idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
07.03.2024 13:02

Fliegen helfen bei der Bestimmung der Artenvielfalt

Dr. Andreas Fischer Presse und Kommunikation
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

    Schüler:innen des Greifswalder Humboldt-Gymnasiums und das Helmholtz-Institut für One Health untersuchen Biodiversität und Krankheitserreger mithilfe von Fliegen

    Am 07.03.2024 startet am Helmholtz-Institut für One Health ein besonderes Projekt, in dem Schüler:innen Wissenschaft hautnah erleben können. Hierfür gibt der Institutsleiter Prof. Fabian Leendertz eine Einführung in das Thema One Health. Bis zum Ende des Schuljahres werden den Schüler:innen der 9. und 10. Klasse in zwölf Unterrichtseinheiten des Wahlpflichtfaches Ökologie eng verknüpfte Themen wie Biodiversität, Klimawandel, Infektionen und Antimikrobielle Resistenzen nahegebracht. Darüber hinaus erlernen sie grundlegende Methoden der Molekular- und Mikrobiologie, mit deren Hilfe sie – mit Unterstützung der Wissenschaftler:innen – selbst experimentell arbeiten können. Das HIOH ist ein Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI).

    Das Citizen Science-Projekt CiFly ist Teil der One Health-Region Vorpommern, die innerhalb der Initiative „T!Raum – TransferRäume für die Zukunft von Regionen“ unter Leitung der Universität Greifswald vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

    „Mit dem Projekt CiFly wollen wir junge Leute für die Wissenschaft und das Thema One Health begeistern“, sagt Fabian Leendertz. „Schüler:innen aus der Region erhalten die Möglichkeit, selbst als Forschende tätig zu sein und mithilfe innovativer Methoden eigene Fragestellungen zu beantworten.“ In dem Citizen Science-Projekt CiFly werden Fliegen als Sammler von DNA aus der Umwelt genutzt, um die Biodiversität und möglicherweise darin vorkommende zoonotische Krankheitserreger sowie deren Resistenzen in Abhängigkeit von verschiedenen Umwelteinflüssen zu untersuchen.

    „Wir freuen uns sehr darauf, mit den Schüler:innen zu arbeiten“, sagt Johanna Eberhard, die das Projekt am HIOH koordiniert. „Wir möchten ihnen zeigen, welche Möglichkeiten die Wissenschaft bietet. Dabei ist es uns wichtig, nicht nur das Wissen, sondern auch die Freude an der Wissenschaft zu vermitteln.“

    „Als wir die Anfrage vom Helmholtz-Institut erhielten, ob wir uns eine Beteiligung an diesem Projekt vorstellen könnten, haben wir sofort zugesagt. Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es eine exzellente Gelegenheit, in einem realen Forschungsprojekt einer renommierten wissenschaftlichen Einrichtung mitzuarbeiten und neben dem eigenen Wissens- und Kompetenzzuwachs Einblicke in das Berufsfeld von Forschenden zu erhalten“, sagt Ulf Burmeister, Schulleiter des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums. „Wir sind sehr erfreut über diese Gelegenheit, unseren Wahlpflichtkurs Ökologie auf diese Weise so praxisnah gestalten zu können. Hierfür möchte ich dem Helmholtz-Institut ausdrücklich danken.“

    Auch Anna Bernhardt, Lehrerin am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, freut sich auf die Zusammenarbeit im Projekt CiFly: „Für unsere Schülerinnen und Schüler ist es spannend und interessant, mit Forschung und Wissenschaft unmittelbar in Kontakt zu kommen. Natürlich wünsche ich mir, dass sie in diesem Projekt in die große Welt der Wissenschaft hineintauchen können, ihren Horizont erweitern und viele neue Dinge lernen und erleben, wie zum Beispiel, was sich hinter einer PCR verbirgt. Und möglicherweise erkennen die Schülerinnen und Schüler durch das Team des Helmholtz-Instituts, wozu das mitunter abstrakte Schulwissen wichtig und nützlich ist.“

    Diese Pressemitteilung finden Sie auch auf unserer Homepage unter dem Link https://www.helmholtz-hzi.de/de/aktuelles/news/news-detail/article/complete/flie....

    Das Helmholtz-Institut für One Health:
    Das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) widmet sich der interdisziplinären Erforschung der Zusammenhänge zwischen Mensch-, Tier- und Umweltgesundheit. Ziel ist, ein besseres Verständnis zoonotischer Erkrankungen, antimikrobieller Resistenzen und der Evolution von Pathogenen als Voraussetzung für erfolgreiche Pandemievorsorge und -prävention zu erlangen. Dem One Health-Ansatz entsprechend, wonach die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt als ein untrennbares Ganzes zu betrachten ist, vereint das HIOH eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen und Forschungsschwerpunkte unter einem Dach. http://www.helmholtz-hioh.de

    Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:
    Wissenschaftler:innen am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen in Braunschweig und an anderen Standorten in Deutschland bakterielle und virale Infektionen sowie die Abwehrmechanismen des Körpers. Sie verfügen über fundiertes Fachwissen in der Naturstoffforschung und deren Nutzung als wertvolle Quelle für neuartige Antiinfektiva. Als Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) betreibt das HZI translationale Forschung, um die Grundlagen für die Entwicklung neuartiger Therapien und Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten zu schaffen. http://www.helmholtz-hzi.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Johanna Eberhard
    johanna.eberhard@helmholtz-hioh.de
    Helmholtz-Institut für One Health
    Fleischmannstraße 42
    17489 Greifswald
    http://www.helmholtz-hioh.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Medizin, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).