum Pressen in ...
    Foto: Jens Wunderlich


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
    Deutsch


     

    Schon bei der Erstellung guter Herbarbelege ist Sorgfalt gefragt. Die Pflanzen werden zum Pressen in Zeitungen gelegt und in Klemmmappen separiert. Gleichzeitig erfolgt die Dateneingabe am Computer.


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