Mit Immunzellen Hirntumore bekämpfen – das ist das Ziel des Mediziners Privatdozent Dr. Dr. Lukas Bunse, der in diesem Jahr den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhält. Ausgezeichnet wird er für seine Forschung zur Entwicklung und klinischen Umsetzung von immuntherapeutischen Strategien für Patienten mit sogenannten höhergradigen Gliomen. Lukas Bunse forscht als Privatdozent an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Zudem ist er als Arzt in der Neurologie am Universitätsklinikum Mannheim tätig.
Pressemitteilung
Heidelberg, 2. April 2025
Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Neurologen an der Universität Heidelberg
Deutschlands wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs geht an Privatdozent Dr. Dr. Lukas Bunse
Mit Immunzellen Hirntumore bekämpfen – das ist das Ziel des Mediziners Privatdozent Dr. Dr. Lukas Bunse, der in diesem Jahr den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhält. Ausgezeichnet wird er für seine Forschung zur Entwicklung und klinischen Umsetzung von immuntherapeutischen Strategien für Patienten mit sogenannten höhergradigen Gliomen. Der mit jeweils 200.000 Euro dotierte Preis ist Deutschlands wichtigste Auszeichnung für Forscherinnen und Forscher in der Aufbauphase ihrer Karriere. Das Preisgeld kann über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren für ihre weitere Forschungsarbeit verwendet werden. Lukas Bunse forscht als Privatdozent an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Zudem ist er als Arzt in der Neurologie am Universitätsklinikum Mannheim tätig.
Im Mittelpunkt der Forschung von Lukas Bunse stehen höhergradige Gliome, die durch Mutationen von Zellen des Gehirns oder Rückenmarks entstehen und äußerst schwierig zu behandeln sind. Mit seinen Arbeiten will der Wissenschaftler dazu beitragen, Hirntumore besser zu verstehen und mithilfe dieser Erkenntnisse wirksame Immuntherapien zu entwickeln. Solche Therapien funktionieren, indem körpereigene Immunzellen gentechnisch so verändert werden, dass sie gezielt gegen Tumorzellen vorgehen. Lukas Bunses Forschungsergebnisse haben „das Potenzial, die derzeit angewandten Therapien zukünftig durch eine schonendere Behandlungsform zu ergänzen oder sogar zu ersetzen. Darüber hinaus besteht die Aussicht, dass die Ansätze künftig auch auf andere Hirntumore oder andere Krebsarten übertragen werden können“, heißt es in der Würdigung der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Lukas Bunse studierte Medizin an der Universität Heidelberg und am University College London (Großbritannien). Seine medizinische Doktorarbeit befasste sich mit bestimmten spontanen Immunantworten bei Gliom-Patienten. 2020 schloss er eine weitere Doktorarbeit im Fach Biologie ab. Er ist klinischer Wissenschaftler an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und absolvierte von 2019 bis 2024 seine Facharztausbildung zum Neurologen in der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim. Seit 2024 ist er Oberarzt in der Neurologie. Darüber hinaus forscht er als selbstständiger Teamleiter in der Klinischen Kooperationseinheit Neuroimmunologie und Hirntumorimmunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Nach dem Ruprecht-Karls-Preis 2018 und dem mit 100.000 Euro dotierten Hella-Bühler-Preis 2019 der Universität Heidelberg wurde er 2023 mit dem Novartis-Preis für therapierelevante immunologische Forschung der Deutschen Gesellschaft für Immunologie ausgezeichnet.
Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jährlich an herausragende Forscherinnen und Forscher verliehen, die sich in einem frühen Stadium ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befinden. Gewürdigt werden mit der Vergabe des Preises ein eigenständiges Profil und Forschungsergebnisse, die die Fachcommunity bereichern, sodass auch in Zukunft Spitzenleistungen von den Forscherinnen und Forschern zu erwarten sind. Die zehn Auszeichnungen des Jahres 2025 gehen an vier Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftler. Die Verleihung der Heinz Maier-Leibnitz-Preise findet am 3. Juni in Berlin statt.
Kontakt:
Universität Heidelberg
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.dkfz.de/en/cell-therapy – Homepage Lukas Bunse (EN)
http://www.dfg.de/de/service/presse/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung-nr-... – Pressemitteilung Deutsche Forschungsgemeinschaft
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Medizin
überregional
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Deutsch
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