Startschuss für das Forschungsprojekt »biovolatil«. Durch eine autarke, klimaneutrale Energiegewinnung und -speicherung möchte ein Team aus Forschung und Industrie kommunale Energiesysteme stärken. Das neue Konzept setzt auf bedarfsgerechte Biomassevergasung mit Blockheizkraftwerken und Geothermiesysteme.
Die Energieerzeugung aus Sonne und Wind unterliegt natürlichen Schwankungen, da sie von Wetterbedingungen und Tages- bzw. Nachtzeiten abhängt. Auch der Energiebedarf ist nicht konstant, sondern verändert sich im Jahresverlauf und nach Verbrauchsverhalten. Um die Belastung der Netze und die Abhängigkeit von externen Energielieferanten zu reduzieren, arbeitet Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit weiteren Partnern an einem nachhaltigen Konzept für Städte und Gemeinden.
Im Fokus des kürzlich gestarteten Verbundprojekts »biovolatil« steht die Integration von Biomassevergasern mit Blockheizkraftwerken und geothermischen Speichern in die bestehende Energieversorgung. Zur Vergasung in den Blockheizkraftwerken werden ausschließlich nachhaltige Rohstoffe wie Holzhackschnitzel und -pellets verwendet. Dank Geothermie kann zudem Wärme saisonal gespeichert und ausgeglichen werden – was die Effizienz des Gesamtsystems steigert.
Übertragbarkeit auf andere Standorte
Das Projektteam testet die Umsetzung des Konzepts sowohl exemplarisch in zwei Modellkommunen – Oberhausen und Zittau – als auch konkret in einem Demonstrator zur lastflexiblen Biomassevergasung. »Wir bewerten gezielt die lokalen Voraussetzungen im städtischen und ländlichen Raum. Dazu zählen zum Beispiel die Verfügbarkeit von Biomasse und die geothermischen Potenziale«, erklärt Johannes Voß, von Fraunhofer UMSICHT, Leiter von »biovolatil«. »Unser Ziel ist es, die Integration in bestehende Energiesysteme zu demonstrieren und so die Übertragbarkeit auf andere Standorte voranzubringen.« Perspektivisch soll ein Kriterienkatalog entstehen, anhand dessen lokale Energieversorger und Betreiber entsprechender Anlagen ein diversifiziertes Energieangebot bzw. neue Einsatzmöglichkeiten ihrer Technologie abschätzen können.
Projektpartner und Förderung
Das Verbundprojekt »biovolatil« wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWE gefördert. Neben dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sind folgende Partner Teil des Projektkonsortiums: Burkhardt GmbH, EnProCo Berlin GmbH, Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geotechnologien IEG, Hochschule Zittau/Görlitz und ifeu-Institut. Assoziierte Partner sind die Energieversorgung Oberhausen AG und die Stadtwerke Zittau GmbH.
Kick-off-Treffen »biovolatil«: Gemeinsam arbeiten die Projektpartner an einem vielversprechenden Kon ...
Copyright: Fraunhofer UMSICHT
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Energie, Geowissenschaften, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch

Kick-off-Treffen »biovolatil«: Gemeinsam arbeiten die Projektpartner an einem vielversprechenden Kon ...
Copyright: Fraunhofer UMSICHT
Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).