Table in Washington: Round DFG bringt amerikanische und deutsche Expert*innen aus Wissenschaft und Politik in der US-Hauptstadt zusammen
Deutsche und US-amerikanische Expert*innen haben sich auf Einladung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) über den Stand und eine mögliche weitere Stärkung der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen ausgetauscht. Das Treffen am Donnerstag, den 28. August, im National Museum of the American Indian brachte rund 30 Repräsentant*innen aus Wissenschaft und Politik zusammen. Unter den Teilnehmer*innen befanden sich hochrangige Vertreter*innen großer Wissenschaftsorganisationen, Förderagenturen, Verbände und akademischer Einrichtungen aus den USA sowie auf deutscher Seite die Spitzen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen.
Das Treffen war das zweite seiner Art nach einem ersten transatlantischen Austausch im August 2024 zum Thema Forschungssicherheit.
Ausgangspunkt des diesjährigen Round Table waren die aktuellen geopolitischen Veränderungen, die auch eine Neubewertung der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit erfordern. Wie vor diesem Hintergrund die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA weiter ausgebaut und dabei resilient gestaltet werden kann, war eine besonders intensiv diskutierte Frage.
Die Teilnehmer*innen aus den USA und Deutschland waren sich dabei einig, dass es auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin ein starkes Engagement für die wissenschaftliche Forschung und Zusammenarbeit in allen Disziplinen und für die Förderung von Wissenschaftler*innen in allen Karrierephasen geben müsse. Als Hüterin und Garantin exzellenter Forschung müsse die transatlantische Wissenschaftsgemeinschaft ihre Werte betonen und ein Umfeld fördern, in dem wissenschaftliche Forschung gedeihen könne. Da Veränderungen in einem Partnerland stets auch grenzüberschreitende Auswirkungen haben könnten, seien ein offener Dialog und koordinierte Strategien unerlässlich, um die Integrität der Forschungssysteme insgesamt weiterhin zu gewährleisten.
Einigkeit bestand auch darin, dass die vorhandenen Partnerschaften gezielt gestärkt und gleichzeitig neue Wege der Forschungszusammenarbeit entwickelt werden sollten – sowohl bilateral als auch auf globaler Ebene. Über die gemeinsame Arbeit an Forschungsprojekten hinaus bedeuteten solche Partnerschaften dabei auch eine offene und vertrauenswürdige Kommunikation, gegenseitige Achtung und Unterstützung sowie das gemeinsame Eintreten für eine unabhängige, offene und erkenntnisgeleitete Wissenschaft. Deshalb sollten nicht nur neue Forschungsvereinbarungen zwischen amerikanischen und deutschen Partnern geschlossen werden, sondern auch gemeinsame Veröffentlichungen, Einladungen zu Konferenzen und der Austausch sowie die Sicherung, Integrität und Sicherheit von Forschungsdaten stärker als bisher angegangen werden.
Nicht zuletzt unterstützten die deutschen und amerikanischen Expert*innen gleichermaßen das Konzept einer weltweiten Brain Circulation und einer intensiveren Kommunikation. Unabhängig davon, ob exzellente Wissenschaft in den USA, Deutschland oder andernorts auf der Welt betrieben werde – wichtig sei, dass durch wissenschaftlichen Fortschritt und durch den internationalen Austausch talentierter Forscher*innen die Erfolgsaussichten im Kampf gegen die globalen Herausforderungen stetig verbessert würden.
An der Veranstaltung nahm ein breites Spektrum an Akteuren aus beiden Ländern teil. Aus Deutschland waren neben der DFG die Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Wissenschaftsrat (WR) sowie Vertreter*innen deutscher Hochschulen beteiligt. Aus den USA nahmen Repräsentant*innen der American Association for the Advancement of Science (AAAS), des Council on Governmental Relations (COGR), der Federation of American Scientists (FAS), des National Council of University Research Administrators (NCURA), der U.S. National Academies (NAS), der Association of American Universities (AAU) sowie Vertreter*innen US-amerikanischer Universitäten teil.
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