An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Medizin und Technologie finden Studieninteressierte an dem kommenden Wintersemester ein neues Studienangebot der Hochschule Biberach (HBC) vor: die Medizinische Biotechnologie. Im Mittelpunkt des siebensemestrigen Bachelors steht die Entwicklung innovativer Therapeutika. Das Studium bereitet gezielt darauf vor, neuartige Therapieansätze beispielsweise der Zell- und Gentherapie zu verstehen, zu entwickeln und herzustellen.
„Wer sich also für Naturwissenschaften begeistert, eine zukunftsorientierte Karriere anstrebt und gerne in einem dynamischen Umfeld arbeitet, ist in diesem Studiengang bestens aufgehoben“, sagt Prof. Dr. Kerstin Otte, die an der Fakultät Biotechnologie Zell- und Molekularbiologie lehrt und das neue Studienangebot mitentwickelt hat.
Der Studiengang Medizinische Biotechnologie wird ab Oktober die bestehenden Bachelor-Studiengänge Pharmazeutische und Angewandte Biotechnologie ergänzen; darauf aufbauend bietet die HBC Masterstudiengänge in Kooperation mit der Universität Ulm an. Ziel der Angewandten Biotechnologie ist die Ausbildung von vielseitig einsetzbaren Biotechnologen mit einem Schwerpunkt auf Themen wie zum Beispiel der Biokatalyse oder der Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen. Die Pharmazeutische Biotechnologie konzentriert sich hingegen auf die Entwicklung und Herstellung von biotechnologisch erzeugten Arzneimitteln. Ziel ist es, Studierende auf Tätigkeiten in der pharmazeutischen Industrie vorzubereiten, insbesondere in den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Qualitätskontrolle. Die Medizinische Biotechnologie ergänzt das bestehende Angebot und konzentriert sich stärker auf biotechnologische Anwendungen und Therapieformen in der Medizin, die über die reine Arzneimittelherstellung hinausgehen.
Das neue Studienangebot ist auf die Entwicklung und Herstellung moderner Therapieansätze wie Gen-, Zell- und Immuntherapien fokussiert. Im Mittelpunkt stehen naturwissenschaftlich-medizinische Inhalte, flankiert von Bioprozessentwicklung und bioanalytischen Verfahren. Im späteren Beruf kann der Schwerpunkt dann auf der Entwicklung innovativer Therapien für die medizinische Praxis sowie der biotechnologischen Herstellung modernster Therapeutika gelegt werden. Dabei legt die Fakultät, wie Kerstin Otte erläutert, „besonderen Wert auf die Entwicklung und Herstellung innovativer Therapieformen“, ein Angebot, das nach dem Kenntnisstand der Professorin „bisher keine andere Hochschule anbietet“. Auch zeichne sich das Angebot durch eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis aus, wobei moderne Labore und eine intensive Betreuung in kleinen Gruppen den Studierenden optimale Lernbedingungen bieten.
Das Curriculum beinhaltet spezialisierte Module mit Themen wie Molekularbiologie, Genetik, Virologie, Zellbiologie und Immunologie, die ein tiefes Verständnis der biologischen Prozesse im menschlichen Körper vermitteln. Auch medizinische Anwendungen stehen auf dem Lehrplan, also Fächer wie Pathophysiologie, Humangenetik, molekulare Medizin und Pharmakologie. Sie stellen den Bezug zur Medizin her und beleuchten die Anwendung neuer Therapieformen zur Behandlung von Krankheiten. „Zusätzlich vermitteln wir ganz spezifisch Wissen zu Gen-, Zell- und Immuntherapien. „Aber auch technologische Kompetenzen zur Herstellung dieser Therapeutika sind uns wichtig sowie der interdisziplinäre Ansatz, also zum Beispiel die Einbindung von Inhalten aus der Bioinformatik“, so Otte.
Absolvent*innen der Medizinischen Biotechnologie, die ihr Studium mit einem Bachelor of Science abschließen, erwarten vielfältige berufliche Perspektiven in verschiedenen Bereichen der Biotechnologie, Pharmazie und Medizin. Zu den möglichen Berufsrichtungen gehören: Forschung und Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung, Pharmaindustrie oder Biotech-Startups, Regulatorische und Zulassungsbehörden, sowie klinische oder angewandte Forschung.
Wer sich für das neue Angebote interessiert oder die bestehenden Studiengänge kann sich bis zum 15. Juli 2025 für das kommenden Wintersemester bewerben.
Prof. Dr. Kerstin Otte, Fakultät Biotechnologie
otte@hochschule-bc.de
https://www.hochschule-biberach.de/studium/bachelorstudium/medizinische-biotechn...
Prof. Dr. Kerstin Otte im Labor der Fakultät Biotechnologie (links)
Foto: HBC
Prof. Dr,. Kerstin Otte, Fakultät Biotechnologie der Hochschule Biberach
Foto: HBC
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, jedermann
Biologie, Medizin
überregional
Studium und Lehre
Deutsch
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