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01.04.2025 12:05

THM hat neue Verantwortliche für Studium und Lehre

Malte Glotz Pressestelle
Technische Hochschule Mittelhessen

    Neun Jahre gehörte Prof. Dr. Katja Specht zu den prägenden Gesichtern der THM, hat vor allem in der Corona-Pandemie für verlässliche Lehre gesorgt. Zum Start des Sommersemesters übergibt sie Prof. Dr. Stephanie Hanrath ihr Amt als Vizepräsidentin für Studium und Lehre.

    Strategiekarte statt Staffelstab und ein aufgeräumtes Büro – ohne gewichtige Worte hat Prof. Dr. Katja Specht ihrer Nachfolgerin das Amt als Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) übergeben. Denn viel miteinander gesprochen haben die Wirtschaftsingenieurin und die Betriebswirtin bereits in den vergangenen Wochen. „Es hat wohl nie eine so enge Übergabe gegeben an der THM“, schätzt Specht. Sie möchte Hanrath ihre vielfältigen Aufgaben ohne Bruch überlassen. Es ist viel zu tun – alle Hochschulen kämpfen mit sinkenden Studierendenzahlen und in der Folge weniger Geld. Der Hessische Hochschulpakt wird neu verhandelt. Darin: Viele Programme für eine gute Lehre, die auch die THM in den vergangenen Jahren ausgiebig genutzt hat.

    Katja Specht war der erste Personalwunsch des damals frisch gewählten Präsidenten Prof. Dr. Matthias Willems. Ihr jeweiliges Amt traten beide am 1. April 2016 an. „Sie war mir eine große Stütze“, zog Willems – der sich gerade dienstlich im Ausland befindet – bereits Bilanz. Intern ist Specht unter anderem in Senat und Hochschulrat, von der Dekanatsrunde wie der professoralen Arbeitsgruppe und von zahllosen Verwaltungsmitarbeitenden verabschiedet worden. Sie kehrt auf eigenen Wunsch nach drei Amtszeiten zurück an den Friedberger Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, an den sie 2011 berufen worden war und wo sie Statistik, Operations Research und Logistik lehrt. Vor ihrem Amt im Präsidium war sie Dekanin und zuvor Prodekanin des Fachbereichs.

    Laut Willems habe Specht in ihren neun Jahren die strategische Basis für die Entwicklung von Studium und Lehre gelegt – „das wurde auch in Wiesbaden gesehen“. Ihr sei es maßgeblich zu verdanken, dass die THM in der Runde der hessischen Hochschulen ein Gewicht habe, das ihrer Größe entspreche. So ist etwa die Koordinierung des Verbundprojektes „Qualität in Studium und Lehre“ (QuiS), mit dem die Lehrentwicklung in Hessen gefördert wird, an der THM angesiedelt. Projekte wie das „Studium der angepassten Geschwindigkeit“ (SaG), das bei besonders schweren Studienfächern einen entzerrten Einstieg erlaubt, wurden an der THM mit entwickelt und ist dort in mittlerweile elf Studiengängen fest verankert.

    Katja Specht selbst gibt die Corona-Pandemie und die Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz in Lehre und Prüfungen als prägend für ihre Amtszeit an. Bei letzterem hat die THM eine Vorreiterrolle – der Einsatz von KI in Prüfungen ist rechtlich geregelt, zudem ist ein Reifegradmodell zu „KI in der Lehre“ in den Fachbereichen in Erprobung. Ihr Einsatz wird in allen Fachbereichen gelehrt. Es geht um einen pragmatischen Umgang mit einer Technologie, die den Berufsalltag junger Menschen prägen wird. Geprägt hat auch die Pandemie eine Generation Studierender. Deren Vertretung im Senat bedankte sich bei Katja Specht für die Kommunikation in dieser Zeit: „Sie haben uns das Gefühl vermittelt, dass wir weiter studieren können“, wandten sie sich an die scheidende Vizepräsidentin. Specht selbst sprach von einem „bleibenden Impact für die Digitalisierung der Lehre“.

    Die richtige Balance zu finden zwischen digitalen und Präsenzangeboten wird eine der Aufgaben von Spechts Amtsnachfolgerin Prof. Dr. Stephanie Hanrath sein. Sie ist im Dezember im Senat mit 22 von 28 abgegebenen Stimmen zur neuen Vizepräsidentin für Studium und Lehre gewählt worden. Sie möchte laufende Projekte aus der QuiS-Förderung des Landes und Netzwerkprojekte wie das HessenHub zur Digitalisierung in der Lehre fortführen. Zudem möchte sie ein Projekt „Förderung von Kompetenzen und Skills an der THM (FoKuS@THM) umsetzen, das aus dem hausinternen Zukunftsprozess der THM erwachsen ist.

    Hanrath ist die Lehrentwicklung nicht neu, leitete sie doch zuletzt das Zentrum für Qualitätsentwicklung (ZQE) der Hochschule. Sie stammt vom Niederrhein, wo sie 1988 ihr Abitur ablegte. Einem Diplomstudium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten „Unternehmensforschung“ und „Controlling“ an der Universität Bielefeld schloss sich eine Promotion zur „Investitionszielkonformen Kostenrechnung“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg an. Nach verschiedenen Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin kam sie 2005 als Referentin für Betriebswirtschaft am Institut für Genossenschaftswesen an die Philipps-Universität Marburg, bevor sie 2010 als Professorin für „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling“ an die THM berufen wurde.

    „Ich wünsche mir eine vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und zentralen Verwaltungseinheiten mit dem gemeinsamen Ziel, unseren Studierenden entlang des gesamten studentischen Lebenszyklus attraktive Angebote machen zu können, die sie bestmöglich auf die zukünftige Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten“, skizzierte Stephanie Hanrath ihre Erwartungen und Ziele für ihre erste Amtszeit. Diese geht bis März 2028.


    Weitere Informationen:

    https://www.thm.de/site/hochschule/campus/aktuelles/personalien/thm-hat-neue-ver... Original-Mitteilung auf der Webseite der THM


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    Prof. Dr. Katja Specht (l.) übergibt Prof. Dr. Stephanie Hanrath mit der Strategiekarte der THM auch das Amt als Vizepräsidentin für Studium und Lehre.
    Prof. Dr. Katja Specht (l.) übergibt Prof. Dr. Stephanie Hanrath mit der Strategiekarte der THM auch ...
    Malte Glotz
    THM


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


     

    Prof. Dr. Katja Specht (l.) übergibt Prof. Dr. Stephanie Hanrath mit der Strategiekarte der THM auch das Amt als Vizepräsidentin für Studium und Lehre.


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