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07.12.2022 10:45

Gender-Report 2022 erschienen - Geschlechterparität

Alexandra Nießen Ressort Presse - Stabsstelle des Rektorats
Universität Duisburg-Essen

    Die Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen in NRW vollzieht sie sich langsam und stagniert sogar zum Teil. Das zeigt der aktuelle Gender-Report 2022 der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW. Die an der Universität Duisburg-Essen (UDE) angesiedelte Einrichtung hat den Bericht heute offiziell vorgestellt.

    Der alle drei Jahre erscheinende und vom Wissenschaftsministerium NRW geförderte Gender-Report informiert, wie die Hochschulen des Landes ihrem Auftrag nachkommen, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern. Diesmal ging es um brisante Themen: ungleiche Bezahlung, beruflicher Aufstieg und Benachteiligungen von Wissenschaftlerinnen im Mittelbau.

    Verdienst und Aufstieg

    Auf den ersten Blick erscheint das Ergebnis für NRWs Hochschulen passabel: Sie reduzieren die Ungleichheit mit ihren Maßnahmen. Jedoch hakt es für Frauen weiter beim Aufstieg: Sie haben nicht nur deutlich häufiger als Männer lediglich Teilzeitstellen, sondern sind auch vermehrt mit mangelnder Wertschätzung und Benachteiligungen konfrontiert, wie Statistiken und Analysen des Gender-Reports zeigen. Dies sind Gründe, wieso weniger Wissenschaftlerinnen auf den höheren Qualifizierungs- und Leitungsebenen ankommen. Der Männeranteil bei den Professuren beträgt 83 Prozent und bei der Rektoratsleitung 78 Prozent.

    Zugleich gibt es weiterhin einen Gender-Pay-Gap bei der Bezahlung. „Im Durschnitt verdienen Professorinnen monatlich 514 Euro weniger als ihre Kollegen“, sagt Dr. Beate Kortendiek, Leiterin der Koordinations- und Forschungsstelle. Verantwortlich dafür seien vor allem die zusätzlichen Leistungsbezüge, die es seit 2002 in der W-Besoldung gibt und von den Hochschulen gewährt werden. Und die vergrößerten die Verdienstlücke enorm.

    Neue Aufgaben für die Gleichstellungsarbeit an Hochschulen

    „Zufrieden sind wir noch lange nicht. Aktuell sollten die Hochschulen in NRW Benachteiligungen von Frauen im Mittelbau abbauen und zudem die geschlechtliche Vielfalt ihrer Beschäftigten stärker berücksichtigen“, so Dr. Lisa Mense von der Forschungsstelle. Außerdem dürfe die Corona-Pandemie bei der Gleichstellung nicht zu Rückschritten führen. Den Ausfall der Kinderbetreuung und das Homeschooling fingen insbesondere Frauen auf. „Die Analysen verdeutlichen, wie dringend es ist, die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen zu verbessern, um Geschlechterungleichheiten zu reduzieren.“

    Weitere Informationen:
    Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW an der UDE:
    Dr. Beate Kortendiek, beate.kortendiek@netzwerk-fgf.nrw.de
    Dr. Lisa Mense, lisa.mense@netzwerk-fgf.nrw.de

    Redaktion: Alexandra Nießen, niessen@uni-due.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


     

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