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17.12.1998 08:22

Informatikpreis 1998 an Dipl. Inf. (FH) Mario Jeckle - FH Augsburg

Dipl.-Verwaltungswirt (FH) Frank Richlich Referat Kommunikation
Fachhochschule Augsburg

    Der Fachbereichstag Informatik hat an Herrn Dipl.-Inf. (FH) Mario Jeckle, für seine von Prof. Dr. Lore Kern-Bausch betreute Diplomarbeit, den Informatikpreis 1998 verliehen.

    In der Arbeit werden Modellierungsmöglichkeiten von komplexen Fertigungsabläufen (speziell solcher aus der Automobilindustrie) aufgezeigt. Insbesonders wird eine Methode zur Umsetzung von natürlichsprachig formulierten Anforderungen in eine rechnergestützte Darstellung entwickelt und für den Praxiseinsatz realisiert.

    Im folgenden wird die Laudatio von Prof. Dr. Rolf Urban, FH Zwickau, Vorstandsmitglied im Fachbereichstag Informatik, wiedergegeben:

    Laudatio anläßlich der Auszeichnung der Diplomarbeit zum Thema:

    "Prozeßkettenmodellierung am Beispiel der Gießwerkzeugentwicklung und prototypische Implementierung auf Basis des EDM/PDM - Systems Metaphase"

    Ich habe es nun zum zweiten Mal übernommen, mich an der Bewertung der Diplomarbeiten zu beteiligen, die für die Auszeichnung mit dem Preis des Fachbereichstags Informatik zur Auswahl standen. Sie, meine Damen und Herren, kennen die Tätigkeit der Bewertung und Korrektur von Diplomarbeiten und wissen, das so etwas nicht nur reine Unterhaltung ist.

    Lassen Sie mich aber ganz deutlich zum Ausdruck bringen: Das Studium der in diesem Jahr eingereichten Arbeiten war durchaus anstrengend. Es war aber eine Freude, diese Arbeiten zu lesen. Ich möchte mich bei allen Verfassern der eingereichten Diplomarbeiten und den Professoren, die ihre Schützlinge zur Einreichung animiert haben, für diese ausgezeichnete Lektüre bedanken. Keine der eingereichten Arbeiten lies einen Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung ihrer Einreicher. Jede dieser Arbeiten war etwas Besonderes.

    Als ich die Arbeit Jeckle erhielt, war ich zunächst erst einmal geschockt. 183 gebundene Seiten, dazu 191 Seiten Anlagen, davon wiederum 6 Seiten im Format A1, das heißt für mich im Normalfall, daß der Verfasser es nicht gepackt hat, sein Wissen konzentriert darzustellen - und redundante Arbeiten tragen bei mir von vornherein einen zusätzlichen Makel.

    Diese Arbeit belehrte mich eines Besseren. Ich weiß jetzt: Es ist auch möglich, in diesem Umfang konzentriertes Wissen darzustellen und dabei weder bezüglich Neuheitswert, Praxisbezogenheit, logischen Aufbau noch äußerer Form Abstriche zuzulassen. Die Arbeit Jeckle hat das bewiesen. Allein Kapitel 4 - Datenmodellierung - könnte mit geringen redaktionellem Aufwand als Lehrbuch herausgegeben werden.

    Die Arbeit zeugt von umfassendem Wissen des Autors, von Beharrlichkeit bei der Verfolgung des Themas, aber auch von Inspiration. Herr Jeckle hat in diesem Haus auch bewiesen, daß er in der Lage ist, seine Ergebnisse auf brillante Weise vorzutragen.

    Die Arbeit zeugt aber auch von einem Umfeld, das starke Leistungen fördert. Hier entstand eine Diplomarbeit im Zusammenwirken mit einem leistungstarken Forschungsteam aus Studenten und Mitarbeitern der Wirtschaft und unter der Obhut einer Professorin, die sich offenbar hervoragend mit den Problemen ihrer Studenten identifizieren kann.

    Ansprechpartner: Prof. Dr. Lore Kern-Bausch
    Tel.: 0821/5586-450
    Fax: 0821/5586-499
    e-mail: richlich@verwaltung.fh-augsburg.de
    Augsburg, den 17.12.1998


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Informationstechnik, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften, fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte, Personalia, Wissenschaftliche Tagungen, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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