Wissenschaftliche Untersuchung der EHB zu kommunalen Präventionsnetzwerken für Familien.
Eine neue Studie des Kompetenzteams „Frühe Bildung in der Familie“ an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) zeigt: Elternbegleitung kommt bei den Eltern an
Im Rahmen des ESF Plus-Programms „ElternChanceN“, gefördert durch das Bundesfamilienministerium, wurden seit 2022 über 2.000 niedrigschwellige Angebote wie Elterncafés und alltagsnahe Beratung umgesetzt. In der jetzt veröffentlichten mehrsprachigen Befragung von 1.243 Eltern zeigten sich über 90 Prozent der Eltern zufrieden; 95 Prozent würden die Elternbegleitung weiterempfehlen. Gerade Familien in besonderen Lebenslagen profitieren von den niedrigschwelligen Angeboten. Ein Großteil der Eltern ist der Ansicht, dass die Angebote den Alltag erleichtern (89,8 Prozent) und dabei helfen, Kinder besser zu fördern (86,6 Prozent).
Die am 27. November durch das Bundesfamilienministerium herausgegebene wissenschaftliche Studie „Eltern im Blickpunkt“ wurde vom an der EHB angesiedelten Kompetenzteam durchgeführt, das die Wirkung der präventiven Angebote untersucht. Dabei zeigt sich, dass Elternbegleiter:innen als zuverlässige Partner:innen im Alltag eine wichtige Stabilisierungs- und Orientierungsfunktion für Familien einnehmen.
„Die Ergebnisse der Studie belegen, dass niedrigschwellige Angebote wie die Elternbegleitung für Familien in ganz unterschiedlichen Lebenslagen wichtig sind. Mit dem Programm ElternChanceN wird genau dort angesetzt, wo Unterstützung im Alltag benötigt wird“, erklärt Projektleiterin Prof.in Dr. Julia Lepperhoff. „Unsere Aufgabe ist es, die Arbeit der Elternbegleiter:innen wissenschaftlich zu begleiten und Empfehlungen für die langfristige Integration solcher Ansätze in die kommunale Infrastruktur zu geben. Denn nur so können nachhaltig positive Effekte für Familien und ihre Kinder erzielt werden.“
Stärkung lokaler Netzwerke durch Regionalkonferenzen
Ein weiterer Fokus liegt auf der nachhaltigen Verankerung der Elternbegleitung auf kommunaler Ebene. Im November fanden drei Regionalkonferenzen statt, bei denen Fachkräfte des ElternChanceN-Programms und des bundesweiten „Netzwerks Elternbegleitung“ sich vernetzten und über eine verbesserte Sichtbarkeit von Elternbegleitung im kommunalen Raum austauschten. Diese Konferenzen gaben auch wichtige Impulse für eine stärkere Vernetzung mit den insgesamt 15.000 qualifizierten Elternbegleiter:innen.
Langfristige Unterstützung für Familien
Das ESF Plus-Programm „ElternChanceN“, das bis 2028 mit 45 Millionen Euro gefördert wird, bildet eine solide Basis, um Elternbegleitung flächendeckend und nachhaltig zu etablieren. Die wissenschaftliche Begleitung durch die EHB trägt wesentlich dazu bei, die Qualität und Wirkung dieser familienunterstützenden Maßnahmen sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln.
Prof.in Dr. Julia Lepperhoff, Professur für Sozialpolitik, Leitung Kompetenzteam "Frühe Bildung in der Familie"
Link zur Studie:
https://www.eh-berlin.de/fileadmin/Redaktion/2_PDF/PRESSE/Pressemeldungen/eltern...
https://www.eh-berlin.de/forschung/forschungsprojekte/kompetenzteam-fruehe-bildu...
Kompetenzteam "Frühe Bildung". Prof.in Dr. Julia Lepperhoff, Dr. Lena Corell, Selina Chwoika (v.l.n. ...
Foto: Stadtgören,Laura Gliesche
©Kompetenzteam
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Pädagogik / Bildung, Politik
überregional
Forschungsergebnisse, Kooperationen
Deutsch
Kompetenzteam "Frühe Bildung". Prof.in Dr. Julia Lepperhoff, Dr. Lena Corell, Selina Chwoika (v.l.n. ...
Foto: Stadtgören,Laura Gliesche
©Kompetenzteam
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