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11.12.1998 13:07

1. Essener Expertentreffen zum Bronchialkarzinom

Monika Roegge Pressestelle Standort Essen
Universität Essen (bis 31.12.2002)

    321/98
    10. Dezember 1998

    Der moderne, kombinierte Einsatz von Chemotherapie, Strahlentherapie und Operation hat in jüngerer Vergangenheit die Heilungsraten in bestimmten Stadien des Lungenkrebses deutlich verbessern können. Dies kann allerdings bei jedem einzelnen Patienten nur bei einer sehr engen Zusammenarbeit aller medizinischen Spezialisten gelingen. Außerdem muß die Art der Kombination der Behandlung auf jeden einzelnen Patienten individuell abgestimmt werden.

    Das sind die wichtigsten Ergebnisse des 1. Essener Expertentreffens zum Bronchialkarzinom, das der "Arbeitskreis Bronchialkarzinom" am Westdeutschen Tumorzentrum jetzt ausgerichtet hat. Mehr als 50 Lungenfachärzte, Internistische Onkologen und Hämatologen, Strahlentherapeuten und Lungenchirurgen aus zahlreichen deutschen Kliniken, aber auch aus Wien und Manchester nahmen daran teil.

    Interdisziplinäre Arbeitsgruppen wie der Essener "Arbeitskreis Bronchialkarzinom" sind in den vergangenen Jahren an zahlreichen Tumorzentren in Deutschland eingerichtet worden. Der Erfolg gibt den Forschern recht: In letzter Zeit hat die intensive Zusammenarbeit die Chancen auch für viele der Patienten verbessert, bei denen bis vor wenigen Jahren noch keine endgültige Heilung erreicht werden konnte.

    Trotz dieser Erfolge sind nach Meinung der Fachleute in Deutschland aber immer noch viel zu wenige Patienten mit Lungenkrebs in solche hocheffektiven Therapiestudien eingebunden. Häufig seien an solchen Studien gleich mehrere große Zentren beteiligt. Im europäischen Umfeld, erklärt dazu am Essener Universitätsklinikum, an dem das Westdeutsche Tumorzentrum seinen Sitz hat, der Direktor der Inneren Klinik und Poliklinik (Tumorforschung), Professor Siegfried Seeber, sei man da schon ein Stück weiter. Dort zeige sich, daß eine konsequente Behandlung der Patienten innerhalb solcher kontrollierter Studien langfristig genau diejenigen Erfahrungen liefere, die für eine weitere Verbesserung der Therapie absolut unverzichtbar seien. Auch deshalb vereinbarten die Therapeuten der verschiedenen Fachdisziplinen bei dem Expertentreffen für die Zukunft einen noch regelmäßigeren und engeren Erfahrungsaustausch.

    Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83-20 85
    Weitere Informationen: Professor Dr. Siegfried Seeber, Telefon (02 01) 7 23-20 00


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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