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24.01.2025 18:37

Stromfluss ohne Kabel: Flexibleres Laden von E-Fahrzeugen - Projekt „DynaviL“ an der Hochschule Kempten gestartet

Sybille Adamer Hochschulkommunikation
Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten

    In dem neuen Forschungsprojekt DynaviL wird an einer kontaktlosen dynamischen Aufladung von elektrischen Fahrzeugen geforscht. Diese soll erstmals für einen räumlich ausgedehnten flächigen Bereich konzipiert werden. DynaviL ist ein Projekt des Instituts für Leistungselektronik (ILE) am Standort Benningen und wird über das Förderprogramm „Elektrische Systeme (Elsys)“ vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie mit rund 436.000 Euro gefördert.

    Sie sind umweltfreundlicher und energieeffizienter als Verbrenner, machen von fossilen Brennstoffen unabhängig und bieten verschiedene Kostenvorteile – elektrifizierte Fahrzeuge bleiben gefragt. Im öffentlichen Nahverkehr und im Lieferverkehr werden sie vermehrt eingesetzt. Auch fahrerlose Nutzfahrzeuge in industriellen Lagerhallen oder an Flughäfen sind häufig elektrisch. Solche Fahrzeuge nutzen in der Regel vielfältige Fahrwege, die sich auch kurzfristig ändern können. Bisher sind keine Systeme bekannt, die eine dynamische induktive Lademöglichkeit bieten, die auch einen flächigen Bereich versorgt. DynaviL soll diese Lücke im Stand der Technik mittels Matrix-Spulenanordnung und neuer Spulengeometrie schließen.

    Zwei Use Cases: Autonome Shuttles und Nutzfahrzeuge
    Im Projekt sollen zwei Anwendungsszenarien demonstriert werden, bei denen die Fahrzeuge mit unterschiedlichen Batterietypen und Spannungsebenen laufen. Für diese Use Cases existieren bereits konkrete Betriebskonzepte und Testsysteme: Zum einen eine Aufladung elektrifizierter autonomer Shuttles für den öffentlichen Nahverkehr, welche mit Niedervolt-Batterien ausgestattet sind. Zum anderen die dynamische sowie statische Aufladung von industriellen Nutzfahrzeugen, welche über Niedervolt- oder Hochvolt-Batterien verfügen.
    Mit Hinsicht auf eine spätere wirtschaftliche Verwertung soll durch eine möglichst identische Aufbauweise des Systems für beide Use-Cases eine kostenattraktive innovative Lösung ermöglicht werden.

    Die Projektdauer endet im November 2027. Projektpartner ist die Finepower GmbH, die assoziierten Partner sind die DB Regio AG und die Goldhofer AG. Projektträger ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH.

    Über das ILE – Institut für Leistungselektronik
    Das ILE – Institut für Leistungselektronik der Hochschule Kempten am Standort Benningen ist eine anwendungsorientierte, interdisziplinäre Forschungseinrichtung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie. Als Technologietransferzentrum begleitet und unterstützt es Industriepartner bei der Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Kontext der innovativen Leistungselektronik und erneuerbaren Energien. http://www.hs-kempten.de/ile

    Über das Förderprogramm „Elektrische Systeme"
    „Elektrische Systeme" ist ein Förderprogramm der Bayerischen Staatsregierung, das Forschungs- und Entwicklungsprojekte an industriellen Anwendungen unterstützt, die nach Projektende zur Herstellung und Vermarktung von konkreten Produkten führen. Weitere Informationen: https://www.elsys-bayern.de/


    Weitere Informationen:

    https://kefis.fza.hs-kempten.de/de/forschungsprojekt/798-dynavil


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Elektrotechnik, Energie, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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