Die TU Bergakademie Freiberg hat eine deutschlandweit einzigartige Professur für Rohstoffrecht etabliert, die rechtliche Fragen rund um Rohstoffsicherheit und -versorgung fokussiert. Ab 1. Januar spiegelt sich dieser einzigartige Fokus auch im neuen Namen „Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Rohstoffrecht, Umwelt- und Wirtschaftsrecht“. Professur-Inhaber bleibt Professor Robert Frau, der seit 2023 an der TU Bergakademie Freiberg lehrt und forscht (bisher an der Professur für Öffentliches Recht, insbesondere Energie- und Umweltrecht).
Welche Auswirkungen hat der Critical Raw Materials Act der Europäischen Union auf die Rohstoffstrategien von Bund und Bundesländern und die Unternehmen in Deutschland? Wie können EU-Quoten für Rohstoff-Recycling in nationalem Recht durchgesetzt werden? Steht das Interesse an einem gesicherten Zugang zu Rohstoffen über weiteren Interessen? Wie reagiert die EU, wenn China oder die USA Rohstoffe als geopolitische Instrumente nutzen?
Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich Professor Robert Frau. „Das öffentliche Rohstoffrecht entwickelt sich rasant weiter. Die EU, Deutschland und weitere Staaten versuchen, an dringend benötigte Rohstoffe zu gelangen, die für den grünen und digitalen Wandel zentral sind. Dabei müssen wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Prioritäten abgewogen werden und mit dem Umweltschutz einhergehen. Das Rohstoffrecht liefert dafür den Rahmen“, erklärt der Freiberger Rechtswissenschaftler.
Rahmenbedingungen für Zugang, Nutzung und Schutz von Ressourcen
Gerade weil die Sicherung der Rohstoffversorgung auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene immer zentraler wird, sei es wichtig, die damit verbundenen rechtlichen Fragen in der Forschung zu interpretieren. „In einer Welt, in der Rohstoffe oft im Zentrum geopolitischer Spannungen stehen, ist es von entscheidender Bedeutung, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verstehen, die den Zugang, die Nutzung und den Schutz dieser Ressourcen regeln“, so Frau.
Derzeit untersucht das Team der Professur beispielweise den „RESourceEU“-Plan der EU oder widmet sich dem neuen Regelungswerk der EU mit Chile, wo sich große Kupfer- und Lithiumvorkommen befinden, an denen europäische Unternehmen interessiert sind.
Neue Angebote in der Lehre / Tagung in Freiberg
Der Forschungsschwerpunkt schlägt sich unmittelbar in zwei neuen Lehrangeboten für Studierende der TU Bergakademie Freiberg nieder: die deutschsprachige Vorlesung „Rohstoffrecht“ als auch die englischsprachige Vorlesung „International Law of Resources Environment and Trade“. Im Jahr 2026 organisiert die Professur das zweite „Freiberger Forum Rohstoffrecht“, eine Tagung zum Weltraumbergbau.
„Mit den Ergebnissen der Forschung soll die europäische und deutsche Politik klare rechtliche Leitlinien aufgezeigt bekommen. Unternehmen können durch die Analysen ebenfalls Rechtssicherheit bei Rohstoffprojekten innerhalb und außerhalb der EU erhalten. Und nicht zuletzt bleibt die juristische Grundlagenforschung anschlussfähig für interdisziplinäre Projekte“, so Frau.
Robert.Frau@rewi.tu-freiberg.de
Professor Robert Frau bei seiner Berufung 2023.
Quelle: TU Bergakademie Freiberg
Copyright: TU Bergakademie Freiberg
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Recht
überregional
Organisatorisches, Personalia
Deutsch

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