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03.06.2025 09:39

Hereon-Forscher Jörg Weißmüller erhält Heyn-Denkmünze

Dr. Torsten Fischer Kommunikation und Medien
Helmholtz-Zentrum Hereon

    Prof. Jörg Weißmüller wird eine große Würdigung seiner Arbeit zuteil: Er erhält die Heyn-Denkmünze als höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM). Sie findet in Deutschland und international Beachtung, denn sie wird für herausragende Forschungsleistungen verliehen. Weißmüller forscht im Rahmen einer gemeinsamen Berufung am Institut für Wasserstofftechnologie des Helmholtz-Zentrums Hereon sowie am Institut für Werkstoffphysik und Werkstofftechnologie der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Die Preisverleihung findet im Herbst 2025 statt.

    Prof. Weißmüller leitet die Abteilung Hybride Materialsysteme am Institut für Wasserstofftechnologie des Helmholtz-Zentrums Hereon und seit 2010 das Institut für Werkstoffphysik und Werkstofftechnologie an der TUHH. Er beschäftigt sich seit langem mit dem Forschungsfeld der metallischen Nanomaterialien. Ein Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf hybriden Nanomaterialien, einem Verbund aus Metall und Wasser auf fast atomar feiner Skala. Diese innovative Kombination ermöglicht zum Beispiel, das elastische Verhalten von Festkörpern zu verändern. Der Zustand kann je nach Bedarf von einem Benutzer zwischen metallisch steif und schwammig weich hin und her geschaltet werden. Die dazu von Weißmüller am Hereon entwickelten Ansätze in der Materialtheorie legen neue Strategien für das Design von Energiespeichermaterialien mit verbesserten Schaltzeiten und längerer Lebensdauer nahe.

    „Die gewürdigten Forschungsergebnisse beruhen zu einem großen Anteil auf Beiträgen der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in meinem Team und auf dem inspirierenden Austausch mit ihnen. Es freut mich sehr, dass die Bedeutung unserer gemeinsamen Forschung so prominent bestätigt wird“, sagt Weißmüller.

    Vita
    Prof. Jörg Weißmüller studierte Werkstoffwissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und an der schottischen University of Dundee. Nach Forschung in Saarbrücken und als PROCOPE-Stipendiat am Centre de Recherche sur les Mécanismes de la Croissance Cristalline in Marseille promovierte er 1990 an der Universität des Saarlandes. Nach verschiedenen Positionen in der Wissenschaft, unter anderem als Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung am National Institut of Standards and Technology in Gaithersburg und als Heisenberg-Stipendiat am Karlsruher Institut für Technologie, nahm er den Ruf auf die derzeitige Position als Universitätsprofessor an der TUHH an, wo er zusätzlich zu seiner Tätigkeit am Hereon lehrt. Forschungssemester verbrachte er an der Technischen Universität Graz und, als Lady-Davis Preisträger, am Technion in Haifa.

    Hintergrund
    Die Heyn-Denkmünze ist die höchste Auszeichnung der DGM. Benannt nach dem ersten DGM-Vorsitzenden Emil Heyn, wird sie für jene Leistungen auf dem Gebiet der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik verliehen, durch die wesentliche Fortschritte in wissenschaftlicher, technologischer oder wirtschaftlicher Hinsicht erzielt werden konnten. Die DGM macht mit der Heyn-Denkmünze zudem auf exzellente Entwicklungen im Fachgebiet aufmerksam.

    Spitzenforschung für eine Welt im Wandel
    Das Ziel der Wissenschaft am Helmholtz-Zentrum Hereon ist der Erhalt einer lebenswerten Welt. Dafür erzeugen rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wissen und erforschen neue Technologien für mehr Resilienz und Nachhaltigkeit – zum Wohle von Klima, Küste und Mensch. Der Weg von der Idee zur Innovation führt über ein kontinuierliches Wechselspiel zwischen Experimentalstudien, Modellierungen und künstlicher Intelligenz bis hin zu Digitalen Zwillingen, die die vielfältigen Parameter von Klima und Küste oder der Biologie des Menschen im Rechner abbilden. Damit wird interdisziplinär der Bogen vom grundlegenden wissenschaftlichen Verständnis komplexer Systeme hin zu Szenarien und praxisnahen Anwendungen geschlagen. Als aktives Mitglied in nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken und im Verbund der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt das Hereon mit dem Transfer der gewonnenen Expertise Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Jörg Weißmüller
    Wissenschaftler
    Institut für Wasserstofftechnologie
    Tel: +49 (0)4152 87 – 2648
    joerg.weissmueller@hereon.de


    Weitere Informationen:

    http://Hereon-Institut für Wasserstofftechnologie
    https://hereon.de/institutes/hydrogen_technology/index.php.de


    Bilder

    Für Jörg Weißmüller ist die Heyn-Denkmünze ein Höhepunkt seiner Tätigkeit als Materialforscher.
    Für Jörg Weißmüller ist die Heyn-Denkmünze ein Höhepunkt seiner Tätigkeit als Materialforscher.
    Foto: TUHH
    Foto: TUHH


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Energie, Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Für Jörg Weißmüller ist die Heyn-Denkmünze ein Höhepunkt seiner Tätigkeit als Materialforscher.


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