- Karl-Eugen Huthmacher, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, eröffnet die erste Jahrestagung der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung (GTPF)
- 120 Teilnehmende diskutieren, wie Wissenschaftler*innen und Forschungseinrichtungen Bürger*innen besser in die Forschung einbeziehen können, um Zukunftsfragen zu lösen
Vom 2. bis 3. April 2025 findet in Frankfurt am Main die erste Jahrestagung der Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung mit dem Titel „Neue Horizonte in der transdisziplinären Forschung“ statt.
Zur Eröffnung der Tagung erklärt Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), in Frankfurt am Main:
„Wissenschaft und Forschung sind von entscheidender Bedeutung, um drängende Herausforderungen wie die Klimaerwärmung und den Artenverlust zu bewältigen. Es ist eine große Chance, wenn dabei das Praxis- und Erfahrungswissen aus Unternehmen, Kommunen und Zivilgesellschaft frühzeitig und eng in den Forschungsprozess eingebunden wird. So entstehen Innovationen, die in der Realität auch tatsächlich funktionieren und die von den Menschen angenommen werden.“
Die Vorsitzende der GTPF, Prof. Dr-Ing. Christine Ahrend, TU Berlin, erklärt zur Eröffnung:
„Die GTPF übernimmt eine Schlüsselrolle in der Vernetzung der Forschenden, von Hochschulen und Forschungsinstituten. Wir stärken den Wissensaustausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft und Praxis und mit den Bürger*innen. In der Fachgesellschaft finden verschiedene, bisher weitgehend getrennt arbeitende Forschungsansätze zusammen, beispielsweise Citizen Science, die partizipative Gesundheitsforschung, die Reallabor-Forschung oder die transdisziplinäre Forschung. Wir werden diese Kräfte bündeln, um neue Impulse im Wissenschaftssystem zu setzen.“
In ihrer Keynote zu Beginn der Tagung hebt die Vizepräsidentin Nachhaltigkeit Digitalisierung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), Prof. Dr. Kora Kristof, hervor:
„Viele Hochschulen und Forschungsinstitute haben die Chancen erkannt, die mit transdisziplinären und partizipativen Forschungsmethoden verbunden sind. Die Ergebnisse solcher Forschung lassen sich besser und schneller umsetzen, weil sie schon mit Akteuren aus der Praxis entwickelt und erprobt sind. Forschung hat damit mehr Impact und kann bessere Antworten geben. Das gilt für sozio-technische und auch für Soziale Innovationen. Gleichwohl bestehen noch große Heraus-forderungen. Transdisziplinäre Forschung muss eine wesentlich stärkere Rolle im Wissenschafts-system spielen – für schnellere und erfolgreiche Lösungen für die großen Zukunftsfragen. Die exzellenten und impaktorientierten Kompetenzen in der transdisziplinären und partizipativen Forschung gilt es in Forschung und Lehre zu stärken. Ich verspreche mir von Austausch und Zusammenarbeit in der GTPF eine wichtige Unterstützung auf diesem Weg.“
Hintergrund
Die Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e.V. ist die 2023 gegründete Fachgesellschaft der transdisziplinär und partizipativ Forschenden und Lehrenden sowie Praxis-partner*innen im deutschsprachigen Raum. Die GTPF ist eine Plattform für Vernetzung, fachlichen Austausch und Interessenvertretung im Bereich der transdisziplinären und partizipativen Forschung sowie für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft. Die Mitglieder repräsentieren die Vielfalt der Disziplinen, Ansätze und Methoden dieser Forschungsmodi.
Die Gründung der Fachgesellschaft wurde maßgeblich im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts vorbereitet: Das Projekt „tdAcademy“ im BMBF-Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung lief in den Jahren 2020 – 2025.
Die GTPF-Jahrestagung „Neue Horizonte in der transdisziplinären Forschung“ reflektiert den wachsenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bedarf an transdisziplinärer und partizipativer Forschung. Diese Forschungsmodi ermöglichen mit der Beteiligung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die globalen Herausforderungen aus vielen verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Auf diese Weise kann das Wissen aus der Gesellschaft und der Forschung zusammenwirken, um tragfähige Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln, etwa geeignete Klimaanpassungsmaßnahmen oder nachhaltige Ressourcennutzung.
Die Tagung wird gemeinsam mit den Partnern des BMBF-Projekts “tdAcademy” veranstaltet:
• Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
• Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der Technischen Universität Berlin
• Öko-Institut
• Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT
• Leuphana Universität Lüneburg.
Praktische Informationen zur Tagung
Mittwoch, 02.04.2025, 13:30 Uhr – Donnerstag, 03.04.2025, 12:30 Uhr
K1 Tagungszentrum im Öko-Haus, Kasseler Str. 1 a, 60486 Frankfurt am Main
Aktuelles Programm: https://www.td-academy.org/downloads/tdA_Horizonte-Konferenz_Programm_2025-03-17...
Tagungs-Homepage: https://td-academy.org/tdacademy/updates/1-gtpf-jahrestagung-neue-horizonte-in-d...
Martin Burwitz, Leiter der GTPF-Geschäftsstelle
martin.burwitz@gtpf.science
Tel. +49 30-314 775 02
https://gtpf.science/aktuelles
Logo der Gesellschaft für Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung (GTPF)
GTPF e.V.
GTPF e.V.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
jedermann
fachunabhängig
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch
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