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20.09.2023 09:22

Der politische Umgang mit Krisen im 21. Jahrhundert: Zeitenwende, "Business as Usual" oder Durchwursteln?

Bijan Kafi Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hanse-Wissenschaftskolleg

    Eine Fachtagung am Hanse-Wissenschaftskolleg befasst sich vom 28.-29. September 2023 mit der Forschung zum Umgang moderner Gesellschaften mit multiplen Krisen. Die Veranstaltung findet unter Beteiligung namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt statt.

    Der Krieg in der Ukraine, die Klimakrise, die Corona-Pandemie, der Anstieg der Flüchtlingsströme, die Finanzkrise, die Inflation: moderne Gesellschaften sind im 21. Jahrhundert mit einer wachsenden Zahl von Krisen konfrontiert. Die jüngste Krisenhaftigkeit der Welt entfaltet sich in einer Zeit der populistischen Bewegungen, antidemokratischen Tendenzen und zunehmenden Polarisierung, die etablierte politische Institutionen bedrohen. Es ist absehbar, dass keine dieser Krisen innerhalb nationaler politischer Rahmenbedingungen adäquat gelöst werden kann. Stattdessen müssen politische Akteure zunehmend koordinierte und ressortübergreifende Maßnahmen auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene verbinden, um diese und zukünftige Krisen meistern zu können.

    Der internationale Workshop am HWK bringt 26 renommierte Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler aus dem In- und Ausland sowie drei Doktoranden und einen Postdoc der Universität Bremen zusammen, um diesen Fragen nachzugehen und eine Diskussion unter Forscherinnen und Forschern und einem breiteren Publikum anzustoßen.

    Vier Panels, die Governance-Strukturen in Europa und der Welt sowie Steuerpolitik als zentrale staatliche Kompetenz in den Mittelpunkt stellen, bilden den Rahmen des Arbeitsprogramms: 1) Die Welt im Krisenmodus, 2) Änderungen der Weltordnung, 3) Die EU als Krisenmanager und 4) Steuerpolitik als Rettung. Im Einzelnen geht es unter Anderem um Fragen wie:

    - Wann wird eine Krise als solche wahrgenommen? Wann führt eine Krise zu Kooperation, wann zum Alleingang?
    - Nehmen Gesetzgeber die Problemlage richtig wahr?
    - Können die derzeitigen institutionellen Arrangements sie bewältigen?
    - Funktionieren politische Antworten auf Krisen auch im Zusammenspiel von Mehrfachkrisen?
    - Sind die gefundenen politischen Antworten von ausreichendem Umfang?
    - Ist das politisch Beschlossene echte Problemlösung oder bloßes Krisenmanagement?
    - Brauchen wir eine Zeitenwende der Governance statt bloßem "muddling through"?

    Der Workshop wird organisiert von Prof. Dr. Hilke Brockmann, Constructor University, Prof. Dr. Laura Seelkopf, Ludwig-Maximilians-Universität München und Prof. Dr. Thomas Rixen, Freie Universität Berlin. Die Veranstaltung wird von der Fritz Thyssen Stiftung und dem Hanse-Wissenschaftskolleg finanziell gefördert.
    Mehr zur Veranstaltung

    Die Tagungssprache ist Englisch.

    Ansprechpartner für die Presse

    Hanse-Wissenschaftskolleg (Institute for Advanced Study)
    Hr. Bijan Kafi (bkafi@hanse-ias.de)
    Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel. 04221-9160-171


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Hilke Brockmann, Constructor University (hbrockmann@constructor.university)
    Prof. Dr. Laura Seelkopf, Ludwig-Maximilians-Universität München (laura.seelkopf@gsi.uni-muenchen.de)
    Prof. Dr. Thomas Rixen, Freie Universität Berlin (thomas.rixen@fu-berlin.de)


    Weitere Informationen:

    https://hanse-ias.de/veranstaltungen/detail/event/404


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Politik
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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