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09.12.2022 13:27

Die Macht der Sportmedien

Sabine Maas Presse und Kommunikation
Deutsche Sporthochschule Köln

    Kommunikationswissenschaftler empfindet WM-Berichterstattung in Deutschland zum Teil als „überkritisch und aktivistisch“.

    Fußballübertragungen zählen zu den quotenstärksten Fernsehsendungen. Ihnen wird ein großer Unterhaltungswert zugesprochen. So scheint auch dieses Jahr die Fußball-WM in Katar in vielen Ländern weltweit sehr gut anzukommen; die FIFA präsentierte zuletzt mehrere TV-Rekorde und starke Quoten. In Deutschland hingegen fallen die Einschaltquoten für die WM 2022 im Schnitt deutlich niedriger aus als bei den vergangenen Fußballweltmeisterschaften. Warum ist das so und welche Macht geht von Zuschauerquoten und Sportmedien aus? Darüber spricht Dr. Christoph Bertling im Wissenschaftspodcast der Deutschen Sporthochschule Köln.

    Dr. Christoph Bertling ist Sportwissenschaftler und hat mehr als zehn Jahre lang als Journalist unter anderem bei der Süddeutschen Zeitung, Spiegel Online und der Deutschen Welle gearbeitet. Seit 2003 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienforschung der Deutschen Sporthochschule Köln und befasst sich in Lehre und Forschung mit Sportberichterstattung, Massenmedien und Kommunikationsstrategien. Mit Blick auf die aktuell laufende Fußball-WM sagt er: „Die eigentliche Gefahr ist, dass Leute sagen: Wir können uns gar nicht mehr darüber unterhalten; wir haben einfach die Nase voll von diesen unleidlichen Diskussionen im Vorfeld, was die FIFA macht, was der DFB macht, […]. Wenn das passiert, dann bedeutet das, dass der Unterhaltungswert zerstört wird. Und da sehe ich dir große Gefahr der FIFA, dass der Fußball sich nicht mehr zum Unterhaltungsprodukt macht.“

    Im Wissenschaftspodcast liefert Bertling Hintergrundinformationen zur Sportmedienlandschaft und bezieht Stellung zur Medienarbeit vor und während der WM. Er erklärt, wie „Medientsunamis“ funktionieren, wie sich der Sportjournalismus gewandelt hat und warum es Randsportarten so schwer haben, neben dem Fußball mediale Präsenz zu erlangen. Außerdem erläutert Bertling, wo die Gefahr von so genannten Filterblasen liegt und welche Rolle Künstliche Intelligenz in der Berichterstattung spielt. Die neue Folge von „Eine Runde mit …“ ist also nicht nur für Fußballfans, WM-Zuschauer*innen und Journalist*innen interessant, sondern für alle, die sich mit dem Sport in den Medien und seinen Protagonist*innen auseinandersetzen.

    „Eine Runde mit …“ Dr. Christoph Bertling (Folge 22) ist auf der Webseite der Deutschen Sporthochschule Köln unter www.dshs-koeln.de/einerundemit erreichbar und zusätzlich überall dort zu finden, wo es Podcasts gibt.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Christoph Bertling
    Institut für Kommunikations- und Medienforschung
    Tel.: +49 221 4982-6080
    bertling@dshs-koeln.de


    Originalpublikation:

    www.dshs-koeln.de/einerundemit


    Bilder

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    Deutsche Sporthochschule Köln


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Sportwissenschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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