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03.04.2025 14:22

Ausstellung zeigt jüdische Kultur und jüdisches Leben in Deutschland in 51 Fotografien

Sarah Ludwig Stabsstelle Zentrale Kommunikation
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Eine Rabbinerfamilie mit ihrem Neugeborenen, ein jüdischer Kantor beim Fußballspiel, ein Frankfurter Rabbiner bei der Feier des jüdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana – Momentaufnahmen von jüdischem Leben und jüdischer Kultur in Deutschland, festgehalten von den drei Fotografen Holger Biermann, Rafael Herlich und Benyamin Reich. Insgesamt 51 dieser Fotografien präsentiert das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in der Leih-Ausstellung "Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland". Zu sehen ist sie jetzt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Vernissage findet am Dienstag, 8. April 2025, im Löwengebäude statt.

    Die Fotografien der Leih-Ausstellung umspannen die Jahre 2000 bis 2015 und werfen einen schlaglichtartigen Blick auf die Lebenswirklichkeit deutscher Juden. Sie zeigen Kinder in einer Talmudschule, Juden beim Tanz am Israelfest oder eine jüdische Hochzeit. Zu sehen sind aber auch antisemitische Schmierereien an einer Synagoge oder ein Plakat mit einem Judenstern, das ein Polizist entfernt. Die Ausstellung, die 2016 zuerst im Haus der Geschichte Bonn gezeigt wurde, regt zur Auseinandersetzung mit der Frage an: Wie selbstverständlich ist jüdisches Leben in Deutschland 80 Jahre nach dem Holocaust?

    Die Kombination der Arbeiten von drei Fotografen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft bietet die Chance, dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten: Holger Biermann, 1973 in Bremen geboren, arbeitete nach seiner Ausbildung an der Axel-Springer-Akademie in Berlin einige Jahre in New York. Seit 2003 ist er als freier Fotograf in Berlin tätig. Biermann erzeugt mit seinen Schwarz-Weiß-Aufnahmen einen nostalgischen Charakter, der zum Nachdenken über die Geschichte des Judentums in Deutschland anregt. Rafael Herlich, 1954 in Tel Aviv geboren, lebt seit über 40 Jahren in Frankfurt am Main. Mit seinen Fotografien hat er sich zum Ziel gesetzt, die Normalität jüdischen Lebens in Deutschland festzuhalten und so zu einem Dialog der Religionen beizutragen. Benyamin Reich, Jahrgang 1976, stammt aus einer orthodoxen jüdischen Familie in der Nähe von Tel Aviv und lebt heute ebenfalls in Deutschland. Seine in der Ausstellung präsentierten Aufnahmen jüdischer Feierlichkeiten wie die Feier einer Geburt oder Hochzeit zeigen wichtige Lebensstationen, die nicht nur jüdisches Leben in Deutschland prägen.

    Die Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, 8. April 2025, 18 Uhr, statt; die Ausstellung ist danach zu den Öffnungszeiten des Universitätsmuseums bis zum 1. Juni 2025 zu sehen. Zur Vernissage sprechen Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker, Prof. Dr. Ottfried Fraisse vom Seminar für Judaistik der MLU und Kustos Dr. Dirk Schaal, der eine Einführung in die Ausstellung gibt.

    Ausstellung "Schalom. Drei Fotografen sehen Deutschland"

    Vernissage am Dienstag, 8. April 2025, 18 Uhr
    Löwengebäude, 1. OG, Sonderausstellungsraum
    Universitätsplatz 11, 06108 Halle (Saale)
    Um Anmeldung wird gebeten: https://mlu.de/bv25d
    Öffnungszeiten bis 1. Juni 2025: Mittwoch bis Sonntag, 13 bis 18 Uhr
    Eintritt frei


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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