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03.04.2025 11:21

Sanierung – eine der größten Herausforderungen im Gebäudemanagement!?

Kendra Rensing Unternehmenskommunikation
HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V.

    Bröckelnde Fassaden, abblätternder Putz oder eisige Temperaturen im Winter aufgrund mangelnder Isolierung – ein bekanntes Bild für viele Hochschulangehörige. Die dringend erforderliche Sanierung des Gebäudebestands zählt derzeit zu den größten Herausforderungen, mit denen deutsche Hochschulen konfrontiert sind. Dieses komplexe Thema stand im Mittelpunkt des diesjährigen Forums Gebäudemanagement des HIS-Instituts für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE), das am 12. und 13. März in Hannover stattfand.

    Fehlende finanzielle Mittel, neue gesetzliche Regelungen, die Integration von Klimaschutz und Nachhaltigkeitsaspekten sowie Flächensuffizienz sind nur einige der zentralen Herausforderungen bei Sanierungsprojekten. Beim 18. Forum Gebäudemanagement wurden verschiedene Fragestellungen im Kontext dieser Mammutaufgabe beleuchtet. Rund 160 Teilnehmende diskutierten über Hindernisse, vor allem aber auch über Chancen, Erfolgsfaktoren und mögliche Finanzierungsmodelle für den Bereich der Hochschulsanierung.

    Der Einführungsvortrag von Frauke Meyer (Kanzlerin der Universität Bremen) bildete den Auftakt. Unter dem Titel „Wie weiter?“ skizzierte sie den aktuellen Stand der Hochschulsanierung in Deutschland und setzte dabei Akzente, wie zukünftig eine Verbesserung der Situation bewirkt werden könnte. Anschließend folgten praxisnahe Beiträge zu Themen wie der Vermeidung von drohenden Gebäudeschließungen, Sanierung im laufenden Betrieb sowie Sanierungsprozesse im Spannungsfeld von Denkmalpflege und Urban Mining. Den Abschluss des ersten Tages bildete eine Podiumsdiskussion, in der Vertreter:innen von Ministerien und Hochschulen mögliche Strategien zur Bewältigung des Sanierungsstaus erörterten. Als ein wichtiger Punkt wurde identifiziert, dass das Thema von der Politik ernst genommen und in der Öffentlichkeit sichtbar wird. Die Vereinfachung von Prozessen ist eine weitere entscheidende Voraussetzung zur Problemlösung, bei der auch auf die aktuellen Aktivitäten unter der Federführung von HIS-HE zu den Bauverfahren der Länder verwiesen werden kann. Die Finanzierung ist hierbei essenziell – Hoffnungen auf das zum Zeitpunkt der Veranstaltung bereits im Raum stehende Sondervermögen waren bereits deutlich wahrnehmbar.

    Der zweite Veranstaltungstag begann mit einem hochaktuellen Beitrag zu Brandschutzfragen im Rahmen von Sanierungsprojekten. Im weiteren Verlauf lag der Fokus auf Klima- und Nachhaltigkeitsthemen. Dabei wurden sowohl die Integration von Klimafolgenanpassungsmaßnahmen in Sanierungsprozesse als auch die nachhaltige Campusentwicklung unter Berücksichtigung von CO2-neutraler Energieversorgung und ökologischer Verantwortung beleuchtet. Zum Abschluss bot das Forum einen Blick über den Tellerrand: Das praxisbezogene Forschungsprojekt BAU-DNS, eine Kooperation von sieben Fraunhofer Instituten. Zielsetzung ist die Entwicklung eines ganzheitlichen Verfahrens für die Gebäudesanierung unter anderem durch serielle Fertigung, wodurch das Tempo bei der Bewältigung der Sanierungsaufgaben in Deutschland erhöht und die Sanierungsdauer um etwa zehn Prozent gesenkt werden soll.

    Die Veranstaltung lieferte den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in ein Themenfeld, welches das Gebäudemanagement nahezu jeder Hochschule in Deutschland beschäftigt. Durch Austausch, Diskussionen und konkrete Fallbeispiele konnten neue, zukunftsorientierte Perspektiven und Handlungsoptionen für die eigene Praxis der Hochschulsanierung erschlossen werden.
    Nähere Informationen sowie die Vorträge der Referent:innen finden Sie in Kürze unter der Veranstaltungsdokumentation auf der HIS-HE-Website: https://medien.his-he.de/veranstaltungsdokumentationen/detail/forum-gebaeudemana...


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Dr. Ingrid Ostermann, ostermann@his-he.de


    Weitere Informationen:

    https://medien.his-he.de/veranstaltungsdokumentationen/detail/forum-gebaeudemana...


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Bauwesen / Architektur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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