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24.01.2023 13:20

Klimaschutzbericht 2022 der Universität Greifswald veröffentlicht

Jan Meßerschmidt Hochschulkommunikation
Universität Greifswald

    Im Jahr 2022 konnte die Universität Greifswald ihre CO2 -Reduktionsziele erreichen. Damit hat sie erfolgreich begonnen, ihre 2021 beschlossene Klimaschutzstrategie umzusetzen. Zentrales Ziel ist es, bis 2030 die Klimaneutralität zu erreichen. Das bedeutet: Jahr für Jahr muss die Universität rund 11 Prozent ihrer derzeitigen jährlichen Treibhausgas-Emissionen einsparen oder ausgleichen. Das geht aus dem Klimaschutzbericht hervor, der im Januar 2023 veröffentlicht wurde. Er enthält die aktuelle Treibhausgas (THG)-Bilanz der Universität, macht zahlreiche Vorschläge für Klimaschutzmaßnahmen und stellt die wesentlichen Herausforderungen für die kommenden Jahre vor.

    Insgesamt weisen die Berechnungen jährliche (Netto-) THG-Emissionen von 6098 Tonnen CO2-Äquivalenten aus. Die THG-Bilanz basiert auf einer begründeten Systembeschreibung und erfasst erstmals alle relevanten Handlungsfelder. Die mit Abstand größte Treibhausgasquelle der Universität sind ihre trockenen Moorflächen, gefolgt von Energie (vor allem die Bereitstellung von Heizenergie) sowie den beschafften Produkten und Dienstleistungen. Einen weiteren bedeutenden Anteil am THG-Fußabdruck nehmen die Flugreisen ein.

    Neben zahlreichen THG-Quellen verfügt die Universität jedoch auch über wirksame Treibhausgassenken, insbesondere ihre Waldgebiete. Allein der gerade eingerichtete Klimaschutzwald im NSG Eldena bindet zusätzlich nun jährlich rund 700 Tonnen CO2-Äquivalente an THG-Emissionen. Insgesamt binden die Waldflächen der Universität annähernd die gleiche Menge an Kohlendioxid, wie sie durch die entwässerten Moorflächen freigesetzt wird. Damit ist die THG-Bilanz der Ländereien etwa ausgeglichen. Die trockenen Moorflächen haben Potenzial als THG-Senke. Ihre Wiedervernässung ist die zentrale Herausforderung für die kommenden Jahre und Jahrzehnte.

    „Bei der Treibhausgasbilanzierung steckt der Teufel oft im Detail und die Methodik ist noch nicht überall ausgereift. Zwar weisen unsere Berechnungen noch einige Lücken und Unschärfen auf, doch die gute Nachricht ist: Wir kennen jetzt die Größenordnung unserer THG-Emissionen und auch alle wesentlichen Quellen. So ist es nun besser möglich, gezielte Maßnahmen zu entwickeln und ihren Erfolg dann später zu messen“, so Dr. Tiemo Timmermann, der als Nachhaltigkeitsbeauftragter die Umsetzung der Klimaschutzstrategie koordiniert.

    Weitere Informationen
    Links zum Klimabericht:
    Langfassung https://typo3.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Infor...
    Kurzfassung https://typo3.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Infor...

    Ansprechpartner an der Universität Greifswald
    Dr. Tiemo Timmermann
    Nachhaltigkeitsbeauftragter
    Institut für Botanik und Landschaftsökologie
    tiemo@uni-greifswald.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


     

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