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14.06.2004 08:24

"Renewables" - China-Besuch im Zeichen erneuerbarer Energien

Thomas Philipp Reiter Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

    Chinesen sehen Niedersachsen als kompetentes "Land mit Energie"

    SHANGHAI. Chinesische und niedersächsische Regierungsvertreter bewerten ihre in Shanghai fortgesetzten wissenschaftspolitischen Gespräche als erfolgreichen Versuch, Niedersachsen als Kompetenzzentrum der erneuerbaren Energien zu positionieren. So wurde in Verhandlungen mit der Bildungskommission der Stadtverwaltung Shanghais in der vergangenen Woche eine konkrete Zusammenarbeit in diesem Bereich vereinbart. "Wir sind fasziniert von der wirtschaftlichen Dynamik Chinas, die in Shanghai als Expo-Standort 2010 am deutlichsten wird", so Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann in einem ersten Resümee seines Besuchs. "China hat in den letzten Jahren einen Quantensprung vom quantitativen zum qualitativen Wachstum geschafft." So sei die vom früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht begründete Partnerschaft mit der Provinz Anhui zunächst aus einem Entwicklungshilfegedanken heraus entstanden. "Heute jedoch profitieren in Niedersachsen Wissenschaft und Wirtschaft von unserer starken Position in China", so Stratmann.

    Niedersachsen soll mit Hilfe Chinas als größtem und am schnellsten wachsendem Markt der Erde der deutsche Motor für Erforschung, Lehre und Entwicklung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe werden. Zu diesem Zweck werden die vorhandenen Kompetenzen und vereinbarten niedersächsisch-chinesischen Kooperationen an der Fakultät Ressourcenmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Kunst (Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen) gebündelt. Die Federführung hat Minister Stratmann dem zuständigen Dekan Professor Martin Thren übertragen, der Stratmann in China begleitet. An dessen Fakultät ist bereits seit Januar 2004 die "Fachinformationsstelle Bioenergie Niedersachsen (BEN)" angesiedelt. Sie koordiniert auch das vom Niedersächsischen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen ins Leben gerufene "Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe 3N".

    Einige niedersächsische Hochschulen werden sofort von den Verhandlungsergebnissen in China profitieren. Mit der Universität der Provinzhauptstadt in Anhui, Hefei University, werden gemeinsame Projekte zur Gewinnung von Bio-Energie aus Bio-Müll umgesetzt. Die Fachhochschulen Hannover und in Hildesheim/Holzminden/Göttingen werden in diesem Zusammenhang einen internationalen Masterstudiengang "Nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien" einrichten. Letztere hat gemeinsam mit der Fachhochschule Osnabrück eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Fachbereich Agrarwissenschaften in Hefei getroffen.

    In Shanghai wird es eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Automobil der Tongji Universität geben. Dessen Direktor, Professor Wan Gang, hatte ab 1985 an der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld promoviert und war elf Jahre lang als Ingenieur bei Audi in Ingolstadt beschäftigt. Gemeinsam mit Volkswagen in Shanghai arbeitet er an der Entwicklung von Fahrzeugen, die mit Brennstoffzellen betrieben werden. Stratmann und seine Delegation konnten sich vor Ort davon überzeugen, dass dieses Projekt Raum für eine Zusammenarbeit mit dem Brennstoffzellen-Labor der Universität Hannover bietet. "Die Vorkommen des Rohstoffs Öl gehen zur Neige und deren Verbrennung wird unter Umweltaspekten immer fragwürdiger", so der Minister. "Niedersachsen mit seinen innovativen Hochschulen als Land mit Energie hat die vielleicht einmalige Chance, sich mit nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien maßgeblich an der Lösung dieses Menschheitsproblems zu beteiligen. Niedersachsen hat in der Fläche und in den Köpfen seiner Bürger ein enormes Potenzial dafür."


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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