idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
23.11.2022 16:04

#DIVI22 Eröffnungsveranstaltung – Was intensivmedizinische Teams von einem Orchester lernen können

Nina Meckel Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.

    Wer hätte das gedacht?! In puncto Führung und nonverbaler Kommunikation, die den Großteil der zwischenmenschlichen Interaktion ausmachen, sind sich ein Team in der Notfall- und Intensivmedizin und ein Symphonieorchester ziemlich ähnlich. Eine spannende und lehrreiche Parallele zwischen diesen beiden Welten zieht der international bekannte Dirigent Professor Gernot Schulz in seinem Festvortrag am 30. November 2022 im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des DIVI22 in Hamburg, dem Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

    Der langjährige Berliner Philharmoniker und Assistent von Leonard Bernstein weiß aus langjähriger Erfahrung: „Ein Orchester und ein Dirigent sind nur dann ein starkes Team, wenn sie eine gute und effektive Kommunikation miteinander pflegen!“ Schulz ist aufgrund seiner erfolgreichen Karrieren als Orchestermusiker, Pädagoge und Dirigent prädestiniert dafür, Führungskräften und Teams die Bedeutung der interaktiven Prozesse zwischen einem Dirigenten und einem Orchester über die Musik hinaus zu vermitteln. „Wir können hier also noch sehr viel lernen!“, ist Kongresspräsident Professor Sebastian Brenner überzeugt.

    Mit dem Kongressmotto „Starke Teams durch Kommunikation“ rückt Sebastian Brenner dieses überaus wichtige Thema in den Fokus. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Professor Schulz einen echten Meister der nonverbalen Kommunikation für den DIVI22 gewinnen konnten und bin sehr gespannt auf seinen Festvortrag! Denn die meisten Fehler in der Intensivmedizin passieren aufgrund unzureichender Kommunikation – nicht aufgrund unzureichenden Wissens.“

    In seiner 45-minütigen Festrede wird Professor Gernot Schulz auf drei Teilaspekte der Kommunikation intensiv eingehen: auf die Wahrnehmung, auf das richtige Maß und auf die Kraft des Nonverbalen. „Das genaue Zuhören und Wahrnehmen untereinander, was im Alltag häufig unterschätzt und vernachlässigt wird, wird in einem Orchester auf allerhöchstem Niveau praktiziert“, erklärt der Dirigent. Die Voraussetzungen für gute Wahrnehmung seien Transparenz und Aufmerksamkeit. Transparenz ist die Grundlage für Vertrauen – und das wiederum die Grundlage für eine gute Feedback- und Fehlerkultur.

    Genau wie ein intensivmedizinisches Team wird auch ein Orchester bestimmt durch interdisziplinäres Zusammenarbeiten

    Vor allem in Führungsverantwortung ist es nicht immer einfach, das „richtige“ Maß der Kommunikation zu finden. „Ein Zuviel wirkt bevormundend, einengend. Ein Zuwenig bewirkt Unsicherheit“, so der Dirigent. Wie dieses Maß aussehen kann und warum Führen eben nicht nur hierarchisch „von oben nach unten“ funktioniert, wird er anhand von Beispielen veranschaulichen. Denn genau wie ein intensivmedizinisches Team wird auch ein Orchester bestimmt durch interdisziplinäres Zusammenarbeiten – am Ende erfolgreich sein kann man nur im gemeinsamen Zusammenwirken.

    Als Dirigent verkörpert Professor Gernot Schulz, dass das Nonverbale den größten Einfluss in der Kommunikation hat – und setzt es bewusst professionell ein. „Sinn und Zweck des Dirigierens ist es, das Orchester nonverbal zu bewegen – im physischen wie im emotionalen Sinne.“ Gleichzeitig interagiert jede einzelne Musikerin und jeder einzelne Musiker mit dem Dirigenten und dem gesamten Orchester und gibt kontinuierlich Feedback – nonverbal. „Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Festvortrag viel Neues und Inspirierendes erfahren werden, das wir für unsere eigene Arbeit in der Notfall- und Intensivmedizin nutzen können“, so Kongresspräsident Professor Dr. Sebastian Brenner.

    Ansprechpartner für Journalisten:

    Nina Meckel
    Pressesprecherin der DIVI

    presse@divi.de
    Tel +49 (0)89 230 69 60 21

    www.divi.de/presse

    Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)

    Die 1977 gegründete Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist ein weltweit einzigartiger Zusammenschluss von mehr als 3.500 persönlichen Mitgliedern und 19 Fachgesellschaften aus Anästhesiologie, Chirurgie, Innerer Medizin, Kinder- und Jugendmedizin sowie Neurologie und Neurochirurgie. Ihre fächer- und berufsübergreifende Zusammenarbeit und ihr Wissensaustausch machen im Alltag den Erfolg der Intensiv- und Notfallmedizin aus.
    Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.12.1953 und ist damit ein nicht-wirtschaftlicher Verein gemäß § 21 ff BGB.

    Mehr über die DIVI im Internet: www.divi.de


    Weitere Informationen:

    https://www.divi.de/presse/pressemeldungen/pm-divi22-eroeffnungsveranstaltung-wa...


    Bilder

    Professor Gernot Schulz
    Professor Gernot Schulz
    Philipp Korbinian Sattler


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Musik / Theater
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Professor Gernot Schulz


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).